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Stockschleuder

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Datei:Friezen vallen de toren van Damiate aan.jpg
Zwei Schleuderer mit Stabschleudern auf dem Schiffskastell

Eine Stockschleuder (lat. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) oder Stabschleuder ist eine Wurfwaffe. Sie besteht aus einer Schleuderschlinge die zur Vergrößerung der Reichweite an einem Schleuderstab angeschlagen ist.

Beschreibung

Datei:Ms.Thott.290.2º 032r.jpg
Stabschleuder aus Hans Talhoffers Alte Armatur und Ringkunst, Handschrift Ms.Thott.290.2º von 1459

Die Stockschleuder bestand aus einem etwa 1,25 bis 1,5 Meter langen Stock mit einer Schleuder an dem einen Ende.<ref>Meyers-Fustibălus. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 6, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892, S. 805.</ref> Diese wurde mit einem Lederriemen mit der Hand festgehalten und erst beim Schleudern des Geschosses losgelassen, wodurch die Stockschleuder eine größere Reichweite und Durchschlagskraft als die Funda besaß. Andere Schleudern besitzen am oberen Ende des Stabes einen flachen Haken, in dem das lose Ende der Schleuder eingehängt wird und der die Schlinge in der optimalen Phase im Schwung auslöst. Mit der Stockschleuder konnten Steine oder Wurfpfeile mit einem Gewicht von etwa 400 Gramm über 200 Meter geworfen werden.<ref>Kelly DeVries, Robert Douglas Smith: Medieval military technology. University of Toronto Press, 2012, ISBN 978-1-4426-0497-1, S. 3.</ref> Mit Stabschleudern konnten auch Granaten, Brandballen oder Sturmtöpfe auf Gegner geworfen werden.<ref>Wendelin Boeheim: Handbuch der Waffenkunde. Seemann, Leipzig 1890, Die Schleuder, S. 385–388 (uni-heidelberg.de).</ref>

Geschichte

Die Stockschleuder, auf Lateinisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), kam während der Römischen Kaiserzeit auf. Soldaten, die mit der Stockschleuder ausgerüstet waren, hießen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Stockschleuderwerfer).<ref>Peter Connolly: Die römische Armee. Tessloff-Verlag, ISBN 3-7886-0180-9, S. 23.</ref> Diese Waffe wurde in Europa über die Spätantike bis in das Mittelalter verwendet.<ref>Renaud Beffeyte: Les machines de guerre au Moyen Age. Editions Ouest-France, S. 23.</ref> Beispiele für Stockschleudern finden sich in spätmittelalterlichen Handschriften wie Konrad Kyesers Bellifortis oder ähnlichen kriegstechnischen Handschriften weiterer Autoren.<ref>Kriegstechnik (Bilderhandschrift). S. 105v (Zentralbibliothek Zürich [abgerufen am 30. September 2024] um 1420-1440).</ref><ref>sog. Weimarer Ingenieurkunst- und Wunderbuch. S. 267r (Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar – 1440–1520).</ref><ref>Franz Helm, Georg Fronsberg: Ein Buch zusamen gezogenn, ausser viellen Probierttenn Kúnsten, vnd Erfarungen, wie,… S. 50r (Badische Landesbibliothek Karlsruhe – 16. Jahrhundert; Ganzseitige kolorierte Zeichnung: Sturmkrug, Sturmtopf, Brandsatzschleudern, Feuerkugeln etc.).</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Peter Connolly: Die römische Armee. Tessloff-Verlag, ISBN 3-7886-0180-9.
  • Renaud Beffeyte: Les machines de guerre au Moyen Age. Editions Ouest-France, S. 23. (franz.)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />