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Thomas Fantl

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Thomas Fantl (* 9. Dezember 1928 in Prag; † 20. Juli 2001 in München) war ein tschechisch-deutscher Filmregisseur.<ref name="Rodek 2001" />

Leben

Fantl entstammte einer deutsch-jüdischen Familie. Sei Vater war Druckereibesitzer und seine Mutter Modistin.<ref name="Rodek 2001" /> Er überlebte den Holocaust; in den Jahren 1941 bis 1945 wurde er in die KZ Buchenwald, ins Ghetto Theresienstadt und ins KZ Auschwitz deportiert.<ref name="Rodek 2001" /><ref name="Löser 2024">Claus Löser: Von Worten zum Mord: Filme gegen Antisemitismus in Berlin. In: berliner-zeitung.de. Abgerufen am 10. Dezember 2025: „1985 … Zwei Jahre später drehte er mit seinem Sohn Jan Fantl den autobiografisch intendierten, privat produzierten Dokumentarfilm „Theresienstadt – Bahnsteig nach Auschwitz“.“</ref><ref>Yad Vashem: Deportation from Prague to Theresienstadt in July 1942. Testimony of Thomas Fantl. auf YouTube, 24. Januar 2011.</ref>

Nach dem Krieg arbeitete er an der FAMU in Prag und war u. a. Regieassistent von Juri Weiss.<ref name="Rodek 2001" /> Zwischen 1954 und 1955 erhielt er in der Tschechoslowakei Arbeitsverbot und emigrierte 1957 in die Bundesrepublik Deutschland,<ref name="Rodek 2001" /> wo er zunächst als Lektor und Dramaturg bei der Film-Hansa arbeitete. Seit 1963 war Fantl freier Regisseur, vorwiegend für das ZDF. 1964 entstand der Spielfilm Die Zeit der Schuldlosen nach dem Drama von Siegfried Lenz, mit dessen Mitarbeit am Drehbuch.<ref name="Rodek 2001" /> Unter anderem führte Fantl Regie zur Fernsehserie Unterwegs nach Atlantis (1982). Insgesamt führte Fantl 43 Mal Regie, wobei er seit Anfang der 1980er Jahre nur noch sporadisch tätig war.

Der Filmproduzent Jan Fantl ist sein Sohn.<ref name="Rodek 2001">Hanns-Georg Rodek: Im Borgward mit Schindler. In: Die Welt. 18. August 2001, abgerufen am 10. Dezember 2025: „Thomas Fantl wurde am 9. Dezember 1928 in Prag geboren und starb am 20. Juli 2001 in München.“</ref>

Film

Dokumentation

  • 1987: Theresienstadt, Bahnsteig nach Auschwitz<ref name="Löser 2024" />

Literatur

  • Kay Weniger: Zwischen Bühne und Baracke. Lexikon der verfolgten Theater-, Film- und Musikkünstler 1933 bis 1945. Metropol, Berlin 2008, ISBN 978-3-938690-10-9, S. 110 (Mit einem Geleitwort von Paul Spiegel).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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