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Heliothelinae

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Heliothelinae
Datei:Phanomorpha dapsilis.jpg

Phanomorpha dapsilis

Systematik
Unterstamm: Sechsfüßer (Hexapoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Überfamilie: Zünslerfalter (Pyraloidea)
Familie: Crambidae
Unterfamilie: Heliothelinae
Wissenschaftlicher Name
Heliothelinae
Amsel, 1961

Die Heliothelinae sind eine Unterfamilie von Schmetterlingen aus der Familie der Crambiden (Crambidae).

Merkmale

Das Corpus bursae der Weibchen ist mit einem auffälligen, nach innen gerichteten Dorn ausgestattet. Das Corpus bursae besitzt darüber hinaus nicht den bei den meisten Arten der Scopariinae vorhandenen Apendix bursae (Diverticulum). Die Heliothelinae haben ebenso wie die Crambinae und die Glaphyrinae ein Pecten, einen sogenannten Haarkamm. Dieser besteht aus einer Reihe haarartiger Schuppen, die auf dem Hinterflügel unterhalb der Zelle auf dem Stamm der Cubitalader entspringt. Viele Arten ähneln kleinen Eulenfaltern.<ref name="MLE4"/><ref name="Nuss1998"/><ref name="Nuss1999"/>

Verbreitung

Die Vertreter der Unterfamilie kommen auf den Kontinenten der Alten Welt und in Australien vor.<ref name="MLE4"/>

Biologie

Die Arten des Tribus Heliothelini sind tagaktiv und besiedeln heiße und trockene Habitate.<ref name="MLE4"/> Die in den tropischen Regionen Australiens vorkommenden Arten (Hoploscopini) sind nachtaktiv.<ref name="Leraut 2012"/>

Systematik

Die Gattung Heliothela wurde ursprünglich in der Familie Hercynidae (=Odontiinae) errichtet. <templatestyles src="Person/styles.css" />Hampson verschob sie 1899 in die Unterfamilie Pyraustinae. Nachdem die Genitalmorphologie in der Systematik der Schmetterlinge eine größere Rolle spielte, stellte <templatestyles src="Person/styles.css" />Amsel 1961 die Tribus Heliothelini auf. Dabei unterscheiden sich die Arten der Gattung Heliothela durch den zweigeteilten Gnathos der Männchen von den übrigen Pyraustinae, die normalerweise keinen Gnathos besitzen. <templatestyles src="Person/styles.css" />Amsel betrachtete die Heliothelini und Scopariini weiterhin als eigenständige Gruppen innerhalb der Pyraustinae. Später stellte <templatestyles src="Person/styles.css" />Leraut die Gattung Heliothela in die Unterfamilie Scopariinae. <templatestyles src="Person/styles.css" />Minet erhob schließlich 1982 die Tribus Heliothelini zur Unterfamilie und trennte sie damit von den Scopariinae.<ref name="MLE4"/><ref name="Nuss1998"/>

Die Unterfamilie Heliothelinae besteht zurzeit aus fünf Gattungen mit insgesamt 49 Arten. Heliothela wulfeniana ist die einzige Art der Unterfamilie die auch in Europa vorkommt. Die Artenliste basiert auf der Globiz-Datenbank.<ref name="Globiz"/>

    • Heliothela <templatestyles src="Person/styles.css" />Guenée, 1854. Paläarktis, Orientalis, Afrotropis, Australis. 10 Arten.

Belege

<references> <ref name="MLE4"></ref> <ref name="Globiz">Global Information System on Pyraloidea (GlobIZ). Abgerufen am 2. Oktober 2014.</ref> <ref name="Nuss1998">Nuss, Matthias (1998): The Scopariinae and Heliothelinae stat. rev. (Lepidoptera Pyraloidea Crambidae) of the Oriental Region - a revisional synopsis with descriptions of new species from the Philippines and Sumatra. Nachr.entomol. Ver. Apollo, Suppl. 17: S. 498</ref> <ref name="Nuss1999">Nuss, Matthias (1999): Revision der Gattungen der Scopariinae (Lepidoptera: Pyraloidea, Crambidae). Nova Suppl. Ent. 13: S. 11</ref> <ref name="Leraut 2012"></ref> </references>

Weblinks

  • Heliothela wulfeniana (SCOPOLI, 1763). Lepiforum e. V.: Bestimmungshilfe des Lepiforums für die in Deutschland, Österreich und der Schweiz nachgewiesenen Schmetterlingsarten., abgerufen am 2. Oktober 2014.