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Progymnasium

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Ein Progymnasium oder ein Untergymnasium ist meist eine Sonderform des Gymnasiums.<ref name=":0">Ministerin: Rückkehr zu G9 ändert wenig für die Progymnasien. In: Staatsanzeiger BW. 26. November 2024, abgerufen am 2. März 2026.</ref> Der Begriff hat in verschiedenen Ländern unterschiedliche Bedeutungen.

Deutschland

Ein Progymnasium ist in Deutschland ein allgemeinbildendes Gymnasium, meist im ländlichen Raum, das jedoch nicht voll ausgebaut ist, also nicht alle Klassenstufen eingerichtet hat; es endet meist nach der 10. Klasse.<ref name=":0" /> Dies ändert sich auch nicht mit der Rückkehr einiger Bundesländer in Deutschland zum Gymnasium mit 13 Klassenstufen, z. B. Baden-Württemberg ab 2025/26.<ref>Innovationen in „G9 neu“. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, abgerufen am 2. März 2026.</ref> Das Progymnasium muss weiterhin keine 11. Jahrgangsstufe anbieten, so dass die Schüler mit dem Versetzungszeugnis die Möglichkeit haben, an ein voll ausgebautes Gymnasium oder ein berufliches Gymnasium zu wechseln und dort das Abitur zu absolvieren.<ref name=":0" />

Der Vorteil der Progymnasien liegt vor allem für jüngere Schüler in ihrem zahlenmäßig überschaubaren Umfang, was den Übergang an das Gymnasium erleichtert.<ref name=":1">PG - eine gute Entscheidung. Progymnasium Altshausen, 2026, abgerufen am 21. März 2026.</ref>

Progymnasien findet man meist in kleineren Orten, um den Schulweg der Schüler zu verkürzen und erträglich zu gestalten.<ref name=":1" /><ref>Schulprofil – Caspar-Mohr-Progymnasium. Caspar-Mohr-Progymnasium, 2026, abgerufen am 21. März 2026.</ref> Ein Ausbau zur Oberstufe wird von einigen Progymnasien angestrebt oder ist bereits umgesetzt,<ref>Entwicklung der Progymnasien nach Einführung des gene- rell achtjährigen allgemeinbildenden Gymnasiums. Landtag von Baden-Württemberg, 16. Mai 2002, abgerufen am 21. März 2022.</ref> wie zum Beispiel in Haigerloch.<ref>Gymnasium Haigerloch: Zum 70-jährigen Bestehen: Nur her mit allen Ehemaligen! Südwest Presse, 17. September 2023, abgerufen am 21. März 2026.</ref>

In der Vergangenheit wurde der Begriff auch für neu gegründete Gymnasien verwendet, die erst nach und nach aufgebaut wurden, d. h. es wurde zunächst die erste Klassenstufe (Sexta) eingerichtet und die höheren Klassenstufen erst jeweils durch die weitere Versetzung dieses Schülerjahrgangs gebildet. Erst wenn der erste Jahrgang das Abitur erreicht hatte, waren alle Klassenstufen vorhanden. Ein Beispiel ist das Hartmanni Gymnasium Eppingen, das 1967 vom Progymnasium zum Gymnasium aufgestockt wurde.<ref>Geschichte - das HGE - HGE. Hartmanni-Gymnasium Eppingen, abgerufen am 31. März 2026.</ref>

Im 19. Jahrhundert gab es auch häufig Progymnasien, die mit sieben – später sechs – Schuljahren den oberen Klassen als eine Art Vorschule vorgeschaltet waren. Diese gymnasialen Proanstalten bestanden immer dort, wo das Schüleraufkommen für ein Fortführen bis zum Abitur zu gering war.<ref></ref>

Schweiz

Das Progymnasium (Untergymnasium, Leistungszug P) ist in der Schweiz jener Teil der gymnasialen Schulbildung, der noch während der obligatorischen Schulzeit verläuft.<ref>Sekundarschule P bereitet künftig auch auf die Berufsbildung vor. Kanton Solothurn, 2026, abgerufen am 31. März 2026.</ref><ref>Leistungszüge und Durchlässigkeit. Kanton Basel-Stadt, 19. Dezember 2023, abgerufen am 31. März 2026.</ref>

Siehe dazu Kantonsschule.

Litauen

In Litauen ist das Progymnasium ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) eine allgemeinbildende Schule der Klassenstufen fünf mit acht, die an die vierjährige Grundschule anschließt.<ref>SCHULWÄRTS! in Litauen - Goethe-Institut. Goethe-Institut, 2026, abgerufen am 31. März 2026.</ref>

Literatur

  • Ludwig Adolf Wiese: Das höhere Schulwesen in Preussen. Historisch-statistische Darstellung. 2. Auflage. Wiegandt & Grieben, Berlin 1869, S. 72–74 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek).

Einzelnachweise

<references />

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