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Prostaglandin D2

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Strukturformel
Strukturformel von Prostaglandin D2
Allgemeines
Name Prostaglandin D2
Andere Namen

(5Z,9ξ,13E,15S)-9,15-Dihydroxy-11-oxoprosta-5,13-dien-1-säure

Summenformel C20H32O5
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer (Listennummer) 636-995-9
ECHA-InfoCard 100.164.741
PubChem 448457
ChemSpider 395250
DrugBank DB02056
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Eigenschaften
Molare Masse 352,47 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref>Vorlage:CL Inventory/nicht harmonisiertFür diesen Stoff liegt noch keine harmonisierte Einstufung vor. Wiedergegeben ist eine von einer Selbsteinstufung durch Inverkehrbringer abgeleitete Kennzeichnung von Vorlage:Linktext-Check im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​360
P: ?
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Prostaglandin D2 (oder kurz: PGD2) gehört zu den Prostaglandinen. Es wird durch die Prostaglandin D-Synthase aus PGH2 gebildet. Es gehört zu den Gewebshormonen, aktiviert den membranständigen DP-Rezeptor und bewirkt in den Zellen die vermehrte Bildung von cAMP. Im Säugetierorganismus werden große Mengen an PGD2 in Mastzellen und im Gehirn und vermehrt auch in der Kopfhaut des Menschen mit androgenetischem Haarausfall gefunden. Von Prostaglandin F2α wird vermutet, dass es dem PGD2 bei Alopezie entgegenwirkt.

Wirkungen

  • PGD2 bewirkt (zusammen mit Thromboxan und PGF) eine Kontraktion der bronchialen Luftwege bzw. verstärkt eine Reaktion auf andere Bronchokonstriktoren bei asthmatischen Patienten. Die Konzentration von PGD2 und TXA2 in dem Bronchialsekret asthmatischer Patienten ist 10-fach höher als bei Kontrollpatienten, insbesondere nachdem sie mit Allergenen in Berührung kamen.
  • PGD2 senkt die Körper-Temperatur.
  • PGD2 wirkt schlafanstoßend. Patienten mit systemischer Mastozytose schliefen tief ein, wenn ihre Mastzellen große Mengen an PGD2 produziert hatten.<ref name="Simmons">Daniel L. Simmons, Regina M. Botting, Timothy Hla: Cyclooxygenase Isozymes: The Biology of Prostaglandin Synthesis and Inhibition. In: Pharmacological Reviews. Band 56, Nr. 3, 2004, S. 387–437, doi:10.1124/pr.56.3.3, PMID 15317910.</ref>
  • PGD2 wurde 2012 – im Zusammenwirken mit dem Steroidhormon Dihydrotestosteron (DHT) – auf Grund von Versuchen in der menschlichen Gewebekultur und an Mäusen als vermutliche Ursache des erblich bedingten Haarausfalls bei Männern (Alopecia androgenetica) identifiziert.<ref name="DOI_10.1126/scitranslmed.3003122">Luis A. Garza, Yaping Liu, Zaixin Yang, Brinda Alagesan, John A. Lawson, Scott M. Norberg, Dorothy E. Loy, Tailun Zhao, Hanz B. Blatt, David C. Stanton, Lee Carrasco, Gurpreet Ahluwalia, Susan M. Fischer, Garret A. FitzGerald, George Cotsarelis: Prostaglandin D 2 Inhibits Hair Growth and Is Elevated in Bald Scalp of Men with Androgenetic Alopecia. In: Science Translational Medicine. Band 4, Nr. 126, 2012, doi:10.1126/scitranslmed.3003122, PMID 22440736.</ref><ref>Androgenetische Alopezie: Prostaglandin erklärt Haarausfall. Deutsches Ärzteblatt vom 22. März 2012.</ref>
  • PGD2 wirkt teilweise gegenläufig zu PGE2
  • PGD2 wirkt vasodilatorisch.

Einzelnachweise

<references/>