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capella (Notensatzprogramm)

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capella

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Screenshot capella 8
Hauptbildschirm von capella
Basisdaten

Maintainer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Entwickler capella-software AG
Erscheinungsjahr Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Aktuelle Version 10.0-01<ref>Versionshistorie capella. Abgerufen am 8. Juli 2025.</ref>
(25. November 2024)
Aktuelle Vorabversion Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
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Betriebssystem Windows, macOS
Programmier­sprache Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Kategorie Notensatzprogramm
Lizenz proprietär
deutschsprachig ja
capella-software.com/de

capella ist ein Notensatzprogramm, das vom Unternehmen capella-software AG aus Söhrewald entwickelt und vertrieben wird (man beachte die Schreibweise mit einem p; vgl. a cappella, hingegen z. B. capella coloniensis). capella ist für Windows und seit Version 8 (November 2017) auch für macOS verfügbar. Das Programm liegt in verschiedenen Sprachen vor, darunter Deutsch, Englisch und Französisch. Es ist vor allem im deutschsprachigen Raum verbreitet. Meist wird es im praxisbezogenen und semiprofessionellen Bereich verwendet (Schulmusiker, Kirchenmusiker, Chorleiter und Hobbymusiker). Im Netz finden sich Webseiten mit umfassenden Notensammlungen im capella-Format, z. B. bei Musicalion.com.<ref>Staatlich anerkannte Musikbibliothek musicalion.com.</ref>

Funktionsumfang

capella findet Einsatz bei ein- und mehrstimmigem Notensatz (z. B. Chorsatz und Orchesterpartituren) und für das Notieren von Liedern mit Akkorden, Strophen-Texten oder Gitarrengriffen. Die Eingabe erfolgt meist vollständig über die Computertastatur, kann aber auch per Maus oder mit einem MIDI-Keyboard durchgeführt werden. capella verfügt über eine Im- und Export-Funktion in das gebräuchliche MusicXML-Format und ermöglicht somit den Datenaustausch mit anderen Notensatzprogrammen. Ein nativ integrierter PDF-Export existiert seit Version 8. Der Betrieb von Software-Instrumenten (VST-Plug-ins) als Klangerzeuger ist möglich, die capella-eigene Klangerzeuger-Engine heißt capella-tune.

Produktfamilie

  • capella (Vollversion)
  • capella start, ehemals capella 1200 (Einstiegsversion mit reduziertem Funktionsumfang)
  • capella reader (Lese- und Druckprogramm für capella-Dateien)
  • capella-scan (erkennt Noten und Text in gescannten Notenblättern und Partituren)
  • capella audio2score (erkennt und arrangiert Noten aus Audio-Aufnahmen)
  • capella melody trainer (zum Üben der eigenen Gesangs- oder Instrumentalstimme)

Geschichte

Datei:Capellados.jpg
Die Capella-Version 1.5 lief unter MS-DOS und hatte eine selbst entwickelte Benutzer­oberfläche.

Der Begründer und Autor von capella ist Hartmut Ring, Professor für Mathematik und Informatik an der Universität Siegen.<ref>Mitarbeiter Hartmut Ring. Universität Siegen, 19. Oktober 2008, abgerufen am 5. September 2012.</ref> Die erste Veröffentlichung erfolgte 1992 unter dem Namen Allegro.<ref>„Copyright © 1992–2009 – Hartmut Ring“. Vgl. im <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Benutzerhandbuch für capella 7 auf S. 2 (Memento vom 16. Dezember 2011 im Internet Archive).</ref> Jedoch erfolgte für die Version 1.01 – datiert auf den 15. Mai 1992 – wegen namensrechtlicher Probleme die Umbenennung in capella, nach dem Hauptstern Capella im Sternbild Fuhrmann. capella wurde zunächst für das Betriebssystem MS-DOS entwickelt und hier bis zur Version 1.5 gepflegt, die im Jahr 1993 erschien. In der DOS-Version war bereits eine eigene grafische Benutzeroberfläche integriert. Die Version 2.0 war die erste für Microsoft Windows 3.1, aber erst die Version 2.1 lief stabil.

Mit der Version 2004 wurde die Möglichkeit geschaffen, Partituren über Skripte zu bearbeiten. Auf dieser Basis gibt es vermehrt kostenlose Plug-ins, die den Funktionsumfang von capella erweitern. Neu in dieser Version ist auch der Datenexport in ein von capella-software entwickeltes offenes XML-Format.

In den 2.x-Versionen (Windows 16-Bit) war zumindest die Basisversion des Programms trotz Zwang zur vollständigen Installation über einen Kopierschutz an die eingelegte CD gebunden. Mit Capella 800 (Version 3.0, 32-Bit) wurde dieser Kopierschutz wieder entfernt. 2004 wurde eine hardwarebasierte Produktaktivierung eingeführt.

Im Jahr 2010 übernahm Bernd Jungmann die Pflege und Weiterentwicklung von capella.<ref>„Weitergeführt von Bernd Jungmann“. Vgl. im <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Benutzerhandbuch für capella 7 auf S. 2 (Memento vom 16. Dezember 2011 im Internet Archive).</ref> Zeitgleich beendete Hartmut Ring seine aktive Beteiligung an der Programmierung von capella.

An der Version capella 8 arbeitete neben Bernd Jungmann auch Christian Schauß, an den Versionen capella 9 und capella 10 zusätzlich Markus Hübenthal.

Versionsgeschichte

Version Veröffentlichung Anmerkungen
1.0 1992 Erste Version
1.5 1993 Letzte offizielle Version für MS-Dos
2.1 1994 Erste stabile Windows-Version (für Windows 3.1)
2000 (3.0) 2000 Umfassendes Redesign des Quellcodes
2002 (4.0) 2002
2004 (5.0) 2004 CapXML Im- und Export, Skript-Schnittstelle für mögliche Fremdentwicklung von Plug-ins, Verbesserte Klang-Wiedergabe durch captune, Icons im XP-Stil, Verbesserter Grafik-Export
2008 (6.0) 2008
7.0 2010 Lebende Stimmenauszüge, neue Bedienoberfläche, Grundierung, vereinfachte Systemumbrüche, erweiterte Skriptschnittstelle
8.0 2017 Version für Windows und macOS, neue Bedienoberfläche mit vereinheitlichter Noteneingabe und Bearbeiten-Bereich, integrierte Partitursuche
9.0 2021 Automatische Objektplatzierung, Mehrfachselektion, Übehilfen
10.0 2024 Komfortabler Stimmenauszug, Grafikseiten, VST3-Unterstützung

Dateiformate

  • *.all (Datei-Suffix in Version 1, begründet durch den ursprünglichen Programmnamen Allegro)
  • *.cap, cap2-Format (Datei-Suffix für die Versionen 2 bis 4)
  • *.cap, cap3-Format (Während die Dateiendung erhalten blieb, änderte sich das Dateiformat ab Version 5, capella 2004, grundlegend)
  • *.capx (Datei-Suffix ab Version 7, Anpassung an XML-Standard)
Datei:Prelude 3 2 Rach (Capella).png
Rachmaninows Prélude cis-Moll Op. 3 Nr. 2, geschrieben in capella

Sonstiges

Die Produktlinie der capella-Software AG besteht zurzeit aus insgesamt sieben Programmen. Diese sind capella, capella reader, capella-scan, tonica fugata, audite PLUS, capella audio2score und capella melody trainer. capella-scan dient dem Einlesen gedruckter Noten in capella mittels Optical Music Recognition und erkennt auch Text (seit Version 9 mit Hilfe der Open-Source-Software Tesseract).<ref>Neuerungen von capella-scan. Neu in Version 9. Abgerufen am 23. Dezember 2020.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />