Altschauerberg
Altschauerberg Markt Emskirchen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(42)&title=Altschauerberg 49° 32′ N, 10° 42′ O
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| Höhe: | 345–363 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 42 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987" /> | |||||
| Postleitzahl: | 91448 | |||||
| Vorwahl: | 09104 | |||||
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Altschauerberg ist ein Gemeindeteil des Marktes Emskirchen im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Altschauerberg liegt in der Gemarkung Schauerberg.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Das Dorf liegt an einem namenlosen rechten Zufluss der Mittleren Aurach. Der Ort ist im Norden und Osten vom Waldgebiet Hoch und im Süden vom Kalbsholz umgeben. 0,75 km südwestlich liegt die Egertenhöhe (405 m ü. NHN). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Neuschauerberg zur Staatsstraße 2244 (0,3 km nordwestlich) bzw. zu einer Gemeindeverbindungsstraße (1,1 km südöstlich), die nach Emskirchen (1,8 km nördlich) bzw. nach Dürrnbuch zur Kreisstraße NEA 19 verläuft (1,3 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1361/64 im burggräflichen Salbuch als „Schaurberg under der Puerg“ erstmals urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit war es ein Amt der Burggrafschaft Nürnberg, dem u. a. die Orte Bräuersdorf, Dürrnbuch, Ebersbach, Eckenberg, Gunzendorf, Hohholz und Pirkach unterstanden. Alt-Schauerberg galt einst als Raubritternest und war früher auch im Besitz des Eppelein von Gailingen.<ref>M. Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933, S. 59.</ref> 1421 erhielt Michael von Rennhofen das Burggut zu „Schawerberg“ von Markgraf Friedrich I. zu Lehen.<ref>H. Sponholz (Hrsg.): Landkreis Neustadt an der Aisch, S. 123.</ref> Wie das Amt Rennhofen wurde das Amt Schauerberg 1464 dem Amt Emskirchen, das zu dieser Zeit über einen über Blut, Handel und Hals richtenden Fraischrichter verfügte, zugewiesen.<ref>M. Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933. S. 106.</ref> Der Name Alt-Schauerberg ist erst seit 1801 zur Unterscheidung von der erst im 18. Jahrhundert angelegten Siedlung Neuschauerberg bezeugt.<ref>J. K. Bundschuh: Alt-Schauerberg, Band 1, Sp. 63.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Altschauerberg acht Anwesen (eine Mühle, sechs Güter und ein Tropfgütlein). Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Fraischvogteiamt Emskirchen-Hagenbüchach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Kasten- und Jurisdiktionsamt Emskirchen.<ref name="HistAtlasFI2">Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 127 (Digitalisat).</ref>
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und dem Kammeramt Emskirchen. Im Jahr 1810 kam Altschauerberg zum neuen Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde es dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Emskirchen zugeordnet. Es gehörte auch der 1813 gebildeten Munizipalgemeinde Emskirchen an. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Schauerberg, zu der der Ort gehörte. Am 1. Januar 1970 wurde die Gemeinde Schauerberg nach Emskirchen eingemeindet.<ref>Emskirchen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 20. April 2025.</ref>
Deutschlandweite Bekanntheit erhielt der Gemeindeteil wegen des ehemals dort lebenden YouTubers Rainer Winkler namens „Drachenlord“, nach dessen Veröffentlichungen von 2014 bis Februar 2022 immer wieder größere Personengruppen an seinen Wohnort zogen. Dadurch kam es zu Auseinandersetzungen mit ihm und zu Belästigungen seiner Nachbarn, insbesondere zu Ruhestörungen.<ref>Drachenlord: Auch Corona stoppt die „Hater“ nicht. In: Nordbayern.de. 12. November 2020, abgerufen am 28. Februar 2022.</ref><ref>Tobi Lang: "Andrang ist größer": Wirbel um Räumungstermin: „Drachenlord“ noch in Altschauerberg – Polizei meldet mehr Einsätze. In: Nordbayern.de. 5. Januar 2022, abgerufen am 28. Februar 2022.</ref><ref>Tobi Lang: "Bin dann mal weg": Altschauerberg atmet auf: Der Drachenlord ist ausgezogen. In: Nordbayern.de. 28. Februar 2022, abgerufen am 28. Februar 2022.</ref> Nachdem er sein Grundstück mit dem dazugehörigen Haus an die Kommune verkauft hatte und Ende Februar 2022 ausgezogen war, ließ diese das Wohnhaus Mitte März 2022 abreißen.<ref>Annika Svitil: Ruhe in Altschauerberg? Haus des Drachenlords abgerissen. In: BR.de. 16. März 2022, abgerufen am 18. März 2022.</ref> Noch im August 2025 versammelten sich mehrere Tausend Gegner des Youtubers in Altschauerberg.<ref>„Drachenlord“-Hater: Tausende laufen in Altschauerberg auf, obwohl der Youtuber längst weggezogen ist. In: FAZ.net. 9. August 2025, abgerufen am 12. August 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Altschauerberg ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Kilian (Emskirchen) gepfarrt.<ref name="HistAtlasFI2" /><ref name="OV 1961" />
Sehenswürdigkeiten
Beliebtes Wanderziel ist die in einem Buchenwald oberhalb von Altschauerberg gelegene Burgruine Schauerberg aus dem 14. Jahrhundert. Für die Überreste der 1388 im Städtekrieg zerstörten Burg ist im Volksmund die Bezeichnung „Eppala“ geläufig.<ref>Im herbstlichen Land dem Frühling entgegen. Wanderung bei Emskirchen. Nordbayern.de, 1. April 2011, abgerufen am 19. Mai 2021.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Alt-Schauerberg. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 63 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Schauerberg. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 75 (Digitalisat).
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3877070132 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 127 (Digitalisat). Ebd. S. 205 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Hans Sponholz u. a. (Hrsg.): Landkreis Neustadt an der Aisch. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1972, DNB 720137675, S. 122–123.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Altschauerberg in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Altschauerberg im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Altschauerberg | Borbath | Bottenbach | Brunn | Buchklingen | Dürrnbuch | Eckenberg | Elgersdorf | Emskirchen | Fallmeisterei | Finkenmühle | Flugshof | Grieshof | Gunzendorf | Hohholz | Kaltenneuses | Leitsmühle | Mausdorf | Neidhardswinden | Neuschauerberg | Oberniederndorf | Pirkach | Plankstatt | Prackenhof | Rennhofen | Riedelhof | Schneemühle | Sixtmühle | Tanzenhaid | Weihermühle | Wulkersdorf
Sonstige Wohnplätze: Schauerberger Mühle | Ziegelhütte (Emskirchen) | Ziegelhütte (Hohholz)
Wüstung: Vierzehnmorgen