Ahmed Muhtar Pascha
Ahmed Muhtar Pascha ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 1. November 1839 in Bursa; † 21. Januar 1919 in Istanbul)<ref>Ältere Lexika wie der Brockhaus (14. Auflage, 1894–1896) nennen als Geburtsjahr 1832.</ref> war ein türkischer General.
Leben
Der Sohn eines höheren Zivilbeamten wurde auf der Militärschule in Konstantinopel erzogen und trat 1854 als Offizier in die Armee ein. Am Krimkrieg nahm er als Adjutant teil. Später unterrichtete er Militärwissenschaften an der Militärschule (Harbije Mektebi) und wurde 1865 militärischer Erzieher des Lieblingssohns des Sultans Abdülaziz, des Prinzen Jussuf Izzeddin, 1867 türkischer Kommissar an der montenegrinischen Grenze und Oberstleutnant, 1870 Generalmajor und zweiter Befehlshaber (neben Redif Pascha) der Expedition nach Jemen, 1871 Oberbefehlshaber daselbst und Müschir (dt.: Feldmarschall), 1873 Kommandant des 2. Armeekorps in Schumen und 1874 des 4. in Erzurum.
1875–76 war er Oberbefehlshaber in der Herzegowina, wo er aber gegen die Aufständischen und die Montenegriner ungeschickt operierte und im Dugapass von den letzteren eine empfindliche Niederlage erlitt.
Er war 1877 bei Beginn des Russisch-Türkischen Krieges wieder Oberbefehlshaber in Erzurum. Vor dem ersten energischen Angriff der Russen wich er bis Köprüköy zurück, ergriff aber im Juni, nachdem er Verstärkungen erhalten hatte, die Offensive, besiegte die Russen am 21. und 22. Juni bei Elbar, am 25. bei Sewin; zog 10. Juli in das entsetzte Kars ein, schlug 18. August einen Angriff der Russen zurück und eroberte am 25. August ihre Stellung bei Baschkadiklar. Für diese Siege erhielt er vom Sultan den Titel Gazi (der Siegreiche). Als aber die Russen ihre Streitkräfte ansehnlich verstärkt hatten, durchbrachen sie am 15. Oktober Muhtars Stellung auf dem Alacadağ und besiegten ihn am 4. Dezember bei Deveboyun. Muhtar Pascha wurde darauf abberufen, um die Verteidigung von Konstantinopel zu leiten, und im September 1878 nach Kreta geschickt, um den dortigen Aufstand zu bekämpfen. Nachdem ihm dies gelungen war, wurde er zum Oberbefehlshaber in Thessalien und Epirus ernannt, 1879 zum Gouverneur in Monastir und 1884 zur Wahrnehmung der Interessen der Hohen Pforte nach Ägypten geschickt.
Muhtar Pascha hatte einen Sohn, er hieß Mahmud Muhtar Pascha.
Literatur
- Buğra Atsız: Ahmed Muhtar Pascha. In: Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas. Bd. 1. München 1974, S. 19–21.
Einzelnachweise
<references />
Mehmed Rüşdü | Mithat | İbrahim Edhem | Ahmed Hamdi | Ahmed Vefik | Mehmed Sadık | Mehmed Rüşdü | Mehmed Esad Safet | Tunuslu Hayreddin | Ahmed Arifi | Mehmed Said | Cenani Mehmed Kadri | Mehmed Said | Abdürrahman Nureddin | Mehmed Said | Ahmed Vefik | Mehmed Said | Kıbrıslı Kâmil | Ahmed Cevad | Mehmed Said | Kıbrıslı Kâmil | Halil Rifat | Mehmed Said | Avlonyalı Ferid | Mehmed Said | Kıbrıslı Kâmil | Ahmed Tevfik | Hüseyin Hilmi | İbrahim Hakkı | Mehmed Said | Ahmed Muhtar | Kıbrıslı Kâmil | Mahmud Şevket | Said Halim | Kıbrıslı Kâmil | Talât | Ahmed İzzet | Ahmed Tevfik | Damad Ferid | Ali Rıza | Hulusi Salih | Damad Ferid | Ahmed Tevfik
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Konstantinos Adosis | Osmanischer Gouverneur von Kreta 1878–1878 | Alexander Karatheodori Pascha |
| Redif Pascha | Osmanischer Gouverneur von Kreta 1875–1876 | Hasan Sami |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ahmed Muhtar Pascha |
| ALTERNATIVNAMEN | Gazi Ahmed Muhtar Paşa |
| KURZBESCHREIBUNG | türkischer General, Oberbefehlshaber in der Herzegowina |
| GEBURTSDATUM | 1. November 1839 |
| GEBURTSORT | Bursa |
| STERBEDATUM | 21. Januar 1919 |
| STERBEORT | Istanbul |