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Schutzfaktor

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Als Schutzfaktor (auch protektiver Faktor genannt) bezeichnet man einen umgebungsbezogenen oder persönlichen Faktor, der die psychische Wirkung von belastenden Umweltbedingungen oder anderen risikoerhöhenden Faktoren auf einen Menschen abpuffert.<ref>Vgl. H. Scheithauer: Zur Wirkungsweise von Risiko- und Schutzfaktoren in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. In: Kindheit und Entwicklung, 8. 1999, S. 3–14.</ref>

Unter ansonsten gleich belastenden Umweltbedingungen (siehe Risikofaktoren) entwickeln manche Menschen eine psychische Störung, andere nicht. Schutzfaktoren werden in drei Gruppen geteilt: personale (z. B. Bewältigungsstrategien), familiäre (z. B. stabile emotionale Beziehung zu einer Bezugsperson) und soziale Schutzfaktoren (z. B. positive Schulerfahrungen).<ref name="Resilienz und psychologische Schutzfaktoren im Erwachsenenalter"> Jürgen Bengel, Lisa Lyssenko: Resilienz und psychologische Schutzfaktoren im Erwachsenenalter (= Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung. Band 43) BZgA, Köln, 2012, ISBN 978-3-942816-22-9 (online)</ref><ref>Vgl. M. Laucht, G. Esser, M. H. Schmidt: Wovor schützen Schutzfaktoren? Anmerkungen zu einem populären Konzept der modernen Gesundheitsforschung. In: Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie, 29. 1997, S. 260–270.</ref>

Die Begriffe Schutzfaktoren und Ressourcen werden in vielen Bereichen synonym verwendet – so auch in der Resilienzforschung<ref>aike Rönnau-Böse, Klaus Fröhlich-Gildhoff, Jürgen Bengel, Lisa Lyssenko: Resilienz und Schutzfaktoren. In: leitbegriffe.bzga.de. BZgA, 30. Mai 2022, abgerufen am 13. Juli 2022.</ref><ref>Margherita Zander: Resilienz. In: Lexikon, socialnet.de. 3. Oktober 2018, abgerufen am 13. Juli 2022.</ref> und der Suchtprävention.<ref>Schutzfaktoren. In: Präventionslexikon, infodrog.ch. 20. August 2018, abgerufen am 13. Juli 2022.</ref>

Klassifikation

Den Schutzfaktoren wird generell die schützende und unterstützende Eigenschaft zugeschrieben, wobei der Einfluss sowohl geschlechts-, alters- als auch situationsabhängig (vgl. Risikofaktoren) ist.<ref name="Resilienz und psychologische Schutzfaktoren im Erwachsenenalter" />

Die Faktoren, nach Art aufgeteilt, wobei sich familiäre und soziale Schutzfaktoren teils überschneiden, sind:<ref name="Resilienz und psychologische Schutzfaktoren im Erwachsenenalter" />

Person

  • ein erstgeborenes Kind zu sein
  • ein positives Temperament
  • überdurchschnittliche Intelligenz
  • positives Sozialverhalten
  • positives Selbstwertgefühl
  • aktive Stressbewältigung

Familie

soziales Umfeld

Siehe auch

Literatur

  • Jürgen Bengel, Lisa Lyssenko: Resilienz und psychologische Schutzfaktoren im Erwachsenenalter (= Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung. Band 43) BZgA, Köln, 2012, ISBN 978-3-942816-22-9 (online).

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>