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Josef Hengge

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Josef Hengge (auch: Joseph Hengge; * 23. Januar 1890 in Kempten (Allgäu)<ref>Martin Kellenberger: Stadt Kempten. Buch der Erinnerung. Kempten 1937, S. 66.</ref>; † 21. März 1970 ebenda) war ein deutscher Maler.

Leben

Hengge stammte ursprünglich aus dem Allgäu. Nach einer Lehre bei einer Kirchenmalerfirma in Sontheim besuchte er die Städtische Gewerbeschule und anschließend die Königliche Kunstgewerbeschule in München.<ref name="kultur-oa1">Gunter Le Maire: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />In der Welt der Holzfäller, Bauern und hohen Militärs (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive), Biographische Angaben zu Josef Hengge sowie mehrere Bildbeispiele, u. a. mit einer Darstellung von „Generalluftzeugmeister Ernst Udet“, Bilddatei einer Seite der Allgäuer Zeitung mit „Oberallgäu - Kultur“ und Kunstgeschichte(n) 63 vom 6. Oktober 2007.</ref> 1915 wurde er während des Ersten Weltkriegs in Arras schwer verwundet. Als „Privatier“, persönlich unterstützt von König Ludwig III.,<ref name="kultur-oa1" /> nahm er dann am 15. Mai 1916 an der Akademie der bildenden Künste in München bei Angelo Jank ein Studium im Zeichnen auf.<ref>Matrikeleintrag zu Josef Hengge</ref> Später war er auch noch Schüler von Franz von Stuck. Hengge blieb, unterbrochen 1932 von einem einjährigen Stipendienaufenthalt in Florenz, bis zur „Ausbombung“ seiner Wohnung 1945 in München. Anschließend zog er nach Wertach und ab 1950 zurück an seinen Geburtsort Kempten, wo er 1970 auch verstarb.<ref name="kultur-oa1" />

Wirken

Stilistisch eingeordnet wurde er als Vertreter des „kräftigen Realismus“.<ref name="kultur-oa1" /> Ein Kritiker bezeichnete ihn als „Egger-Lienz des Allgäus“.<ref name="kultur-oa1" />

Bereits als junger Künstler hatte er mehrere Preise errungen und wurde in die Jury für die Ausstellungen im Münchner Glaspalast berufen.<ref name="kultur-oa1" />

Dank seiner engen Kontakte zur bayerischen Königsfamilie, insbesondere zu Kronprinz Rupprecht, erhielt er 1929 den Auftrag zur Ausgestaltung der Schlossplatzfresken für ein Kriegerdenkmal in Berchtesgaden.<ref name="kultur-oa1" /> Hengge hatte noch viele andere Wandgemälde (Fresken) an den Fassaden öffentlicher Gebäude sowie im Inneren von Kirchen geschaffen, von denen jedoch einige im Krieg zerstört oder nach dem Krieg dem „geänderten Zeitgeschmack geopfert“ wurden.<ref name="kultur-oa1" /> Daneben schuf er Porträts, zu Anfang seiner Karriere u. a. von dem bayerischen König Ludwig III. und dessen Frau sowie später auch von hochrangigen Militärpersonen wie Ernst Udet, dem „Generalluftzeugmeister“ während der Nationalsozialistischen Diktatur.<ref name="kultur-oa1" />

In der Zeit des Nationalsozialismus war Hengge Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste und u. a. von 1941 bis 1944 auf allen Großen Deutschen Kunstausstellungen in München mit 14 Bildern vertreten, die dem nationalsozialistischen Kunstkanon entsprachen.

Auszeichnungen

Einzelausstellungen (unvollständig)

  • 1960: Kornhaus in Kempten, Ausstellung zum 70. Geburtstag von Josef Hengge mit 100 seiner Werke.<ref name="kultur-oa1" />

Werke (Auswahl)

Baugebundene Werke

Tafelbilder

Literatur

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks

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