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Rupprecht Geiger, Sohn des Malers Willi Geiger, absolvierte von 1926 bis 1929 ein Architekturstudium an der Kunstgewerbeschule München, danach von 1930 bis 1932 eine Maurerlehre und von 1933 bis 1935 ein Studium an der Staatsbauschule München. Von 1936 bis 1940 arbeitete Geiger in verschiedenen Münchner Architekturbüros, u. a. bei Bieber und Borst, welche die Borstei geplant hatten. Geiger war von 1949 bis 1962 als Architekt tätig.
Als Maler war Geiger Autodidakt. Er war ab 1940 an der Ostfront in Polen und Russland, wo er sein autodidaktisches Studium der Malerei begann. In den Jahren 1943 und 1944 wurde er als Kriegsmaler in der Ukraine und in Griechenland eingesetzt.
In den 1950er Jahren wurde Geiger bekannt durch seine Beschäftigung mit der Farbe Rot. Geiger: „Rot ist Leben, Energie, Potenz, Macht, Liebe, Wärme, Kraft. Mit ihrer Fähigkeit zu stimulieren ist sie in machtvoller Funktion“. Ein Beispiel aus dieser Zeit ist sein 103 cm × 98 cm großes Ölgemälde auf Leinwand 470/57.
Von 1958 bis 1961 war er künstlerischer Berater der Marburger Tapetenfabrik.<ref>Design Report, Ausgabe März 2001, dort S. 70, Hrsg. BLUE C. Verlag, ISSN 0932-3724</ref>
Rupprecht Geiger lebte und arbeitete in München. In seinem ehemaligen Atelier im Münchner Stadtteil Solln befindet sich heute das Archiv Geiger,<ref>ARCHIV GEIGER - Kunstarchiv zu Rupprecht Geiger. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Dezember 2010; abgerufen am 15. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> das seinen künstlerischen Nachlass verwaltet und mehrmals im Jahr öffentliche Führungen durch die Archivräume anbietet. Das Ateliergebäude wurde als Baudenkmal unter Denkmalnummer D-1-62-000-9114 in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.<ref>Denkmalliste für München (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Abgerufen am 24. September 2025.</ref>
Rupprecht Geiger ist eines der drei Ehrenmitglieder des Deutschen Künstlerbundes.<ref>kuenstlerbund.de: Ehrenmitglieder: Rune Mields, Rupprecht Geiger und Thomas Grochowiak (abgerufen am 9. Juni 2015)</ref>
Datei:Meditiationsraum TK.jpgMeditationsraum auf dem KlinikgeländePlattenmosaik, Aluminiumplatten eloxiert und Leuchtstoffröhren, 650 cm × 3000 cm, Hauptbahnhof München, Fassade über dem Haupteingang am Bahnhofsplatz (1951) ⊙48.14021811.560489
Glasklebebild, 250 cm × 420 cm, Technische Universität München, Eingang Luisenstraße / Theresienstraße, Treppenhaus, 3. Stock, München (1964) ⊙48.15021611.566832
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Konkav gerundet, Aluminium, 400 cm × 480 cm × 70 cm, Münchener Rück, München, Königinstraße 38 (1973) ⊙48.15620911.58927
o. T., vier Wandobjekte, Aluminium, spritzlackiert, je 300 cm × 400 cm, in der Eingangshalle der Technischen Universität München, Theresienstraße ⊙48.14882711.568048
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Gerundetes Blau, Aluminium spritzlackiert, 600 cm × 700 cm × 200 cm, Gasteig, München (1987) ⊙48.131311.590552
o. T., vier zweiteilige Objekte, Acryl auf Aluminium, im U-Bahnhof Machtlfinger Straße, München (1990) ⊙48.09715611.513978
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Meditationsraum, Acryl/Beton, ca. 215 × 805 × 550 cm, im Park des Kbo-Isar-Amper-Klinikums, Taufkirchen/Vils (1991)<ref>Süddeutsche Zeitung: Seltene Gelegenheit. Abgerufen am 11. Juni 2020.</ref> ⊙48.34516712.136359
2000 Rot (Bilder A–E), Acryl auf Leinwand, 500 cm × 150 cm, 150 cm × 160 cm und 80 cm × 600 cm, WWK Versicherungsgruppe, Marsstraße 37, München ⊙48.14472711.553227
Jürgen Claus: Der dynamische Farbraum. Rupprecht Geiger. In: ders.: Kunst heute. Rowohlt, Reinbek 1965.
Joachim Heusinger von Waldegg: Rupprecht Geiger. (Ausstellungskatalog, Städtische Kunsthalle Mannheim, 18. April bis 16. Mai 1982) Mannheim 1982.
Stefanie Bielmeier: Rupprecht Geiger – Bild und Gestalt. In: Pantheon. Internationale Jahreszeitschrift für Kunst, Jahrgang 48, 1990, S. 181–187.
Julia Geiger, Pia Dornacher: Werkverzeichnis, 1949–2002, hrsg. von der Rupprecht-Geiger-Gesellschaft / Städtische Galerie im Lenbachhaus, München, Prestel, München 2003, ISBN 3-7913-2864-6.
Julia Geiger: Rupprecht Geiger. Werkverzeichnis der Druckgrafik 1948–2007. Prestel, München 2007, ISBN 3-7913-3891-9.
Rupprecht Geiger, Margaretha Benz-Zauner: Rupprecht Geiger. Prestel, München 1988, ISBN 3-7913-0872-6.
Filmdokumentationen
Tilman Urbach: Rupprecht Geiger. Im Atelier (2005–2007), 45 min, DVD, Hirmer Verlag, ISBN 978-3-7774-2991-5.