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Wilfried Haslauer junior

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Datei:Wilfried Haslauer 2023.jpg
Wilfried Haslauer (2023)

Wilfried Haslauer junior (* 3. Mai 1956 in Salzburg) ist ein österreichischer Jurist und Politiker (ÖVP). Von Juni 2013 bis Juli 2025 hatte er das Amt des Landeshauptmannes des Bundeslandes Salzburg inne.

Leben

Wilfried Haslauer, Sohn des ehemaligen Salzburger Landeshauptmanns Wilfried Haslauer senior, wuchs in Neumarkt am Wallersee auf, wo er auch die Volksschule besuchte. Nach der Matura am Akademischen Gymnasium in Salzburg studierte er Rechtswissenschaften in Salzburg und Wien. Das Studium schloss er 1979 mit dem Doktorat ab, wobei er noch zusätzlich Volkswirtschaft als Teilstudium absolvierte. Nach einem Gerichtsjahr in Wien und Salzburg verfolgte Haslauer den Weg der Anwaltslaufbahn.

Von 1985 bis 2004 war Wilfried Haslauer selbständiger Rechtsanwalt mit vier weiteren Partnern in Salzburg.

Er ist Mitglied der MKV-Verbindung K.ö.St.V. Almgau Salzburg und der ÖCV-Verbindungen Rheno-Juvavia Salzburg, Babenberg Wien und Rupertina Salzburg sowie Kürnberg Wien.

Wilfried Haslauer ist verheiratet und Vater von vier Kindern. Im Juni 2017 heiratete er in dritter Ehe seine Lebensgefährtin Christina Rößlhuber, Trauzeuge war Harald Preuner.<ref>orf.at: Landeshauptmann Haslauer hat geheiratet. Artikel vom 21. Juni 2017, abgerufen am 17. Juni 2018.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Salzburger Nachrichten: Landeshauptmann Wilfried Haslauer hat geheiratet (Memento vom 17. Juni 2018 im Internet Archive). Artikel vom 21. Juni 2017.</ref>

Von 2004 bis 2009 war er Mitglied des Aufsichtsrates der Salzburg AG; im Herbst 2018 wurde er als Nachfolger von Christian Struber zum Aufsichtsratsvorsitzenden bestellt.<ref>Salzburg AG: Wilfried Haslauer ist nun neuer Aufsichtsratsvorsitzender. Artikel vom 2. Oktober 2018, abgerufen am 2. Oktober 2018.</ref>

Nach Ende seiner Amtszeit als Landeshauptmann im Juli 2025 kehrte er in seinen ursprünglichen Beruf als Rechtsanwalt zurück.<ref>Wilfried Haslauer eröffnet Anwaltskanzlei. In: ORF.at. 30. Juli 2025, abgerufen am 30. Juli 2025.</ref><ref>Neuer Job für Salzburgs Ex-Landeshauptmann Haslauer. In: Kurier.at. 30. Juli 2025, abgerufen am 30. Juli 2025.</ref>

Politische Laufbahn

Wilfried Haslauer war Kurator<ref>Kurator. Abgerufen am 27. Mai 2023.</ref> in der Denkfabrik der ÖVP, dem Seebrunner Kreis und Präsident der Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek, eines Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien.

Zwischen 2002 und Februar 2004 verteidigte Haslauer die Angeklagten im Strafprozess zur Brandkatastrophe von Kaprun im Jahr 2000, bei welcher 155 Menschen umkamen.<ref>Alle Freisprüche bestätigt. 27. September 2005, abgerufen am 11. November 2025.</ref> Als einer von insgesamt 20 Verteidigern, und dem späteren Justizminister Wolfgang Brandstetter als Hauptverteidiger, endete der Prozess mit Freisprüchen für alle Angeklagten.<ref>25 Jahre Kaprun-Unglück:Schuldfrage bis heute ungeklärt. 11. November 2025, abgerufen am 11. November 2025.</ref>

Unter anderem wegen seiner Beziehungen zur Wirtschaft und Erfahrungen in ÖVP-Kreisen rückte er in der Landtagswahl am 7. März 2004 an die Spitze der Salzburger Volkspartei.

Seit 28. April 2004 war Wilfried Haslauer junior stellvertretender Landeshauptmann von Salzburg und Landesobmann der Salzburger Volkspartei gewesen. In sein Aufgabengebiet fielen die Ressorts Wirtschaft, Tourismus, Betriebliche Forschung, Gemeinden, Verkehr, Landesmuseen- und Galerien sowie kulturelle Sonderprojekte.

Nach dem Erfolg seiner Partei bei der Landtagswahl in Salzburg 2013<ref>Machtwechsel in Salzburg: Nach SPÖ-Niederlage ist ÖVP am Zug. In: Salzburger Nachrichten, vom 6. Mai 2013. Abgerufen am 6. März 2016.</ref> wurde Haslauer am 19. Juni 2013 zum Landeshauptmann in der Landesregierung Haslauer jun. I gewählt.<ref>Bernhard Gaul: Salzburg: Premiere für Schwarz-Grün-Gelb. Die neue Salzburger Landesregierung. In: Kurier, vom 12. Juni 2013. Abgerufen am 6. März 2016.</ref> Nach der Landtagswahl 2018 wurde er am 13. Juni 2018 in der konstituierenden Landtagssitzung der 16. Gesetzgebungsperiode im Salzburger Landtag als Landeshauptmann der Landesregierung Haslauer jun. II einstimmig wiedergewählt.

Nach der Landtagswahl 2023 bildete Haslauer eine Koalition mit der FPÖ<ref>ORF at/Agenturen pepr: Angelobung am 14. Juni: ÖVP-FPÖ-Regierung in Salzburg präsentiert. 26. Mai 2023, abgerufen am 27. Mai 2023.</ref>, womit er Marlene Svazek zu seiner Stellvertreterin (Vizelandeshauptfrau) machte. Zuvor hatte die FPÖ Salzburg ihr bestes Ergebnis seit Parteigründung erreicht. Nach der Präsentation der neuen Landesregierung gab Haslauer an, dass er den 2. Landeshauptmann-Stellvertreter, Ex-Abgeordneten zum Nationalrat Stefan Schnöll als Nachfolger haben wolle.<ref>ORF at/Agenturen red: Salzburg: Hauslauer rechtfertigt Koalition mit FPÖ. 27. Mai 2023, abgerufen am 27. Mai 2023.</ref> Am 9. Jänner 2025 wurde bekanntgegeben, dass Schnöll für das Amt aus privaten Gründen nicht zur Verfügung stehe<ref>Nikolaus Klinger: Darum wollte Schnöll nicht Landeshauptmann werden. 10. Januar 2025, abgerufen am 9. März 2025.</ref> und Karoline Edtstadler die Nachfolge als Landeshauptfrau antreten soll.<ref>Hellin Jankowski: Edtstadler folgt Salzburgs Landeshauptmann Haslauer nach. Die Presse, 9. Januar 2025, abgerufen am 9. Januar 2025.</ref>

Kontroversen

Im Zuge steigender Infektionszahlen in der Covid-19-Pandemie resümierte Haslauer am 10. November 2021, Virologen würden Menschen zum Schutz vor einer Infektion am liebsten einsperren.<ref name=standard>derstandard.at (mit Video-Ausschnitt)</ref> Ärzte und Wissenschaftler kritisierten ihn dafür scharf.<ref>"Verdursten"-Sager: Experten empört über Haslauer. In: Oberösterreichische Nachrichten. Abgerufen am 13. November 2021.</ref><ref>Forscher Klimek zu Haslauer-Spruch: Bald "einen Schritt weiter zur Bananenrepublik". In: derStandard.at. Abgerufen am 13. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Ärztekammer-Präsident kritisiert Haslauer scharf. In: Salzburg24.at. 12. November 2021, abgerufen am 13. November 2021.</ref> Der Facharzt für Hygiene und Mikrobiologie Hans-Peter Hutter kritisierte Haslauers Behauptung und sagte, die damit vermittelte Botschaft sei „sowohl in Richtung Geimpfte als auch in Richtung Ungeimpfte falsch“.<ref name=standard />

Schriften

  • Wilfried Haslauer: Rede und Antwort. Anton Pustet, Salzburg 2010, ISBN 978-3-7025-0614-8.

Auszeichnungen

Weblinks

Commons: Wilfried Haslauer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Zweite Republik: Schemel | Hochleitner | Rehrl | Klaus | Lechner | Haslauer senior | Katschthaler | Schausberger | Burgstaller | Haslauer junior | Edtstadler

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