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Leichtwasserreaktor

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Datei:Reactor Vessel head.jpg
Reaktordruckbehälterdeckel in einer Fabrikhalle mit Steuerstabantrieben für einen Druckwasserreaktor. (c. 2006)

Leichtwasserreaktor (LWR, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) heißt eine Kernreaktorvariante, bei der sogenanntes leichtes Wasser als Kühlmittel und Moderator verwendet wird.<ref></ref> „Leichtes Wasser“ bezeichnet dabei gewöhnliches Wasser (H2O), das überwiegend das leichteste Wasserstoffisotop Protium enthält, im Gegensatz zu schwerem Wasser (D2O).

Mit der Bezeichnung Leichtwasserreaktor ist fast immer ein Leistungsreaktor gemeint, also eine Anlage zur Erzeugung thermischer Energie zur Erzeugung von elektrischer Energie bzw. Strom. Leichtwasserreaktoren erzeugen fast 90 % der kommerziellen Kernenergie weltweit<ref name=":0">PRIS - Reactor status reports - In Operation & Suspended Operation - By Type. IAEA, abgerufen am 19. Mai 2023.</ref> und bis 2023 100 % in Deutschland.

Design

Typen

Es gibt zwei Grundtypen des Leichtwasserreaktors,

  • den {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) und
  • den {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value).

Moderne PWR- oder BWR-Leistungsreaktoren bzw. Kernkraftwerke (KKW) liefern rund <math>\approx</math> 3 Gigawatt thermische Energie bzw. <math>\approx</math> 1 GW elektrische Energie, d. h. haben einen Wirkungsgrad von 1/3 oder ca. 33 %.

Moderator und Kühlmittel

Bei LWR dient leichtes Wasser als Moderator und Kühlmittel.

Kernbrennstoff

LWR werden fast ausschließlich mit Kernbrennstoff in Oxidform<ref>Vera Haase et al.: U Uranium: Supplement Volume C5 Uranium Dioxide, UO2, Physical Properties. Electrochemical Behavior. Hrsg.: Gmelin. Springer Berlin Heidelberg, Berlin, Heidelberg 1986, ISBN 978-3-662-10721-8, doi:10.1007/978-3-662-10719-5 (springer.com [abgerufen am 28. Februar 2025]).</ref> beladen, entweder reines Uranoxid oder Uran-Plutonium-Mischoxid (MOX), viz. UO2-PuO2.

Die Atomkerne des leichten Wasserstoffs (Protonen) neigen dazu, Neutronen einzufangen. Daher ist ein im Vergleich zu Schwerwasserreaktoren größeres Reaktorvolumen und ein höherer Gehalt (Konzentration) des Spaltmaterials Uran-235 im Kernbrennstoff nötig. Der Anreicherungsgrad des Uranoxid muss etwa 3 bis 5 % betragen; mit Natururan (0,7 % Uran-235 und 99,3 % Uran-238) wird ein Leichtwasserreaktor nicht kritisch. Diese Anforderung setzt entsprechende Anreicherungskapazitäten bzw. -anlagen voraus.

Geschichte

Das erste Kernkraftwerk mit Siedewasserreaktor (SWR) weltweit war das Kernkraftwerk Vallecitos, gebaut und betrieben von General Electric, 1957. Die Entwicklung zu dem SWR-System geht auf die BORAX-Experimente zurück.

Das erste Kernkraftwerk mit Druckwasserreaktor (DWR) weltweit war das Kernkraftwerk Shippingport,<ref>Jeremy Hampshire: The legacy of the Shippingport Atomic Power Station. American Nuclear Society, 26. Mai 2023, abgerufen am 30. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> gebaut von 1954 bis 1958 durch die Westinghouse Electric Company zusammen mit Naval Reactors (bzw. der Atomic Energy Commission). Es basierte auf dem gleichen Reaktordesign für den Antrieb von Schiffen und U-Boote.<ref>Shippingport Nuclear Power Station. American Society of Mechanical Engineers, abgerufen am 30. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Siehe die zitierte Broschüre dort.).</ref> Bereits 1954 wurde das erste Atom-U-Boot der U.S. Navy, die Nautilus, in Betrieb genommen. Das DWR-System feierte im Jahr 2017 sein 50-jähriges Jubiläum als Stromproduzent.<ref></ref>

Das weltweit erste „Großkernkraftwerk“ mit DWR und Leistung von über 1 GWe Energie (bekannt als 1300-MW-Klasse) war das deutsche Kernkraftwerk Biblis A, gebaut von der Kraftwerk Union AG (KWU) im Jahr 1975. Die Weiterentwicklung der DWR-Technik ist der Europäische European Pressurized Reactor (EPR), der Amerikanische AP1000, der Koreanische Advanced Power Reactor 1400, der Chinesische HPR1000, die Russische VVER-Baureihe u. v. m.

Literatur

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Allgemein

DWR

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SWR

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Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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