Zum Inhalt springen

Andolsheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 30. April 2026 um 16:10 Uhr durch imported>Skipper69 (ft).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Andolsheim
Datei:Blason de la ville d'Andolsheim (68).svg
Staat FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Haut-Rhin (68)
Arrondissement Colmar-Ribeauvillé
Kanton Colmar-2
Gemeindeverband Colmar Agglomération
Koordinaten 48° 4′ N, 7° 25′ OKoordinaten: 48° 4′ N, 7° 25′ O
 {{#coordinates:48,0625|7,4169444444444|primary
dim=20000 globe= name=Andolsheim region=FR-68 type=city
  }}
Höhe 185–192 m
Fläche
Einwohner 2.199 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 68280
INSEE-Code 68007
Website www.andolsheim.fr
Datei:Andolsheim, Mairie.jpg
Mairie Andolsheim

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Andolsheim ist eine französische Gemeinde mit 2.199 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass).

Geographie

Andolsheim liegt zwischen der Ill im Westen, der D415 im Osten, Sundhoffen im Süden und dem Weiler Wihr-en-Plaine, der zu Horbourg-Wihr gehört, im Norden, fünf Kilometer südöstlich von Colmar.

Geschichte

Andolsheim, oder früher auch Ansoldsheim,<ref name="Billings" /> wurde als Ansulfishaim (Andulfs Heim) erstmals im Jahr 768 urkundlich erwähnt.<ref>Histoire auf andolsheim.fr in Französisch.</ref> Die Ortsnamen auf -heim sind ab dem 6. Jahrhundert in Mode gekommen, sie sind Zeugnis der fränkischen Landnahme.<ref>Die Gelbe Bürg in fränkischer Zeit Abgerufen am 6. Dezember 2009.</ref>

Ab 1187 ist ein Ortsadel belegt. Sifrid von Andolsheim war ein Vasall des Grafen von Pfirt, während spätere Mitglieder der Familie Vasallen der Bischöfe von Basel und Straßburg waren. Die Familie starb um das Jahr 1470 aus.

Bis 1324 war der Ort Lehen der Seigneurs von Horbourg, dann fiel Horbourg, und damit auch Andolsheim, an die Grafen von Württemberg, die 1538 die Reformation einführten.

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Andolsheim als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Colmar im Bezirk Oberelsaß zugeordnet.

Demographie

Bevölkerungszahlen bis zum Ende des Ersten Weltkriegs
Jahr Einwohner Anmerkungen
1780 „ansehnliches Pfarrdorf“<ref name="Billings">Sigmund Billings: Geschichte und Beschreibung des Elsasses und seiner Bewohner von den ältesten bis in die neuesten Zeiten, Basel 1782, S. 150–151.</ref>
1793 660 <ref name="EHESS">Andolsheim - statistische Angaben des Arbeitskreises für Demographie und Geschichte der École des hautes études en sciences sociales (EHESS), Frankreich</ref>
1806 811 <ref name="EHESS" />
1821 970 davon 890 Evangelische und 80 Katholiken<ref name="Aufschlager">Johann Friedrich Aufschlager: Das Elsass. Neue historisch-topographische Beschreibung der beiden Rhein-Departemente, Zweiter Theil, Johann Heinrich Heitz, Straßburg 1825, S. 98.</ref>
1872 970 am 1. Dezember, in 219 Häusern;<ref>C. Stockert, Das Reichsland Elsaß-Lothringen. Geographischer Leitfaden für die Höheren Lehranstalten, Friedrich Bull, Straßburg 1873, S. 50.</ref> nach anderen Angaben 1016 Einwohner<ref>Vollständiges geographisch-topographisch-statistisches Orts-Lexikon von Elsass-Lothringen. Enthaltend: die Städte, Flecken, Dörfer, Schlösser, Gemeinden, Weiler, Berg- und Hüttenwerke, Höfe, Mühlen, Ruinen, Mineralquellen u. s. w. mit Angabe der geographischen Lage, Fabrik-, Industrie- u. sonstigen Gewerbethätigkeit, der Post-, Eisenbahn- u. Telegraphen-Stationen u. geschichtlichen Notizen etc. Nach amtlichen Quellen bearbeitet von H. Rudolph. Louis Zander, Leipzig 1872, Spalte 2.</ref>
1880 935 am 1. Dezember, auf einer Fläche von 1160 ha, in 145 Häusern, davon 872 Protestanten und 63 Katholiken<ref name="StatBü">Statistisches Büreau des Kaiserlichen Ministeriums für Elsaß-Lothringen: Ortschafts-Verzeichniß von Elsaß-Lothringen. Aufgestellt auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1880. C. F. Schmidts Universitäts-Buchhandlung Friedrich Bull, Straßburg 1884, S. 52, Ziffer 677.</ref>
1885 886 <ref name="VWG">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
1906 734 <ref name="EHESS" />
1910 730 am 1. Dezember, auf einer Fläche von 1000 ha<ref name="MeyersGaz">Andolsheim, Kreis Colmar, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Andolsheim.</ref><ref>Kreis Colmar. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. April 2023; abgerufen am 15. Februar 2026.</ref>
Anzahl Einwohner seit Mitte des 20. Jahrhunderts
Jahr 1946 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2005 2017
Einwohner 645 751 871 1088 1091 1565 1985 2227 2162
Quelle: Cassini und INSEE<ref name="EHESS" />

Sehenswürdigkeiten

Datei:Andolsheim, Église luthérienne Saint Georges 2.jpg
Lutherische Kirche St. Georg

Eine ursprüngliche Kirche in Andolsheim wurde 801 erstmals urkundlich erwähnt, sie war damals Saint Denis geweiht. Mit der Einführung der Reformation geriet der Schutzpatron der Kirche in Vergessenheit. Von 1687 bis 1883 wurde die Kirche als Simultankirche genutzt und Saint Georges geweiht. Vom mittelalterlichen Gebäude existiert heute nur noch der Glockenturm und der Chor aus dem 13. Jahrhundert. Um 1650 wurde das Kirchenschiff umgebaut. 1737 wurde das Westportal eingerichtet und 1838 die Westfassade erneuert. 1985 wurde das Innere der Kirche renoviert, die heute zur Pfarrei Sundhoffen gehört. Die Kirchenorgel wurde um 1780 von Martin Bergäntzel konstruiert. 1958 wurde die Orgel restauriert und von 1979 bis 1980 erneuert.

Datei:Andolsheim, Église catholique Saint-Georges.jpg
Katholische Kirche St. Georg

Die katholische Kirche Saint-Georges wurde von 1882 bis 1883 gebaut und beendete die katholische Nutzung der anderen Kirche Saint-Georges. Das Innere der Kirche wurde allerdings erst 1890 fertiggestellt. Diese Kirche wurde ebenfalls 1985 renoviert. Sie gehört zur Pfarrei Horbourg-Wihr.<ref>Eintrag Nr. 68007 in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch).</ref>

An der Mairie (Bürgermeisterei) steht ein Grenzstein aus dem Jahre 1754, auf dem das Wappen der Herzöge von Württemberg abgebildet ist.<ref>Eintrag Nr. 68007 in der Base Palissy des französischen Kulturministeriums (französisch).</ref>

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Wirtschaft

Wichtige Erwerbszweige der Andolsheimois sind Ackerbau, Weinbau, Obstbau und die Zucht von Hausrindern, Hausschafen und Hausschweinen.<ref>Vie économique auf andolsheim.fr in Französisch.</ref>

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 91–93.
  • Le Haut-Rhin. Dictionnaire des Communes. 3 Bände, Colmar 1980–1982; Band 1, 1980, Stichwort Andolsheim, S. 90–93.

Weblinks

Commons: Andolsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Algolsheim | Ammerschwihr | Andolsheim | Appenwihr | Artzenheim | Aubure | Balgau | Baltzenheim | Beblenheim | Bennwihr | Bergheim | Biesheim | Bischwihr | Blodelsheim | Breitenbach-Haut-Rhin | Colmar | Dessenheim | Durrenentzen | Eguisheim | Eschbach-au-Val | Fessenheim | Fortschwihr | Fréland | Geiswasser | Griesbach-au-Val | Grussenheim | Guémar | Gunsbach | Heiteren | Herrlisheim-près-Colmar | Hettenschlag | Hirtzfelden | Hohrod | Horbourg-Wihr | Houssen | Hunawihr | Husseren-les-Châteaux | Illhaeusern | Ingersheim | Jebsheim | Katzenthal | Kaysersberg Vignoble | Kunheim | Labaroche | Lapoutroie | Le Bonhomme | Lièpvre | Logelheim | Luttenbach-près-Munster | Metzeral | Mittelwihr | Mittlach | Muhlbach-sur-Munster | Munchhouse | Munster | Muntzenheim | Nambsheim | Neuf-Brisach | Niedermorschwihr | Obermorschwihr | Obersaasheim | Orbey | Ostheim | Porte du Ried | Ribeauvillé | Riquewihr | Rodern | Roggenhouse | Rombach-le-Franc | Rorschwihr | Rumersheim-le-Haut | Rustenhart | Sainte-Croix-aux-Mines | Sainte-Croix-en-Plaine | Sainte-Marie-aux-Mines | Saint-Hippolyte | Sondernach | Soultzbach-les-Bains | Soultzeren | Stosswihr | Sundhoffen | Thannenkirch | Turckheim | Urschenheim | Vœgtlinshoffen | Vogelgrun | Volgelsheim | Walbach | Wasserbourg | Weckolsheim | Wettolsheim | Wickerschwihr | Widensolen | Wihr-au-Val | Wintzenheim | Wolfgantzen | Zellenberg | Zimmerbach Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein