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Bao Bao

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Datei:Berliner Zoo Bao-Bao 1.JPG
Großer Panda „Bao Bao“ im Zoologischen Garten Berlin

Bao Bao (chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pinyin {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Schätzchen“<ref name="Lerch, Peter">vgl. Lerch, Peter: Süße Suppe für den Single. In: die tageszeitung, 30. Januar 1995, S. 24</ref>; * 1978 in China; † 22. August 2012 in Berlin) war ein Großer Panda (Ailuropoda melanoleuca). Seit 1980 im Besitz des Berliner Zoos, zählte er zu den Publikumslieblingen. Das männliche Tier galt bis zu seinem Tod als der älteste weltweit in einem zoologischen Garten lebende Große Pandabär und war gleichzeitig das einzige Exemplar, das in Deutschland in einem Zoo gehalten wurde.

Ankunft in Berlin und erste Zuchtversuche

Bao Bao traf am 5. November 1980 im Alter von zwei Jahren gemeinsam mit dem Pandaweibchen Tjen Tjen (chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pinyin {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Himmelchen<ref name="Lerch, Peter" />“, oft auch als Tian Tian oder Tien Tien erwähnt) in West-Berlin ein. Der chinesische Partei- und Regierungschef Hua Guofeng hatte die Tiere 1979 dem deutschen Bundeskanzler Helmut Schmidt zum Staatsgeschenk gemacht, der sie dem Berliner Zoo stiftete. Sowohl Bao Bao als auch Tjen Tjen waren Wildfänge und stammten aus den damals noch fast unerschlossenen Naturschutzgebieten, die an die chinesische Stadt Chengdu angrenzten. Sie waren in großen Holzfallen gefangen worden, die man in bewaldeten Felshängen aufgestellt und mit einem Fleischköder versehen hatte. Für die Jagd vertraute China zum damaligen Zeitpunkt auf angeheuerte Tibeter, denen man einen guten Umgang mit den Tieren nachsagte.<ref name="Berliner Morgenpost, 1980">vgl. Großer Bahnhof für die Berliner Pandabären. In: Berliner Morgenpost, 6. November 1980, S. 3</ref>

Bao Bao und Tjen Tjen waren nicht die ersten Großen Pandas, die in Berlin zu sehen waren. 1939 war Happy der erste lebende Bambusbär, der in Europa ausgestellt wurde. Das Weibchen der Tierhändler Ruhe und Fockelmann wurde in den Zoos von Paris, Köln, Leipzig, Hannover und München gezeigt und später in die Vereinigten Staaten verschifft. In Berlin wurde Happy 63 Tage lang in der Mittelhalle des Antilopenhauses gezeigt. 19 Jahre später stellte der Tierpark Berlin vom 2. bis 26. August 1958 mit großem Erfolg die Pandabärin Chi Chi im so genannten Bärenspielkäfig des Tierkinderzoos aus. Laut Pressemeldungen lockte das Jungtier in den drei Wochen 400.000 Besucher in den Tierpark. Chi-Chi sollte ursprünglich in die Vereinigten Staaten verkauft werden. Wegen eines Handelsembargos für chinesische Waren wurde es später für einen Preis von 12.000 britischen Pfund vom Londoner Zoo erworben.<ref>vgl. «Chi-Chi», «Bao-Bao» und «Tjen-Tjen» – chinesische Bambusbären in Berlin, S. 107. In: Blaszkiewitz, Bernhard: Knautschke, Knut & Co. : Die Lieblingstiere der Berliner aus Tierpark und Zoo. Berlin : Lehmanns Media, 2009. – ISBN 978-3-86541-264-5</ref>

Bis zu ihrer Abreise nach Berlin lebten Bao Bao und Tjen Tjen mit sechs weiteren Pandabären im Zoo von Chengdu. Dort galt der zahmere Bao Bao bei den chinesischen Zoobesuchern als Publikumsliebling. Seine Pflegerinnen hatten ihm beigebracht, wie man einen Purzelbaum schlägt, während man Tjen Tjen Kratzbürstigkeit nachsagte.<ref name="Berliner Morgenpost, 1980" /> Nach ihrem Umzug in zwei eigens für sie gebaute Pandaanlagen mit entsprechenden Innenställen im Wert von circa 750.000 Mark<ref name="Viereck">vgl. Viereck, Stefanie von: Himmelchens Ende. In: Die Zeit, 17. Februar 1984, Nr. 08</ref> lebte sich Bao Bao gut ein. Er gewöhnte sich wieder an Tjen Tjen, die man für den Transport von China nach Deutschland von ihm getrennt hatte.<ref>vgl. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Porträt auf der offiziellen Webpräsenz des Berliner Zoos. (Memento vom 18. März 2007 im Internet Archive) In: zoo-berlin.de, Zoologischer Garten Berlin</ref> Die beiden Pandabären avancierten schnell zu Publikumsmagneten und steigerten die Einnahmen des Berliner Zoos aus dem Kartenverkauf um 30 Prozent.<ref name="Stadtführer">vgl. Stadtführer: der Pandabär. In: Süddeutsche Zeitung, 8. November 1995</ref> Bis zu ihrem vierten Lebensjahr lebten die beiden Tiere friedlich zusammen, ehe es zu Auseinandersetzungen und heftigen Streitereien kam.<ref>vgl. «Chi-Chi», «Bao-Bao» und «Tjen-Tjen» – chinesische Bambusbären in Berlin, S. 112. In: Blaszkiewiz, Bernhard: Knautschke, Knut & Co. : Die Lieblingstiere der Berliner aus Tierpark und Zoo. Berlin : Lehmanns Media, 2009. – ISBN 978-3-86541-264-5</ref> 1981 kam Tjen Tjen in den Östrus, starb jedoch drei Jahre später, am 8. Februar 1984, an einer Virusinfektion, noch bevor Bao Bao seine Geschlechtsreife erlangt hatte.<ref name="Viereck" /> Es war zu dieser Zeit das einzige fortpflanzungsfähige Pandaweibchen in den zoologischen Gärten der westlichen Welt gewesen.

Bao Bao lebte daraufhin allein im Berliner Zoo, da alle Versuche scheiterten, ein Weibchen für ihn zu finden. Anfang der 1990er Jahre wurden Versuche unternommen, das Tier mit weiblichen Pandabären aus anderen Zoos zu paaren. 1991 wurde er aus diesem Grund an den Londoner Zoo ausgeliehen, der gerade über die aus China eingetroffene Pandabärin Ming Ming ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Lichtlein“) verfügte. Die Bemühung, dort auf natürlichem Weg Zuchterfolge zu erzielen, war nicht von Erfolg gekrönt. Das Pandaweibchen interessierte sich nicht für Bao Bao, der ihr ein Ohr abbiss. Die beiden Tiere mussten getrennt werden und am 26. Mai 1993 traf Bao Bao, durch den hohen Verzehr von Hundekuchen mit zehn Kilogramm Übergewicht, wieder im Berliner Zoo ein.<ref name="Stadtführer" /><ref>Marcel Gäding: Pandabären bleiben kinderlos. Das Schätzchen und die Niedliche. In: Berliner Zeitung. 18. Mai 2005, abgerufen am 24. Juli 2012.</ref>

Zusammenleben und Zuchtversuche mit Yan Yan

Datei:Großer Panda Yan Yan Berlin W 09.jpg
Pandaweibchen „Yan Yan“ (2007 verstorben)

Am 14. April 1995 erhielt der Berliner Zoo als Leihgabe der chinesischen Regierung<ref>vgl. Plarre, Plutonia ; Prösser, Claudius: Knut setzt bei allen Hormone frei. In: die tageszeitung, 2. April 2007, Berlin, S. 28</ref> für fünf Jahre ein weiteres Pandaweibchen aus dem Pekinger Zoo, der im Gegenzug dafür Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt bekam.<ref name="Winkler, Willi">vgl. Winkler, Willi: Bären und gebären lassen. In: Süddeutsche Zeitung, 18. Dezember 1999, Berlin-Seite, S. 11</ref> Auch mit der zehnjährigen Yan Yan (dt.: „die Schöne“, oft auch als „die Niedliche“ übersetzt), die zuvor aus Peking vier Mal vergeblich zur Zucht ausgeliehen war,<ref name="Yan Yan ist endlich schwanger">Brenda Strohmaier: Yan Yan ist endlich schwanger - Pandabärin erhielt Samenspende. In: Berliner Zeitung. 1. April 2004, abgerufen am 24. Juli 2012.</ref> gelang es nicht auf natürlichem Wege Nachwuchs zu produzieren. Pandabären sind nur einmal im Jahr für rund 36 Stunden empfängnisbereit.<ref name="Heun, Sylke">vgl. Heun, Sylke: Chancen auf ein Panda-Baby? Yan Yan nun doch erneut besamt. In: Die Welt, 3. Mai 2004</ref> Eine Hormontherapie bewirkte nur, dass die Bärin mit Hilfe eines Bambusstöckchens masturbierte, was jedoch vor der Öffentlichkeit verschwiegen wurde.<ref>vgl. Der Tod der traurigen Pandabärin. In: Süddeutsche Zeitung, 28. März 2007, Panorama, S. 9</ref> Ab 1997 griff man auf künstliche Befruchtung zurück. Bao Bao wurde betäubt und mit einer Elektro-Ejakulation zur Samenspende gezwungen, die wiederum Yan Yan injiziert wurde.

Diese Versuche wurden von großem Medieninteresse der Berliner Zeitungen begleitet, bis 1999 festgestellt wurde, dass das weibliche Tier unfruchtbar sei und nur zu Scheinschwangerschaften in der Lage wäre,<ref name="Winkler, Willi" /> während Bao Bao mit 22 Jahren dem Ende seiner Zeugungsfähigkeit entgegen sah. 2004 reisten zwei Pandaexperten aus dem Pekinger Zoo nach Berlin, um Yan Yan zu „untersuchen“.<ref name="Yan Yan ist endlich schwanger" /> Unter ihnen befand sich auch Peng Zhenxin, der Direktor des Riesenpanda-Zentrums. Die chinesischen Experten gaben Bao Baos Desinteresse als Schuld für den fehlenden Nachwuchs an und mit einem tiefgefrorenen Samencocktail mehrerer Pandas aus dem Pekinger Zoo wurden bei Yan Yan Befruchtungsversuche unternommen. Obwohl Peng Zhenxin annahm, dass diese im siebten Anlauf von Erfolg gekrönt wären, stellte sich kein Pandanachwuchs im Berliner Zoo ein. Die Züchtungsversuche wurden nach zehn Jahren 2005 eingestellt,<ref>vgl. Bao Bao trauert nicht…. ddp-Basisdienst, 27. März 2007, 3:20 PM GMT</ref> nachdem zuletzt im Mai 2004 weitere Befruchtungsversuche mit Bao Baos auf deutscher Seite als einwandfrei attestiertem Sperma<ref name="Heun, Sylke" /> fehlgeschlagen waren. Wäre tatsächlich Pandanachwuchs im Berliner Zoo geboren worden, wäre dieser automatisch an China gefallen, da alle Artgenossen, die außerhalb Chinas auf die Welt kommen, zum Staatseigentum der Volksrepublik erklärt werden.<ref name="Yan Yan ist endlich schwanger" />

Verbleib und Tod Yan Yans

Datei:Großer Panda Bao Bao Berlin W 07.jpg
Bao Bao

Im Jahr 2002 lief der Leihvertrag über Yan Yan zwischen dem Zoo Berlin und der China Wildlife Conservation Association, dem chinesischen Forstministerium, aus. Er wurde jedoch unter Zugeständnissen um fünf weitere Jahre verlängert. So investierte Berlin verstärkt in die Zusammenarbeit mit chinesischen Biologen und Wissenschaftlern und finanzierte mit Hilfe von zwei Projekten einen Teil des Artenschutzes für den vom Aussterben bedrohten Großen Panda in China.<ref name="Bein, Hans-Rüdiger">Sorge um Zukunft von Pandabärin Yan Yan. In: Die Welt. 7. August 2006, abgerufen am 24. Juli 2012.</ref> Im selben Jahr fand man in Ursula Piëch, der Frau des VW-Aufsichtsratschefs Ferdinand Piëch, für fünf Jahre eine finanzkräftige Patin.<ref>vgl. Industriellen-Gattin hilft Panda Yan Yan. In: Berliner Kurier, 1. Juni 2002, Ausg. 146, Lokales, S. 12</ref> Vier Jahre später, im Oktober 2006, lief das Bleiberecht von Yan Yan im Berliner Zoo erneut ab. Der damalige Zoodirektor Jürgen Lange berichtete aber gegenüber der Presse, dass Yan Yan in Berlin bleiben müsse und man sich langfristig um ein junges Pandapärchen bemühen würde. Der Wert für ein Jungtier wurde 2007 auf eine Million Euro beziffert.<ref name="Beckmann, Christa">vgl. Beckmann, Christa: Pandabärin Yan Yan starb für alle völlig überraschend. In: Berliner Morgenpost, 27. März 2007, Heft 85/2007, Stadtleben, S. 13</ref> Ebenfalls war von einer völlig neu gestalteten Pandaanlage die Rede.<ref>Berliner Zoo will junge Pandas. In: Die Welt. 2. November 2006, abgerufen am 24. Juli 2012.</ref> Zu dieser Zeit betrugen die Versicherungskosten der beiden Tiere circa 35.000 €, während der Bambus, der zweimal im Monat von einer Spezialfirma aus Südfrankreich in Kühltransportern geliefert wurde, pro Jahr die gleiche Summe kostete.<ref name="Bein, Hans-Rüdiger" />

Am 26. März 2007 geriet der Pandabestand des Berliner Zoos in die Berichterstattung der deutschen und internationalen Medien, als die 22-jährige Yan Yan ohne vorherige Krankheitsanzeichen an einer akuten Darmverstopfung verendete. Dies hatte letztlich zu einer Blutvergiftung geführt und wiederum ein Herz-Kreislauf-Versagen zur Folge gehabt.<ref>Claudia Fuchs: Yan Yan starb an Herzversagen. In: Berliner Zeitung. 28. März 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Juni 2015; abgerufen am 24. August 2024.</ref> Da Pandabären von Natur aus Einzelgänger sind, werde Bao Bao „nicht groß trauern“, so der Zootierarzt André Schüle.<ref name="Beckmann, Christa" /> Die Tiere wurden zudem getrennt gehalten. In chinesischen Medien kursierte die falsche Theorie, Yan Yan sei einer Diät aus Süßigkeiten und Alkohol zum Opfer gefallen,<ref>Bernhard Bartsch: Schokolade und Bier. In: Berliner Zeitung. 3. April 2007, abgerufen am 24. Juli 2012.</ref> während die deutsche Boulevardpresse und bekannte britische Tageszeitungen wie The Times<ref>vgl. Boyes, Roger: Darling! You’ve sailed back to me. In: The Times (London), Overseas News, S. 54</ref> oder die Daily Mail<ref>vgl. Has the Knut craze killed off zoo’s precious panda?. In: Daily Mail (London), 28. März 2007, ED 1ST, S. 13</ref> den wachsenden Besucheransturm um den Eisbären Knut als Schuld für den Tod des Tieres kolportierten. Auf Anordnung des chinesischen Forstministeriums sollte der Kadaver Yan Yans nach China überführt werden und nicht als Tierpräparat in Berlin verbleiben. Der Körper war aber bis Anfang Januar 2008 noch im Berliner Naturkundemuseum untergebracht.<ref>vgl. Wie viel Würde hat ein Panda? Yan Yan seit Monaten in der Kühlkammer. In: Berliner Kurier, 14. Januar 2008, Ausg. 13, S. 12</ref>

Schon ein paar Wochen nach Yan Yans Tod bekundete der CDU-Politiker Friedbert Pflüger auf einer China-Reise gegenüber Behördenvertretern in Chongqing das Interesse des Berliner Zoos an einer neuen Pandabärin.<ref>vgl. Richter, Christiane: Flurgespräche. In: Berliner Zeitung, 7. April 2007, Ausg. 8, Lokales, S. 21</ref><ref>vgl. Hintzmann, Karsten: CDU-Fraktionschef wirbt in China um Panda und Direktflug. In: Die Welt, 17. April 2007, Heft 89/2007, Berlin, S. 34</ref> Pflüger hoffte, dass das Vorhaben von der deutschen Bundeskanzlerin und Bundesvorsitzenden der CDU, Angela Merkel, weiter verfolgt würde, die im Herbst 2007 nach China reiste. Im September 2007 besuchte Bai Gang, der Vize-Bürgermeister von Chengdu, Berlin und mehrte Hoffnungen, dass der Zoo in naher Zukunft einen neuen Pandabären oder gar ein Zuchtpärchen bekommen könnte. Bai unterschrieb gemeinsam mit Berlins regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit einen Freundschaftsvertrag, „die gemeinsame Forschung zum Schutz bedrohter Tierarten und zur Nachzüchtung von Großen Pandas“ zum Ziel hatte.<ref>Bekommt Berlin einen neuen Panda? In: Die Welt. 13. September 2007, abgerufen am 24. Juli 2012.</ref> Dass Bao Bao eine Partnerin erhalten würde, galt mit seinem hohen Alter von über 30 Jahren als unwahrscheinlich.

Gesundheit und Haltungsbedingungen

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Bao Bao bei der Fütterung

Bao Bao galt in seinen letzten Lebensjahren trotz seines hohen Alters als gesund, wurde aber sporadisch mit einem durchblutungsfördernden Medikament (Karsivan)<ref>vgl. Kröck, Susanne: Nach Yan Yans Tod : Wie fit ist Bao Bao?. In: Berliner Kurier, 29. März 2007, Ausg. 87, Berlin, S. 13</ref> versorgt. Im März 2009 wurde sein Gewicht mit 105 Kilogramm angegeben, nachdem es früher bei 115 Kilogramm gelegen hatte.<ref>Claudia Fuchs: Opa Geier und Oma Nashorn. Bao Bao, Großer Panda. In: Berliner Zeitung. 10. März 2009, abgerufen am 24. Juli 2012.</ref> Das letzte Tier, das von der chinesischen Regierung verschenkt wurde,<ref>Claudia Fuchs: Die Niedliche ist tot. In: Berliner Zeitung. 7. März 2007, abgerufen am 24. Juli 2012.</ref> war täglich vierzehn Stunden wach, von denen es zwölf mit der Nahrungsaufnahme verbrachte.<ref name="Winkler, Willi" /> Bao Bao verzehrte täglich in seinem 350 m² großen Gehege<ref>vgl. Das Jahr des Bären. In: Süddeutsche Zeitung, 9. Januar 1995, Feuilleton</ref> etwa zwölf Kilogramm Bambus, sowie Soja, Reisknödel und Hühnersuppen.<ref>vgl. Büscher, Wolfgang; Heun, Sylke: Werdet Paten!. In: Berliner Morgenpost, 8. Februar 2004, Heft 38/2004, BIZ, S. 2</ref> Von 1980 bis 2009 wurde der Große Panda von dem Tierpfleger Lutz Störmer betreut,<ref>vgl. Lutz Störmer geht in Rente. In: rbb-online.de. Rundfunk Berlin-Brandenburg – RBB, 3. Mai 2009, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 24. August 2024.@1@2Vorlage:Toter Link/www.rbb-online.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref><ref>vgl. Panda, Gorilla & Co.: Staffel 3, Folge 1 – 93. Abschied von Lutz Störmer bei Fernsehserien.de, abgerufen am 24. August 2024.</ref> der ihn als „zuverlässigen Kumpel ohne hinterlistige Gedanken“ beschrieb und von Bao Bao stets mit einem kurzen „Bellen“ begrüßt wurde.<ref>vgl. AE: Seit 25 Jahren berlinern: was macht eigentlich… Pandabär Bao Bao?. In: die tageszeitung, 1. November 2005, Berlin Aktuell, S. 22</ref>

1999 warb die deutsche Tageszeitung Die Welt mit dem Bären, die in einer Aktion Bao Bao gemeinsam mit drei Aktienexperten großer deutscher Banken jeweils fünf DAX-Werte für das Jahr 1999 auswählen ließ. Das Depot des Zootiers belegte einen der hinteren Plätze.<ref>Anja Struve: Berliner Panda startet Aufholjagd. In: Die Welt. 8. Juli 1999, abgerufen am 24. Juli 2012.</ref> Sieben Jahre später wurden Bao Bao wiederkehrend Porträts in den populären Tier-Dokumentarserien Panda, Gorilla & Co. (RBB, 2006 und 2008) und Berliner Schnauzen (ZDF, 2006) gewidmet. Anfang Juni 2008 übernahm der österreichische Kristallhersteller Swarovski die Patenschaft für Bao Bao und überreichte dem Zoo einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro.<ref>vgl. Und sonst?. In: die tageszeitung, 9. Juni 2008, S. 22</ref>

Tod

Datei:Großer Panda im Naturkunde Museum Berlin.jpg
Dermoplastik von Bao Bao im Naturkundemuseum Berlin

Am Morgen des 22. August 2012 verstarb Bao Bao nach Angaben des Berliner Zoos im Alter von 34 Jahren in seinem Gehege. Die Tierpfleger hätten in den letzten Monaten einen zunehmenden körperlichen Verfall beobachtet, der auf sein hohes Alter zurückzuführen sei. Bao Baos Leiche wurde zur genauen Feststellung der Todesursache untersucht:<ref>Todesfall: Pandabär Bao Bao im Berliner Zoo gestorben bei morgenpost.de, 22. August 2012 (abgerufen am 22. August 2012).</ref> Bao Bao, der bereits seit 2010 an Grauem Star litt und zunehmend schwerhöriger wurde, starb laut Sektionsbefund infolge bösartiger Tumore der Hoden und an der Brustwand sowie einer bakteriellen Nierenentzündung. Sein Skelettpräparat wird heute neben einer Dermoplastik seines Fells im Naturkundemuseum Berlin ausgestellt.<ref>Sektions-Befunde: So krank war Panda Bao Bao, als er starb bei bz-berlin.de, 4. Juni 2013 (abgerufen am 8. Oktober 2013).</ref>

Übersicht: Pandas in Berlin

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht der in zoologischen Einrichtungen der Stadt Berlin gehaltenen Großen Pandas.

Name Lebensdaten Geschlecht Einrichtung Zeit in Berlin Bemerkung
Happy September 1935 – 10. März 1946 männlich Zoo 1939 (63 Tage)
Chi Chi 1955(?) – 22. Juli 1972 weiblich Tierpark 2. bis 26. August 1958
Tjen Tjen (?) – 8. Februar 1984 weiblich Zoo 5. November 1980 – 8. Februar 1984
Bao Bao 1978 – 22. August 2012 männlich Zoo 5. November 1980 – 22. August 2012
Yan Yan ca. 1985 – 26. März 2007 weiblich Zoo 14. April 1995 – 26. März 2007
Meng Meng geb. 10. Juli 2013 weiblich Zoo seit 23. Juni 2017
Jiao Qing geb. 15. Juli 2010 männlich Zoo seit 23. Juni 2017
Meng Xiang geb. 31. August 2019 männlich Zoo 31. August 2019 – Mitte Dezember 2023
Meng Yuan geb. 31. August 2019 männlich Zoo 31. August 2019 – Mitte Dezember 2023
Meng Hao "Leni" geb. 22. August 2024 weiblich Zoo seit 22. August 2024 im Berliner Zoo geboren (Mutter ist Meng Meng)
Meng Tian "Lotti" geb. 22. August 2024 weiblich Zoo seit 22. August 2024 im Berliner Zoo geboren (Mutter ist Meng Meng)

Literatur

  • Blaszkiewitz, Bernhard: Knautschke, Knut & Co. : die Lieblingstiere der Berliner aus Tierpark und Zoo. Berlin : Lehmanns Media, 2009. – ISBN 978-3-86541-264-5
  • Clemens Maier-Wolthausen: Hauptstadt der Tiere. Die Geschichte des ältesten deutschen Zoos, Berlin: Ch. Links 2019.

Weblinks

Commons: Bao Bao – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />