Zum Inhalt springen

Lebendorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 14. Februar 2026 um 01:25 Uhr durch imported>SchlurcherBot (Bot: http → https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Lebendorf
Stadt Könnern
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(712)&title=Lebendorf 51° 43′ N, 11° 47′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(712) 51° 42′ 59″ N, 11° 47′ 14″ O
 {{#coordinates:51,716388888889|11,787222222222|primary
dim=10000 globe= name=Lebendorf region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 68 m ü. NN
Einwohner: 712 (2019)<ref>INTEGRIERTES GEMEINDLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT FÜR DIE EINHEITSGEMEINDE STADT KÖNNERN (IGEK KÖNNERN 2030). S. 18, abgerufen im Oktober 2025.</ref>
Eingemeindung: 1. Januar 2003
Postleitzahl: 06420
Vorwahl: 034691
Datei:Lebendorf in Könnern.svg
Karte
Lage von Lebendorf in Könnern
Datei:Lebendorf, Bebitz 001.jpg
Bebitz, Luftaufnahme (2017)

Lebendorf ist eine Ortschaft und ein Ortsteil der Stadt Könnern in Sachsen-Anhalt. Lebendorf hat etwa 450 Einwohner und wurde zum 1. Januar 2003 nach Könnern eingemeindet.<ref>StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands</ref> Zu Lebendorf gehören weiterhin die Ortsteile Bebitz und Trebitz.

Geografie

Der Ort liegt im südlichen Salzlandkreis, in südöstlicher Richtung ca. 10 km von Bernburg, ca. 33 km von Halle (Saale) in nordwestlicher Richtung entfernt. Im Osten fließt der westliche Zweig der Fuhne am Ort vorbei. Die Gemarkungsgröße beträgt 1104 ha, davon werden 978 ha landwirtschaftlich genutzt.

Geschichte

1178 wurde der Ort Lebendorf (früher auch: Lependorf), der wesentlich älter ist, erstmals urkundlich in einer Lehensurkunde des Bistums Merseburg erwähnt. Das Dorf lag an der Grenze zum Fürstentum Anhalt. Im Jahr 1522 erwarb Lorenz von Krosigk, Herr der Grafschaft Alsleben, den Ort Beesen und vereinigte das dortige Rittergut u. a. mit den Orten Lependorf (Lebendorf), Bebitz und Trewitz (Trebitz). Die drei Orte blieben bis zur Erbteilung im Jahr 1671 beim Rittergut Beesen derer von Krosigk, danach gehörten sie zu Neu-Beesen. Die Landeshoheit über die drei Orte hatte das Erzstift Magdeburg inne, zu dessen Saalkreis sie gehörten. Mit dem Anfall des Erzstifts Magdeburg an Brandenburg-Preußen wurden 1680 die Kurfürsten von Brandenburg (ab 1701 Könige in/von Preußen) neue Landesherren des nun Herzogtum Magdeburg genannten Gebiets. Die Beesener Linie der Herren von Krosigk musste 1720 Neu-Beesen und 1737 Alt-Beesen mit allem Besitz an den König von Preußen verkaufen.<ref>Geschichte der Familie von Krosigk</ref> Aus dem Krosigkschen Besitz zu Beesen entstand das königlich-preußische Amt Beesen, zu dem Lependorf, Bebitz und Trebitz seitdem gehörten.<ref>Erwähnung der Orte im Buch "Geographie für alle Stände", S. 127</ref><ref>Erwähnung des Ortes in der Beschreibung des Herzogtums Magdeburg, Seiten 370, 398 und 421</ref>

Mit dem Frieden von Tilsit wurden Lependorf, Bebitz und Trebitz im Jahr 1807 dem Königreich Westphalen angegliedert und dem Distrikt Halle im Departement der Saale zugeordnet. Sie gehörten zum Kanton Cönnern.<ref>Beschreibung des Saale-Departements</ref> Nach der Niederlage Napoleons und dem Ende des Königreichs Westphalen befreiten die verbündeten Gegner Napoleons Anfang Oktober 1813 den Saalkreis. Bei der politischen Neuordnung nach dem Wiener Kongress 1815 wurden Lebendorf, Bebitz und Trebitz im Jahr 1816 dem Regierungsbezirk Merseburg der preußischen Provinz Sachsen angeschlossen und dem Saalkreis zugeordnet.<ref>Der Saalkreis im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. November 2024; abgerufen am 30. August 2025.</ref>

Zum 20. Juli 1950 wurden Bebitz und Trebitz bei Könnern nach Lebendorf eingemeindet und vorher wechselten sie am 15. Juni 1950 in den Landkreis Bernburg. Lebendorf wiederum wurde am 1. Januar 2003 nach Könnern eingemeindet und bildet seitdem die Ortschaft Lebendorf mit den drei Ortsteilen Lebendorf, Bebitz und Trebitz.<ref>Lebendorf und seine Ortsteile im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie</ref>

Bebitz besitzt einen Haltepunkt (früher: Bahnhof) an der Bahnstrecke Könnern–Baalberge. Von 1905 bis 1966 (Personenverkehr) beziehungsweise 1994 (Güterverkehr) verband außerdem eine Kleinbahn Bebitz mit Alsleben (Saale).

Vereine

Im Heimatverein Lebendorf, dem Lebendorfer Musikverein und der Freiwilligen Feuerwehr Lebendorf sind viele Einwohner des Ortes aktiv.

Weblinks

Commons: Lebendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein