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Muhammad Said

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Muhammad Said (Aufnahme des französischen Fotografen Nadar 1855)

Muhammad Said (arabisch محمد سعيد باشا, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); * 17. März 1822 in Kairo; † 18. Januar 1863 in Alexandria) war von 1854 bis 1863 erblicher Wali (Gouverneur) von Ägypten aus der Dynastie des Muhammad Ali. Er war formell Vasall des Osmanischen Reichs.

Leben

Muhammad Said wurde 1822 als Sohn von Muhammad Ali Pascha und dessen Konkubine Aynıḥayāt geboren.<ref name=":0">Felix Konrad: Der Hof der Khediven von Ägypten: Herrscherhaushalt, Hofgesellschaft und Hofhaltung 1840-1880. In: Mitteilungen zur Sozial- und Kulturgeschichte der islamischen Welt. Band 25. Ergon Verlag, Würzburg 2008, ISBN 978-3-89913-597-8, S. 503.</ref> Er übernahm 1854, nach dem Tod seines Neffen Abbas I., die Regierung. Unter ihm wurden die Monopole in der Wirtschaft abgeschafft und das Steuersystem von Naturalabgaben auf eine Geldsteuer umgestellt. Mit der Genehmigung von privatem Landbesitz wurde aber die Bildung von Großgrundbesitz gefördert. Die wirtschaftlichen Reformen trugen allgemein dazu bei, dass der europäische Einfluss auf die ägyptische Wirtschaft stark zunahm. Seit 1860 kam es zu einem Exportboom für ägyptische Baumwolle, nachdem wegen des Amerikanischen Bürgerkriegs die europäische Industrie ihre Baumwollimporte nicht mehr aus den Südstaaten der USA beziehen konnte.<ref>Mike Davis: Die Geburt der Dritten Welt. Hungerkatastrophen und Massenvernichtung im imperialistischen Zeitalter. Assoziation A, Berlin 2004, ISBN 3-935936-43-5.</ref>

Said stimmte dem Bau des Sueskanals zwischen dem Mittelmeer und dem Roten Meer zu. 1859 wurde mit den Bauarbeiten durch ein europäisch-ägyptisches Konsortium, die Compagnie universelle du canal maritime de Suez, begonnen.<ref>Hans Reis: Der Suezkanal – die wichtigste von Menschen geschaffene Wasserstrasse wurde vor 150 Jahren gebaut und war oft umkämpft. Neue Zürcher Zeitung, 17. November 2019, abgerufen am 13. Juni 2022.</ref> Der Mittelmeerhafen Port Said, am nördlichen Ende des Sueskanals, trägt heute seinen Namen.

Er starb 1863. Nachfolger wurde Ismail Pascha.

Nachkommen

Said war verheiratet mit Inci (gest. 1890) und hatte eine Konkubinatsbeziehung mit Melekper (gest. 1890). Aus diesen Beziehungen entstammten die Söhne Mahmūd, der 1846 jung gestorben ist, und Muhammad Tūsūn (30. April 1853 – 10. Juli 1876), ägyptischer Marineminister.<ref name=":0" />

Weblinks

Commons: Muhammad Said – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Abbas I.Wali von Ägypten
1854–1863
Ismail Pascha

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