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Geisweid

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Geisweid
Stadt Siegen
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(13902)&title=Geisweid 50° 56′ N, 8° 0′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(13902) 50° 55′ 37″ N, 8° 0′ 5″ O
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Höhe: 250–370 m ü. NN
Fläche: 6,38 km²
Einwohner: 13.902 (31. März 2023)<ref>Universitätsstadt Siegen, Siegen in Zahlen, Hauptwohnsitzbevölkerung nach Stadtteilen am 31.03.2023</ref>
Bevölkerungsdichte: 2.179 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1966
Eingemeindet nach: Hüttental
Postleitzahl: 57078
Vorwahl: 0271
Datei:Geisweid in Siegen.png
Karte
Lage von Geisweid in Siegen

Geisweid (bis 1963 Klafeld (mundartlich Kloawend), später auch Klafeld-Geisweid) ist ein Stadtteil im Norden der Universitätsstadt Siegen.

Geographie

Datei:Siegen Monte Schlacko.jpg
„Monte Schlacko“
Datei:Geisweid Panorama.jpg
Blick auf Teile Langenholdinghausens, Geisweids (Mitte bis Mitte rechts) und Birlenbachs von der Trupbacher Höhe

Geisweid grenzt an die Stadtteile Sohlbach, Weidenau, Setzen, Dillnhütten sowie Birlenbach und Langenholdinghausen. Zudem bezeichnet Geisweid heute einen der sechs Siegener Stadtbezirke, die der Stadtteil gemeinsam mit den Stadtteilen Birlenbach, Meiswinkel, Langenholdinghausen, Dillnhütten, Sohlbach, Buchen, Niedersetzen und Obersetzen bildet.

Topografisch weist das Gebiet des Stadtteils neben der vom Sohlbach – in diesem Bereich größtenteils überbaut – durchzogenen Ebene im Zentrum Geisweids auch diverse Erhebungen auf, an denen Wohngebiete angesiedelt sind. Dies sind neben dem Heckenberg und dem Schießberg der Ruhrst sowie die Wenscht. Im zwischen Schießberg und Wenscht gelegenen Hofbachtal fließt der Hofbach, der sich hier seinen Weg bis ins Geisweider Zentrum bahnt. Zudem befindet sich im Hofbachtal der „Große Schwanenteich“. Unweit davon, im Park im Albichtal, ist der „Kleine Schwanenteich“ gelegen.

Geografisch liegt Geisweid im Ferndorfbachtal sowie in dessen westlich angrenzenden Seitentälern des Birlen- und Sohlbaches auf einer Höhe zwischen 250 und 370 m Höhe. Der Monte Schlacko bildet mit 373,8 m Höhe die höchste, wenn auch künstliche Erhebung in der Ortsgemarkung. Andere Berge sind zum Beispiel der Mühlenberg mit 335 m Höhe.

Geschichte

Datei:Sieg-meisterherd-weissH1a.jpg
Küchenherd aus der Produktion der Siegerländer Herdfabrik, heute im Freilichtmuseum Roscheider Hof
Datei:Krupp Hochhaus Geisweid.jpg
Ehemaliges Hochhaus der Krupp-Stahlwerke

Eine urkundliche Erwähnung von Klafeld (Clafeld),<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Clafeld (Siegen) - Geisweid (Siegen) - Dorfmarkungen - (1727) 1816 (Memento vom 3. Mai 2016 im Internet Archive)</ref> Teil des heutigen Stadtteils Geisweid, fand erstmals zwischen 1079 und 1089 statt. Klafeld wuchs im 17. Jahrhundert mit der damals knapp 250 Jahre alten Hüttensiedlung Geisweid zusammen.

19. und 20. Jahrhundert

1819 wurde eine evangelische Marktschule errichtet, die bis 1937 genutzt wurde.<ref>Dr. Trutzhart Irle: Das alte Siegerland, Gronenberg Verlag Gummersbach, 1978. ISBN 3-88265-021-4</ref>

Geprägt wurde Klafeld durch die stahlverarbeitende Industrie, welche Klafeld in der Vergangenheit zu einer wohlhabenden Gemeinde machte. Davon zeugt heute noch das ausgedehnte Gelände der Deutschen Edelstahlwerke (früher Krupp-Stahlwerke Südwestfalen), sowie die Schlackenhalde, die von den Einwohnern „Monte Schlacko“ genannt wird, ähnlich wie Halden im Ruhrgebiet und im Saarland – die wesentlich größer sind, auch wenn sie nicht so prominent sichtbar sind und das Stadtbild prägen wie in Geisweid. Im Ort gab es zwei große Hüttenwerke. Die Birlenbacher Hütte wurde 1463 erstmals erwähnt und war bis 1971 in Betrieb. Die Bremer Hütte<ref>Horst G. Koch: Erzväter. Berg- und Hüttenleute, Gruben und Hochofenwerke im Siegerland und Westerwald. 1982; S. 130/131</ref> entstand erst 1873 im Zuge der Eisenbahnanbindung. Die Hütte wurde bereits 1929 wieder geschlossen.

Seit 1845 bestanden die Geisweider Eisenwerke. Sie entstanden aus dem alten Geisweider Hammer. 1951 erfolgte die Konsolidation mit dem Stahlwerk Hagen AG zur Stahlwerke Südwestfalen AG, die in der Nachkriegszeit zunächst zu den wichtigsten deutschen Konzernen ihrer Branche gehörte. Von 1974 bis 1984 übernahm dann die Krupp Stahl AG nach und nach das Unternehmen.<ref>Historisches Archiv Krupp - Archivbestände</ref> Nach diversen weiteren Umgliederungen verkaufte Thyssenkrupp 2004 das heute als Deutsche Edelstahlwerke Specialty Steel firmierende Konglomerat aus mehreren deutschen Werken an den Schweizer Stahlkonzern Schmolz + Bickenbach.

Geisweid verfügte über nicht so große Gruben wie die Nachbargemeinde Weidenau. Die größte war die Grube Nordstern, die 1720 erstmals erwähnt wurde. 1855 wurde der Tiefe Stollen angelegt. Gefördert wurden aus einer Teufe von bis zu 67 m Roteisenstein und Eisenglanz, ehe die Grube 1885 wegen Unrentabilität geschlossen wurde.

Am 20. Juli 1881 richtete ein Unwetter nach wochenlang anhaltender Hitze schwere Schäden im Ort an.<ref>Zurückgeblättert..., Siegener Zeitung vom 30. Juli 2011, S. 43</ref>

Bekannt wurde der Stadtteil auch durch die 1896 gegründete Siegerländer Herdfabrik, ab 1927 Umfirmierung in Sieg-Herd-Fabrik. 1964 erfolgt der Umzug des Unternehmens nach Buschhütten bei Kreuztal.

Zwischen 1954 und 1960 entstand in der „Vorderen Wenscht“ eine der sogenannten Marshallplan-Siedlungen. Auf Initiative von Erich Dudziak, dem damaligen Arbeitsdirektor der Stahlwerke Südwestfalen, wurde hier eine Gartenstadt mit 220 Eigenheimen und 330 Mietwohnungen errichtet, die von Helmut Erdle aus Stuttgart und Karl Brunne aus Unna-Hemmerde entwickelt worden war. Gemeinsam mit den bereits vorher ab 1950 bzw. 1952 bebauten Bereichen „Hintere Wenscht“ und „Obere Wenscht“ ist sie heute unter der Bezeichnung Wenscht bekannt.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref><ref>Gartenstadt "Das vordere Wenscht" auf baukunst-nrw</ref>

Am 11. Juni 1963 wurde die Gemeinde Klafeld, wie vom Klafelder Rat am 4. September 1962 gefordert<ref>"Zurückgeblättert...", Siegener Zeitung vom 11. September 2010, S. 43</ref>, in Geisweid umbenannt.<ref></ref> Sie wurde oft überregional als Klafeld-Geisweid bezeichnet. Am 1. Juli 1966 wurde der Ort in die neue Gemeinde Hüttental, die aus dem heutigen Siegener Stadtteil Weidenau und acht weiteren Gemeinden gebildet wurde, eingemeindet.<ref name="Reekers">Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817 – 1967. Aschendorff, Münster (Westfalen) 1977, ISBN 3-402-05875-8.</ref> Bis dahin gehörte er dem Amt Weidenau an. Am 1. Januar 1975 wurde die Stadt Hüttental in die Stadt Siegen eingemeindet.<ref></ref>

Wappen

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen der ehemaligen Gemeinde Klafeld ab 1963 Geisweid]] Blasonierung: „In Blau eine erhöhte eingebogene goldene (gelbe) Spitze (Bergkegel) belegt mit einem blauen Wellenbalken; davor stehend ein Hüttenmann im blauen Hemd, schwarzer Schürze und schwarzem Hut, der mit blauer Zange einen roten Eisenblock greift.“<ref name="Wappen">Wappenbeschreibungen ehemaliger und heutiger Gemeinden des Kreises Siegen-Wittgenstein</ref>
Wappenbegründung: Das Wappen wurde am 2. Mai 1952 vom nordrhein-westfälischen Innenminister genehmigt. Als Symbole dieser Entwicklung sind daher die markante Sandhalde der früheren Bremerhütte als Bergkegel und die beiden Wasserläufe Ferndorfbach und Sohlbach als ein Wellenbalken dargestellt. Der Hüttenmann symbolisiert die Schwerindustrie, die sich aus kleinen Eisenhütten heraus zu weltbekannten Unternehmen im Kreis der Siegerländer Hochofen-, Eisen-, Hütten- und Walzwerke entwickelt hat.

Einwohnerzahlen

Einwohnerzahlen des Ortes:<ref>Otto Schaefer: Der Kreis Siegen, Siegen 1968</ref><ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Siegen-Info: Geisweid (Memento vom 18. Dezember 2015 im Internet Archive)</ref><ref name="Bevölkerung Siegen">siegen.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hauptwohnsitzbevölkerung nach Stadtteilen (Memento vom 24. Januar 2016 im Internet Archive) (regelmäßig aktualisiert)</ref>

Jahr Einwohner
1818 0.534
1885<ref>Westfälisches Gemeindelexikon 1887, S. 110/111.</ref> 2.424
1895<ref>Westfälisches Gemeindelexikon 1897, S. 112/113.</ref> 3.546
1905 5.292
1910<ref>Der Landkreis Siegen im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. April 2023; abgerufen am 13. Februar 2026.</ref> 6.576
1925<ref name="genealogy.net">genealogy.net: Amt Netphen</ref> 7.506
1933<ref name="verwaltungsgeschichte">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> 7.900
Jahr Einwohner
1939<ref name="verwaltungsgeschichte" /> 08.298
1946 09.867
1950 11.039
1961<ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 210.</ref> 15.026
1975 16.562
1986<ref>Siegerländer Heimatkalender 1989, S. 170, 64. Ausgabe, Hrsg. Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e. V., Verlag für Heimatliteratur.</ref> 14.899
1994<ref>Hartmut Eichenauer: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Siegen (Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive) (PDF; 12,2 MB), ca. 1995</ref> 15.205
Jahr Einwohner
1998 14.929
2004 13.647
2006 13.489
2008 13.318
2009 13.270
2010 13.217
2011 13.254
Jahr Einwohner
2012 13.233
2013 13.203
2014 13.297
2015 13.416
2016 13.459
2022 13.798

Infrastruktur und Wirtschaft

Datei:Geisweid2-Rathaus.jpg
Rathaus in Geisweid
Datei:Geisweid14.jpg
Einkaufsstraße in Geisweid – Rijnsburger Straße

Zur heutige Infrastruktur Geisweids gehört eine Einkaufsstraße, in der neben diversen Einzelhändlern und Dienstleistern sowie einem Hotel auch das Rathaus Geisweid angesiedelt ist. Zudem existiert ein Freibad mit 10-Meter-Sprungturm, das im Jahr 2010 mit veranschlagten Baukosten von 2,9 Millionen Euro einer Komplett-Sanierung unterzogen wurde.<ref>Georg Maag: Freibad wird komplett erneuert. In: Westfälische Rundschau. 10. November 2009, abgerufen am 13. April 2025.</ref> Ferner befindet sich auf dem Schießberg die Friesenhalle, die für diverse Veranstaltungen genutzt wird.

Verkehr

Datei:Bahnhof Hüttental-Geisweid.jpg
Bahnhof Siegen-Geisweid vor der Modernisierung

Durch Geisweid führt die Siegener Stadtautobahn Hüttentalstraße, kurz HTS. Vom Busbahnhof Geisweid werden die nördlichen Siegener Stadtteile sowie die Hauptachse Siegen-Kreuztal im Linienverkehr bedient.

Über den Bahnhof Siegen-Geisweid ist Geisweid an die Ruhr-Sieg-Strecke angeschlossen. Bis zum 28. September 1968 (Fahrplanwechsel) trug der Bahnhof die Bezeichnung Geisweid und anschließend bis 2008 die Bezeichnung Hüttental-Geisweid.<ref>Bundesbahndirektion Mainz (Hg.): Amtsblatt der Bundesbahndirektion Mainz vom 28. Juni 1968, Nr. 26. Bekanntmachung Nr. 205, S. 137.</ref>

Bildung

Im Stadtteil sind mehrere Bildungseinrichtungen vorhanden. Auf dem Schießberg liegt die 2016 eingerichtete Gesamtschule am Schiessberg. Die Grundsteinlegung des Gebäudes datiert vom 22. Oktober 1962.<ref>Siegerländer Heimatkalender 1990, S. 24, 65. Ausgabe, Hrsg. Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e. V., Verlag für Heimatliteratur</ref> Die ehemalige Hauptschule, die Geschwister-Scholl-Schule, entstand durch die Zusammenlegung der ehemaligen Klafelder Schule. Sie befand sich in einem 1872 entstandenen Gebäude in der Geisweider Hüttenstraße. Zunächst wurde die Schule in Hauptschule am Schießberg umbenannt, wenig später aber zur eigentlichen Bezeichnung gewechselt. Ihre Heimat erhielt die Schule dann im Anfang der 1980er Jahre errichteten und am 30. September 1982 eingeweihten Neubau oberhalb der Realschule.<ref>"Die Geschwister-Scholl-Schule ein Stück Schulgeschichte in Klafeld-Geisweid" auf der Internetpräsenz der Schule, abgerufen am 16. Juli 2011</ref> Die Realschule sowie die Hauptschule liefen 2021 aus.

In Geisweid gibt es zwei Grundschulen. Auf dem Ruhrst gelegen ist die Geisweider Grundschule. In der Wenscht liegt die Albert-Schweitzer-Grundschule.

Die auf dem Heckenberg befindliche Hüttentalschule war dort seit Anfang der 1980er Jahre angesiedelt. Nachdem ihr Standort vormals in der nahe Birlenbach befindlichen Grundschule in der Diesterwegstraße am Fuße des Schießbergs gelegen war, wurde die Hüttentalschule zum Ende des Schuljahres 2017/2018 geschlossen.<ref>Sebastian Hahn: Schulausschuss: Hüttentalschule wird geschlossen. In: wp.de. 25. April 2017, abgerufen am 17. Februar 2024.</ref>

Überdies existieren folgende Bildungseinrichtungen im Stadtteil:

  • bbz – Berufsbildungszentrum der IHK Siegen<ref>Startseite. Abgerufen am 8. September 2022.</ref>
  • Technologiezentrum Siegen, ein Gründerzentrum u. a. für Start-Up-Unternehmen, das sich anfangs im Lyzeum in Siegen befand (Eröffnung am 28. November 1985<ref>"Zurückgeblättert...", Siegener Zeitung vom 4. Dezember 2010</ref>)

Industrie

Neben den Deutschen Edelstahlwerken haben auch weitere Unternehmen der metallverarbeitenden Industrie ihren Sitz in Geisweid. So war hier unter anderem das Unternehmen EEW-Pickhan angesiedelt, bei dem wiederholt der amerikanische Künstler Richard Serra seine Kunstwerke produzieren ließ. Die Firma wurde im Frühjahr 2019 geschlossen. Heute befindet sich auf dem Gelände die Firma AWS Schäfer Maschinenbau.

Religionen und Weltanschauungen

Auf dem Gebiet des Stadtteils befinden sich mit der Talkirche, der Wenschtkirche und der Kirche St. Maria Immaculata drei Kirchengebäude der christlichen Konfessionen. Seit 1977 besteht in Geisweid zudem die von der DİTİB – Türkisch Islamische Gemeinde zu Siegen betriebene Selimiye-Moschee.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Möglichkeitsdenker besuchen Siegener Moschee (Memento vom 7. Januar 2017 im Internet Archive) auf lebenshilfe-nrw.de, abgerufen am 7. Januar 2017</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Geisweid ist Heimat des mit 27 m² laut Guinness-Buch der Rekorde kleinsten Beatles-Museums der Welt.<ref>Internetpräsenz des Beatles-Museums</ref> Vor dem Gebäude des Technologiezentrums in der Birlenbacher Straße befindet sich zudem ein aus dem Jahr 1898 stammendes 52 Tonnes schweres Schwungrad mit acht Metern Durchmesser, das zuvor seinen Dienst in den Geisweider Eisenwerken im dortigen Blockgerüst 2 des Blockwalzwerks versah.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />"Ein Museum für Industriekultur für das Siegerland" (Memento vom 14. Mai 2013 im Internet Archive) abgerufen im Internet-Archiv am 25. Januar 2016 (PDF; 319 kB)</ref> Das Technologiezentrum steht auf dem Gelände der ehemaligen Birlenbacher Hütte, deren Industrieanlagen in den 1980er und 1990er Jahren der Abrissbirne zum Opfer fielen.

Bauwerke

Datei:Talkirche Geisweid.JPG
Talkirche in Geisweid
Im Oktober und November 2009 wurde das ortsbildprägende und ehemals denkmalgeschützte 14-stöckige Krupp-Hochhaus mit einem Spezialbagger abgerissen. Eine Sprengung des 1957 eingeweihten Baus konnte nicht erfolgen, da in unmittelbarer Nähe die HTS verläuft.<ref>Boris Schopper: Krupp-Hochhaus wird abgerissen. In: Westfalenpost. 11. Juni 2008, abgerufen am 13. April 2025.</ref>
Im Zentrum Geisweids befindet sich die von der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde genutzte Talkirche.
In dem zu Geisweid gehörenden Wohngebiet Wenscht befindet sich mit der 1959 errichteten Kirche St. Maria Immaculata am Hans-Böckler-Platz ein weiteres sakrales Bauwerk.
Ebenfalls in der Wenscht findet sich die am 29. Juni 1958 in Dienst gestellte Wenschtkirche.
Zudem verfügt Geisweid über einen zwischen dem Wohngebiet Ruhrst und dem Geisweider Zentrum gelegenen Friedhof.

Sport

Datei:Hofbachstadion.jpg
Hofbachstadion

Einer der vielen in Geisweid ansässigen Vereine ist der Fußballverein VfL Klafeld-Geisweid 08. In der Saison 1971/72 spielte die Mannschaft in der Regionalliga, die damals die zweithöchste Fußballklasse in der Bundesrepublik war. Ihre Heimspiele trägt die Mannschaft im Geisweider Hofbachstadion aus. Des Weiteren ist auch ein traditionsreicher Sportverein, die TG Friesen, hier beheimatet.

Regelmäßige Veranstaltungen

Datei:GeisweiderFlohmarkt.JPG
Geisweider Flohmarkt

In Geisweid findet von März bis November jeweils am ersten Samstag des Monats ein Flohmarkt statt. Dieser gehört zu den größten im südwestfälischen Raum.<ref>Offizielle Homepage zum Flohmarkt</ref>

Standort dieser seit 1970 durchgeführten Veranstaltung ist die ansonsten als Parkplatz genutzte Fläche unter der Hüttentalstraße, nachdem der Flohmarkt bis Anfang der 1990er Jahre zunächst im Geisweider Einkaufszentrum stattfand.

Persönlichkeiten

Weblinks

Commons: Geisweid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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