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Auranofin

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Strukturformel
Struktur von Auranofin
Allgemeines
Freiname Auranofin
Andere Namen

(2,3,4,6-Tetra-O-acetyl-1-thio-β-D-glucopyranosato)(triethylphosphan)gold (IUPAC)

Summenformel C20H34AuO9PS
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 251-801-9
ECHA-InfoCard 100.047.077
PubChem 16667669
DrugBank DB00995
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Arzneistoffangaben
ATC-Code

M01CB03

Wirkstoffklasse

Goldpräparat

Eigenschaften
Molare Masse 679,49 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

110–111 °C<ref name="RÖMPP Online">Eintrag zu Auranofin. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).Vorlage:Sigma-Aldrich/Name nicht angegeben</ref>
Datei:GHS-pictogram-silhouete.svg

Achtung

H- und P-Sätze H: 361
P: 280<ref name="Sigma" />
Toxikologische Daten

265 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="RÖMPP Online" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Auranofin (Handelsname: Ridaura) ist eine organische Goldverbindung, die früher als Arzneistoff in der Basistherapie chronischer, fortschreitender rheumatoiden Arthritis verwendet wurde. Wegen des sehr verzögerten Wirkungseintritts und der unerwünschten Nebenwirkungen wird sie heute nur noch in Ausnahmefällen bei Versagen anderer Basistherapeutika wie Methotrexat eingesetzt.<ref></ref>

Der Wirkungsmechanismus der Substanz ist nicht bekannt, vermutet wird jedoch, dass Auranofin an Cysteinreste im katalytischen Zentrum von proinflammatorischen Transkriptionsfaktoren z. B. von AP-1 und NF-κ-B bindet und so deren Bindung an ihre DNA-Konsensussequenzen verhindert. Dadurch wird die Expression von Entzündungsmediatoren reduziert. Diskutiert wird auch darüber, ob das Gold mit den SH-Gruppen reagiert.

Auranofin ist oral (in Tablettenform) anwendbar und wurde erstmals 1982 zugelassen.<ref>WHO Drug Information (PDF; 5,7 MB), Vol. 2, Nr. 1 (1988), S. 7.</ref> Das Fertigarzneimittel ist in vielen Ländern der EU erhältlich.


Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein