Zum Inhalt springen

World Surf League

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. Januar 2026 um 08:43 Uhr durch imported>JS8 (Weltmeister).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

World Surf League
colspan="2" class="notheme" style="text-align:center; background-color:#Vorlage:Standardfarbe" | Logo der WSL
Gegründet 1976
Verbandssitz Santa Monica,
Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
Offizielle Sprache(n) Englisch
Website www.worldsurfleague.com

Die World Surf League (WSL) ist seit 2015 eine Vereinigung von professionellen Surfern und Ausrichter der Weltmeisterschaften im Wellenreiten. Die WSL wurde 1983 als Association of Surfing Professionals (ASP) gegründet.<ref name="historie">worldsurfleague.com</ref>

Geschichte

Die International Surfing Federation (ISF) veranstaltete von 1964 bis 1972 alle zwei Jahre die Weltmeisterschaften im Wellenreiten als Einzelveranstaltung. Jeder konnte sich dafür anmelden. Zwischen 1973 und 1975 konnte die ISF keine Sponsoren finden. In der Folge fanden keine ISF-Meisterschaften statt.

1976 gründeten Fred Hemmings und Randy Rarick die „International Professional Surfers“ (IPS) mit dem Ziel, eine Serie von 12 Surfevents zu einer Weltmeisterschaft im Surfen zusammenzufassen.

1982 gründete der ehemalige Surf-Profi Ian Cairns die „Association of Surfing Professionals“ als direkten Konkurrenten zur IPS. Mit Unterstützung des Bekleidungsherstellers Ocean Pacific gelang es schnell, viele Surfer zur Teilnahme an den Wettkämpfen der ASP zu bewegen. Gleichzeitig setzte die ASP die IPS unter Druck, indem es allen Surfern unter Androhung von Ausschluss verbot an IPS Turnieren teilzunehmen.<ref name="historie" />

Nach dem 1986 es zu Streitigkeiten beim Ocean Pacific Pro Huntington Beach kommt, nimmt Ian Cairns seinen Hut und Graham Cassidy wird Direktor der ASP. Im selben Jahr wird das Pipe Masters erstmals von der ASP ausgetragen, was gleichzeitig das Ende der IPS bedeutet. Zwei Jahre später wird das Masters zum Finale der ASP World Tour, was es mit Ausnahme einer kurzen Unterbrechung auch bis heute bleibt. Inzwischen ist die Tour auf mehr als 20 Stopps angewachsen.

1992 wird das heute 2-stufige System der World Championship Tour (WCT) / World Qualifying Series (WQS) eingeführt, die Trials für die einzelnen Events werden abgeschafft. Ein wichtiger Bestandteil der WQS ist die Amerikanische Bud Pro Tour, die inzwischen von Ian Cairns geleitet wird und viel Medienaufmerksamkeit erhält.

1994 wird erstmals beim Vans Triple Crown of Surfing der aktuelle Punktestand per Internet übertragen, 1995 folgt der erste Live-Audiostream aus Portugal, ein Jahr später wird auch das Video live mit übertragen.

World Tour

Unter dem Titel Championship Tour werden die Meisterschaften im Wellenreiten zusammengefasst. Sie sind in Damen- und Herrenwettbewerbe unterteilt und bestehen jeweils aus 5 Serien: Championship Tour, Qualifying Series, Big Wave, Longboard Tour und Junior Tour.

Außerdem werden „Special Events“, wie das „Vans Triple Crown of Surfing“ oder das „Eddie Aikau“ angeboten.

Am 5. September 2018 kündigte die WSL gleiches Preisgeld für alle Damen- und Herren-Wettbewerbe ab 2019 an.<ref>World Surf League (WSL) Announces Prize Money Equality, World Surf League, Englisch</ref>

Wertungssystem

Jeder Wettkampf wird im einfachen K.-O.-System ohne Hoffnungslauf durchgeführt, mit der Ergänzung, dass die erste Runde mit 3 Surfern stattfindet, wobei der Gewinner und Zweitplatzierte direkt in Runde 3 vorstoßen und alle Drittplatzierten in Runde 2 kommen. Ab der dritten Runde stehen sich dann zwei Surfer im direkten Duell gegenüber und nur der Gewinner des Heats arbeitet sich in die nächste Runde vor. Die Länge der Heats hängt von den Surfbedingungen und vom spezifischen Austragungsort ab und variiert zwischen 25 und 40 Minuten. In dieser Zeit dürfen die Surfer bis zu 15 Wellen nehmen. Jede Welle wird von den 5 Punktrichtern mit 0,2 bis 10 Punkten gewertet, dabei sollen Schwierigkeitsgrad, eine große Vielfalt, sowie innovative und besondere Manöver belohnt werden. Auch die Geschwindigkeit, Kraft und Flow und das flüssige Verknüpfen von Manövern werden positiv gewertet. Von den 5 Wertungen werden die beste und die schlechteste je Welle gestrichen und aus den 3 verbleibenden Wertungen der Durchschnitt gebildet. Für jeden Lauf zählen dann die beiden bestbewerteten Wellen.<ref name="ASP Rule Book 2006">WSL RULE BOOK 2023. (PDF) World Surf League, 1. Februar 2023, abgerufen am 28. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Punktesystem
Platz Punkte (Männer) Punkte (Frauen)
1 10.000 10.000
2 7.800 7.800
3 6.085 6.085
5 4.745 4.745
9 3.320 2.610
17 1.330 1.045
33 265
Verletzt 265 1.045

Weltmeister

Saison Männer Frauen
IPS Tour
1976 AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Peter Townend
1977 Sudafrika 1961Datei:Flag of South Africa (1928-1982).svg Shaun Tomson USA-HawaiiDatei:Flag of Hawaii.svg Margo Oberg
1978 AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Wayne Bartholomew USA-HawaiiDatei:Flag of Hawaii.svg Lynn Boyer
1979 AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Mark Richards USA-HawaiiDatei:Flag of Hawaii.svg Lynn Boyer
1980 AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Mark Richards USA-HawaiiDatei:Flag of Hawaii.svg Margo Oberg
1981 AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Mark Richards USA-HawaiiDatei:Flag of Hawaii.svg Margo Oberg
1982 AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Mark Richards Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Debbie Beacham
ASP Tour
1983 AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Tom Carroll Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Kim Mearig
1984 AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Tom Carroll Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Frieda Zamba
1985 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Tom Curren Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Frieda Zamba
1986 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Tom Curren Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Frieda Zamba
1987 AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Damien Hardman Sudafrika 1961Datei:Flag of South Africa (1928-1982).svg Wendy Botha
1988 AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Barton Lynch Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Frieda Zamba
1989 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Martin Potter AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Wendy Botha
1990 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Tom Curren AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Pam Burridge
1991 AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Damien Hardman AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Wendy Botha
1992 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Kelly Slater AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Wendy Botha
1993 USA-HawaiiDatei:Flag of Hawaii.svg Derek Ho AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Pauline Menczer
1994 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Kelly Slater Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Lisa Andersen
1995 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Kelly Slater Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Lisa Andersen
1996 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Kelly Slater Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Lisa Andersen
1997 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Kelly Slater Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Lisa Andersen
1998 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Kelly Slater AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Layne Beachley
1999 AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Mark Occhilupo AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Layne Beachley
2000 USA-HawaiiDatei:Flag of Hawaii.svg Sunny Garcia AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Layne Beachley
2001 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg C.J Hobgood AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Layne Beachley
2002 USA-HawaiiDatei:Flag of Hawaii.svg Andy Irons AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Layne Beachley
2003 USA-HawaiiDatei:Flag of Hawaii.svg Andy Irons AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Layne Beachley
2004 USA-HawaiiDatei:Flag of Hawaii.svg Andy Irons PeruDatei:Flag of Peru.svg Sofía Mulanovich
2005 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Kelly Slater AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Chelsea Georgeson
2006 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Kelly Slater AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Layne Beachley
2007 AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Mick Fanning AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Stephanie Gilmore
2008 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Kelly Slater AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Stephanie Gilmore
2009 AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Mick Fanning AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Stephanie Gilmore
2010 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Kelly Slater AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Stephanie Gilmore
2011 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Kelly Slater USA-HawaiiDatei:Flag of Hawaii.svg Carissa Moore
2012 AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Joel Parkinson AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Stephanie Gilmore
2013 AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Mick Fanning USA-HawaiiDatei:Flag of Hawaii.svg Carissa Moore
2014 BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg Gabriel Medina AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Stephanie Gilmore
World Surf League
2015 BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg Adriano de Souza USA-HawaiiDatei:Flag of Hawaii.svg Carissa Moore
2016 USA-HawaiiDatei:Flag of Hawaii.svg John John Florence AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Tyler Wright
2017 USA-HawaiiDatei:Flag of Hawaii.svg John John Florence AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Tyler Wright
2018 BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg Gabriel Medina AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Stephanie Gilmore
2019 BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg Italo Ferreira USA-HawaiiDatei:Flag of Hawaii.svg Carissa Moore
2020 Abgesagt wegen der COVID-19-Pandemie
2021 BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg Gabriel Medina USA-HawaiiDatei:Flag of Hawaii.svg Carissa Moore
2022 BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg Filipe Toledo AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Stephanie Gilmore
2023 BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg Filipe Toledo Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Caroline Marks
2024 USA-HawaiiDatei:Flag of Hawaii.svg John John Florence Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Caitlin Simmers
2025 BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg Yago Dora AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Molly Picklum

World Qualifying Series (WQS)

Eine WSL QS 10.000-Veranstaltung findet an erstklassigen Orten mit eingeschränktem Teilnehmerfeld statt und bietet für die WSL QS 10.000-Weltranglistenpunkte.

Eine Veranstaltung der WSL QS 1000, 1500, 3000 ist ein niedrigeres Wettbewerbsniveau als eine Veranstaltung der WSL QS 5000 und 10.000, deren Wichtigkeit sich aus der Anzahl der vergebenen Punkte ergibt: Mehr Punkte bedeuten im Allgemeinen einen besseren Wettbewerb und ein besseres Preisgeld.

Die Qualifikation für die WSL Championship Tour mit den 34 Surfern besteht aus:

  • die besten 22 Surfer aus der Vorsaison des WSL World Title Rankings.
  • Die 10 besten Surfer der Vorsaison des WSL World Qualifying Series (QS) -Rankings (diejenigen, die sich noch nicht durch das World Title Ranking qualifiziert haben)
  • Und 2 Wildcards. (Vergabe an Athleten, die verletzt waren und sich nicht qualifizieren konnten oder verdiente Athleten, die den Wettbewerb bereichern)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />