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Hirschland

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Hirschland
Datei:Blason ville fr Hirschland (Bas-Rhin).svg
Staat FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Bas-Rhin (67)
Arrondissement Saverne
Kanton Ingwiller
Gemeindeverband Alsace Bossue
Koordinaten 48° 50′ N, 7° 7′ OKoordinaten: 48° 50′ N, 7° 7′ O
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Höhe 244–332 m
Fläche
Einwohner 303 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 67320
INSEE-Code 67201
Website hirschland.fr
Datei:Hirschland, Mairie et l'école.jpg
Schule und Rathaus

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Hirschland ist eine französische Gemeinde mit 303 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Bas-Rhin in der Europäischen Gebietskörperschaft Elsass und in der Region Grand Est. Sie gehört zum Kanton Ingwiller.

Geografie

Hirschland liegt im Krummen Elsass, 54 Kilometer nordwestlich von Straßburg, zwölf Kilometer nordöstlich von Sarrebourg und sieben Kilometer südwestlich des Kantonshauptorts Drulingen, zwischen den Nachbargemeinden Baerendorf im Westen, Eschwiller im Nordosten und Rauwiller im Süden. Die Isch fließt durch das Gemeindegebiet.<ref>Le village de Hirschland. In: Info-Mairie.com. Abgerufen am 14. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschichte

Hirschland war schon in gallo-römischer Zeit (52 v. Chr. bis 5. Jahrhundert) besiedelt. 1897 wurden eine Villa rustica und ein Basrelief entdeckt. Das Relief ist 1,57 Zentimeter hoch, 52 Zentimeter breit und 37 Zentimeter tief; es wird „Herkules von Drulingen“ (Hercule de Drulingen) genannt und steht im archäologischen Museum von Straßburg (Musée archéologique).<ref></ref>

Die Ortschaft wurde im 9. Jahrhundert als Hirselanden erstmals urkundlich erwähnt. Es wird angenommen, dass damals bevorzugt Hirse angebaut wurde. Die Mundartform von Hirse lautet Hirsche.<ref>Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten: Hirsche</ref> Das Gemeindewappen zeigt als redendes Wappen einen Hirsch. Im Mittelalter bis zur Reformation (1557) war Hirschland ein Wallfahrtsort zur Verehrung des Heiligen Adelphus (4. bis 5. Jahrhundert). Der Ort gehörte zur Grafschaft Saarwerden und kam 1527 mit dieser zu Nassau-Saarbrücken. Im Dreißigjährigen Krieg vor allem von 1629 bis 1648 wurde die Ortschaft verwüstet. Viele Familien flohen vorübergehend nach Straßburg.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Historique auf hirschland.fr (Memento des Vorlage:IconExternal vom 11. Februar 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hirschland.fr in Französisch.</ref>

Nach dem Frieden von Rijswijk im Jahr 1697 machten sich viele Schweizer Siedler, vor allem aus dem Kanton Bern, in Hirschland ansässig. Um 1730 begann eine Auswanderungswelle; viele Hirschlander wanderten nach Nordamerika, besonders nach Pennsylvania, oder nach Osteuropa aus. 1745 verblieb Hirschland bei der Realteilung der Grafschaft Saarwerden bei Nassau-Saarbrücken und wurde dem Oberamt Harskirchen unterstellt. 1793 fiel die Ortschaft an Frankreich. Im Zuge der Französischen Revolution erhielt sie den Status einer Gemeinde (als Herschland) und 1801 das Recht auf kommunale Selbstverwaltung (unter dem heutigen Ortsnamen).<ref>Hirschland auf Cassini.ehess.fr (französisch) Abgerufen am 25. Januar 2010</ref> Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Hirschland als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Zabern im Bezirk Unterelsaß zugeordnet.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2017
Einwohner 577<ref>Kreis Zabern. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. März 2023; abgerufen am 17. Februar 2026.</ref> 291 332 329 284 286 340 319 324

Wappen

Wappen der Gemeinde Hirschland
Wappen der Gemeinde Hirschland
Blasonierung: „In Silber ein schreitender roter Hirsch auf grünem Schildfuß.“

Sehenswürdigkeiten

Datei:Hirschland, Eglise luthérienne.jpg
Evangelisch-lutherische Kirche

Das Kirchenschiff der evangelisch-lutherischen Kirche in Hirschland wurde 1755 nach den Plänen des Architekten Friedrich Joachim Stengel erbaut (1694–1787). Der Glockenturm der Kirche stammt aus dem 16. Jahrhundert.

Die Ober- und Untermühle sind zwei ehemalige Getreidemühlen. Die Untermühle wurde 1860 gebaut und war bis 1945 in Betrieb. Die Obermühle wurde 1823 gebaut und war bis 1897 als Mühle in Betrieb, danach wurde sie in ein Sägewerk und eine Anlage zur Steinzerkleinerung umfunktioniert. Sie war bis 1965 in Betrieb.<ref>Hirschland in der Base Mérimée des Ministère de la culture (französisch) Abgerufen am 25. Januar 2010</ref>

Wirtschaft und Infrastruktur

Wichtige Erwerbszweige der Hirschlandais sind Ackerbau und die Zucht von Hausrindern, Hausschweinen und Hauspferden. Es gibt eine Molkereigenossenschaft vor Ort.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.hirschland.frPrésentation – Hirschland (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot (PDF-Dokument in Französisch).</ref>

Verkehr

Durch das Gemeindegebiet verläuft die Autoroute A 4 (Autoroute de l’Est).

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Charenton-le-Pont 1999, ISBN 2-84234-055-8, S. 328–330.

Weblinks

Commons: Hirschland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Adamswiller | Alteckendorf | Altenheim | Altwiller | Asswiller | Baerendorf | Berg | Berstett | Bettwiller | Bischholtz | Bissert | Bosselshausen | Bossendorf | Bouxwiller | Burbach | Bust | Buswiller | Butten | Dehlingen | Dettwiller | Diedendorf | Diemeringen | Dimbsthal | Dingsheim | Domfessel | Dossenheim-Kochersberg | Dossenheim-sur-Zinsel | Drulingen | Duntzenheim | Durningen | Durstel | Eckartswiller | Erckartswiller | Ernolsheim-lès-Saverne | Eschbourg | Eschwiller | Ettendorf | Eywiller | Fessenheim-le-Bas | Friedolsheim | Frohmuhl | Furchhausen | Furdenheim | Geiswiller-Zœbersdorf | Gœrlingen | Gottenhouse | Gottesheim | Gougenheim | Grassendorf | Griesheim-sur-Souffel | Gungwiller | Haegen | Handschuheim | Harskirchen | Hattmatt | Hengwiller | Herbitzheim | Hinsbourg | Hinsingen | Hirschland | Hochfelden | Hohfrankenheim | Hurtigheim | Ingenheim | Ingwiller | Issenhausen | Ittenheim | Keskastel | Kienheim | Kirrberg | Kirrwiller | Kleingœft | Kuttolsheim | Landersheim | La Petite-Pierre | Lichtenberg | Littenheim | Lixhausen | Lochwiller | Lohr | Lorentzen | Lupstein | Mackwiller | Maennolsheim | Marmoutier | Melsheim | Menchhoffen | Minversheim | Monswiller | Mulhausen | Mutzenhouse | Neugartheim-Ittlenheim | Neuwiller-lès-Saverne | Niedersoultzbach | Obermodern-Zutzendorf | Obersoultzbach | Oermingen | Ottersthal | Otterswiller | Ottwiller | Petersbach | Pfalzweyer | Pfulgriesheim | Printzheim | Puberg | Quatzenheim | Ratzwiller | Rauwiller | Reinhardsmunster | Reipertswiller | Reutenbourg | Rexingen | Rimsdorf | Ringendorf | Rohr | Rosteig | Saessolsheim | Saint-Jean-Saverne | Sarre-Union | Sarrewerden | Saverne | Schalkendorf | Scherlenheim | Schillersdorf | Schnersheim | Schœnbourg | Schopperten | Schwenheim | Schwindratzheim | Siewiller | Siltzheim | Sommerau | Sparsbach | Steinbourg | Struth | Stutzheim-Offenheim | Thal-Drulingen | Thal-Marmoutier | Tieffenbach | Truchtersheim | Uttwiller | Vœllerdingen | Volksberg | Waldhambach | Waldolwisheim | Waltenheim-sur-Zorn | Weinbourg | Weislingen | Weiterswiller | Westhouse-Marmoutier | Weyer | Wickersheim-Wilshausen | Willgottheim | Wilwisheim | Wimmenau | Wingen-sur-Moder | Wingersheim les Quatre Bans | Wintzenheim-Kochersberg | Wiwersheim | Wolfskirchen | Wolschheim | Zittersheim Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein