Synagoge (Deidesheim)
| colspan="2" style="background:#CEDAF2; color:#Vorlage:Standardfarbe;" | Synagoge | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ehemalige Synagoge in Deidesheim Ehemalige Synagoge in Deidesheim | ||||||
| colspan="2" style="background:#CEDAF2; color:#Vorlage:Standardfarbe;" | Daten | ||||||
| Ort | Deidesheim | |||||
| Bauherrin | Jüdische Gemeinde Deidesheim | |||||
| Baustil | neuromanischer Gelbsandsteinquaderbau mit Walmdach | |||||
| Baujahr | 1852 | |||||
| Koordinaten | 49° 24′ 28,7″ N, 8° 11′ 20″ O
{{#coordinates:49,407976|8,188878|primary
|
dim=250 | globe= | name=Synagoge | region=DE-RP | type=building
}} |
| colspan="2" style="background:#CEDAF2; color:#Vorlage:Standardfarbe;" | Besonderheiten | ||||||
| nach Aufgabe seiner ursprünglichen Funktion als Synagoge mehrere Jahrzehnte als Lagerhalle genutzt; dient inzwischen kulturellen Veranstaltungen | ||||||
Die Synagoge in der pfälzischen Kleinstadt Deidesheim war das Gotteshaus der jüdischen Gemeinde in Deidesheim. Sie liegt in der Bahnhofstraße 19 und gehört heute der Stadt Deidesheim. Die ehemalige Synagoge wird für kulturelle Veranstaltungen genutzt.
Architektur
Das Gebäude ist ein rechteckiger Bau zu zwei mal drei Fensterachsen mit Walmdach und verputztem Äußeren über hohem, aus Sandsteinquadern gefügtem Sockel. Der Saal im Inneren wird von schwachen stuckierten Lisenen gegliedert, die ein mehrfach profiliertes Gesims tragen. Die Fenster werden von Rundbögen überspannt, welche die ehemalige Synagoge sofort als Sakralbau erkennen lassen.<ref name="Weis">Markus Weis: Kunst und Architektur. In: Kurt Andermann, Berthold Schnabel (Hrsg.): Deidesheim – Beiträge zu Geschichte und Kultur einer Stadt im Weinland. Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1995, ISBN 3-7995-0418-4, S. 177.</ref> Die Synagoge ist wegen ihrer neuromanischen Elemente typisch für solche aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.<ref>Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783884621196 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
Geschichte
Die Synagoge wurde 1852 erbaut.<ref name="Weis" /> Die jüdische Gemeinde Deidesheim hatte zuvor das Grundstück in günstiger Lage gekauft, nachdem der bisherige Gebetssaal wegen Baufälligkeit nicht mehr genutzt werden konnte.<ref name="FeDS">Überblick über die Geschichte der Synagoge zu Deidesheim. Freundeskreis ehemalige Deidesheimer Synagoge e. V., abgerufen am 24. Mai 2017.</ref>
Wegen der sinkenden Zahl von Gemeindemitgliedern gestaltete es sich Anfang des 20. Jahrhunderts zunehmend schwieriger für die jüdische Gemeinde, die Instandhaltung der Synagoge zu finanzieren. Dieser Umstand führte Ende 1936 zum Verkauf der Synagoge, was das Gebäude vermutlich davor bewahrte, während der Novemberpogrome 1938 zerstört zu werden.<ref name="FeDS" />
Nach seinem Verkauf diente das Gebäude einige Jahrzehnte als Lagerhalle. Am 2. Juni 1987 wurde der Bau unter Denkmalschutz gestellt<ref name="Weis" /> und 1992 von der Stadt Deidesheim gekauft.<ref name="FeDS" />
Mit Unterstützung des Freundeskreises ehemalige Deidesheimer Synagoge e. V. erfolgte seit 1995 eine schrittweise Sanierung. Am 2. Mai 2004 wurde das Gebäude nach Vollendung der Sanierungsmaßnahmen als Kulturhaus am Schlosspark – ehemalige Synagoge eingeweiht und wird seither für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen und kleinere Ausstellungen genutzt. Der kleine Hof vor dem Gebäude wurde 2014 nach dem Deidesheimer Oswald Feis benannt,<ref name="FeDS" /> der von den Nationalsozialisten ermordet wurde.<ref>Das Bundesarchiv: Eintrag: Feis, Oswald. Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933–1945, abgerufen am 24. Mai 2017.</ref>
Am 21. August 2016 wurde die Synagoge bei einem Brand schwer beschädigt, der von einem Nachbargebäude auf die Synagoge übergegriffen hatte. Der Dachstuhl brannte vollständig aus.<ref name="Rheinpfalz">Aufbau geplant wie bisher. In: Die Rheinpfalz, Mittelhaardter Rundschau. Nr. 26, 31. Januar 2017.</ref> Die Synagoge wurde danach wiederhergestellt, die Renovierungsarbeiten waren im Oktober 2018 abgeschlossen.<ref>Information. Freundeskreis ehemalige Deidesheimer Synagoge e. V., abgerufen am 31. Januar 2019.</ref>
Literatur
- „… und dies ist die Pforte des Himmels“. Synagogen Rheinland-Pfalz und Saarland. Bearbeitet von Stefan Fischbach u. a., hrsg. vom Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz u. a., Mainz 2005, ISBN 3-8053-3313-7, S. 133–135 (Gedenkbuch der Synagogen in Deutschland, Bd. 2).
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Altleiningen | Bad Dürkheim | Deidesheim | Dirmstein | Ellerstadt | Freinsheim | Friedelsheim | Grünstadt | Haßloch | Hettenleidelheim | Kallstadt | Kindenheim | Kirchheim an der Weinstraße | Neuleiningen | Obrigheim | Sausenheim | Wachenheim an der Weinstraße | Wattenheim | Weisenheim am Berg | Weisenheim am Sand
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:BibISBN
- Synagogenbau in Rheinland-Pfalz
- Synagogenbau in Europa
- Synagoge im Landkreis Bad Dürkheim
- Profanierte Synagoge
- Neuromanisches Bauwerk in Rheinland-Pfalz
- Umgenutztes Bauwerk im Landkreis Bad Dürkheim
- Sakralbau in Deidesheim
- Kulturdenkmal in Deidesheim
- Judentum in Deidesheim
- Erbaut 1852