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Dambach-la-Ville

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Dambach-la-Ville
Datei:EU FR 67 Dambach la Ville Arms.svg
Staat FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Bas-Rhin (67)
Arrondissement Sélestat-Erstein
Kanton Obernai
Gemeindeverband Pays de Barr
Koordinaten 48° 19′ N, 7° 26′ OKoordinaten: 48° 19′ N, 7° 26′ O
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Höhe 164–662 m
Fläche
Einwohner 2.165 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 67650
INSEE-Code 67084
Website https://www.dambach-la-ville.fr/
Datei:Dambach-la-Ville plain Alsace.JPG
Blick auf Dambach-la-Ville

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Dambach-la-Ville ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine französische Gemeinde im Département Bas-Rhin in der Europäischen Gebietskörperschaft Elsass und in der Region Grand Est. Sie liegt im Arrondissement Sélestat-Erstein, etwa zehn Kilometer nördlich von Sélestat. Dambach-la-Ville liegt an der Elsässer Weinstraße und bezeichnet sich heute selbst als „mittelalterlichen Weinort“. Die Einzellage Frankstein gehört zu den Lagen der Appellation Alsace Grand Cru.

Geschichte

Urkundliche Ersterwähnung 1125 als Tambacum. Die Ortsnamenendung -acum kann auf einen gallo-römischen Ursprung verweisen. Ersterwähnung der Burg Bernstein bereits 1009. Ab 1225 gehörte der Ort zum weltlichen Besitz des Bistums Straßburg. Im 14. Jahrhundert erhielt Dambach das Stadtrecht und eine Stadtbefestigung (Baubeginn 1323). 1444 musste sich die Stadt den Armagnaken ergeben, marodierenden Söldnern unter Führung des französischen Dauphins, die von den Habsburgern im Kampf gegen die Eidgenossen ins Land gerufen worden waren. Noch im Mittelalter gingen die benachbarten Dörfer Altenwiller und Oberkirch ab. Die Sebastianskapelle über dem Dorf geht auf Oberkirchs Pfarrkirche zurück.

1493 konspirierte die Stadt mit aufständischen Bauern. Im Bauernkrieg (1524–26) spielte Dambach eine zentrale Rolle. Zahlreiche Einwohner von Dambach nahmen an der für die Bauern katastrophal endenden Schlacht bei Scherwiller teil. Im Dreißigjährigen Krieg widerstand die Stadt den Mansfeldschen protestantischen Belagerern, musste aber später die Plünderung durch die katholischen Kaiserlichen erdulden. 1632 ergab sich Dambach den Schweden. Die Belagerung der von den Schweden gehaltenen Stadt durch den Herzog von Lothringen im Jahr 1642 blieb erfolglos. Unter Ludwig XIV. gelangte der Ort an die französische Krone. Von 1871 bis 1918 gehörte Dambach zum Reichsland Elsass-Lothringen (Kreis Schlettstadt im Bezirk Unterelsaß). Seit 1924 heißt der Ort Dambach-la-Ville. Im Zweiten Weltkrieg erlebten die Einwohner die deutsche Besatzung, von der sie am 30. November 1944 durch Truppen der 7. amerikanischen Armee und der Division Leclerc befreit wurden.

Vom 18. Jahrhundert bis 1943 wurden geringmächtige Eisen- und Manganvorkommen ausgebeutet. Mit der Eröffnung der Bahnlinie Schlettstadt-Zabern bekam Dambach einen Bahnhof.

Die jüdische Gemeinde und die Synagoge

In Dambach gab es ab dem 17. Jahrhundert eine bedeutende jüdische Gemeinde, sie wuchs von 6 Familien im Jahr 1613 über 18 Familien 1716 auf 30 Familien mit 129 Personen während der Volkszählung 1784. 1843 erreichte sie mit 381 Personen einen Höhepunkt und ging dann langsam zurück. Vor und während der deutschen Besatzung von 1940 bis 1944 flohen viele Juden, der Rest wurde deportiert und ermordet. Nach dem Krieg war die Gemeinde erloschen.<ref name=":0">Freddy Raphaël: Les Juifs d'Alsace au XXe Siècle. La Nuée Bleue, Strasbourg 2014, ISBN 978-2-7165-0844-5, S. 235 ff.</ref><ref>Dambach-la-Ville. In: Alemannia Judaica. 2020, abgerufen am 25. März 2025.</ref>

Eine neue Synagoge wurde von 1865 bis 1867 erbaut. 1940 wurde sie geschändet und geplündert. Nach dem Krieg stand sie lange leer, zu Beginn der 2010er Jahre beschloss die Gemeinde Dambach, die Synagoge zu einem kulturellen Zentrum umzubauen, sie wurde profaniert. Bei den Bauarbeiten entdeckte man im Speicher eine Geniza, ein Aufbewahrungsort für alte Schriften mit religiösem Inhalt. Im Judentum dürfen Papiere oder Schriften mit heiligem Inhalt, z. B. aus der Tora, nicht weggeworfen oder verbrannt werden. Sie müssen aufbewahrt oder „beerdigt“ werden. Man fand Schriften, die bis auf das Jahr 1531 zurückgingen. Der größte Schatz waren aber 249 Torawimpel (Mappa). Dies sind die Windeln, die jüdische Knaben während ihrer Beschneidung getragen haben. Später wurden sie von den Müttern mit Stickereien verziert. Sie enthalten Namen, Datum und gute Wünsche für das Leben des Kindes sowie florale Schmuckelemente. Nach einigen Jahren werden die Torawimpel der Synagoge übergeben und symbolisieren die Zugehörigkeit des Kindes zur Gemeinde und zu Gott. Sie werden benutzt, um die heiligen Torarollen zu schützen, daher der deutsche Name. Die gefundenen Torawimpel wurden wissenschaftlich erfasst und werden heute in Musée Alsacien in Straßburg und im Musée d’art et d’histoire du Judaïsme in Paris ausgestellt.<ref name=":0" /><ref>Musée Alsacien. In: Strasbourg.eu. 2025, abgerufen am 25. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Héritage inespéré Une découverte archéologique en Alsace. Musée d'Art et d'Histoire du Judaïsme, 2017, abgerufen am 25. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bevölkerungsentwicklung

1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2013
2355<ref>Kreis Schlettstadt. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. April 2023; abgerufen am 22. Februar 2026.</ref> 2035 2051 2039 1907 1800 1973 1930 2016

Sehenswürdigkeiten

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Verkehr

Dambach-la-Ville liegt an der Bahnstrecke Sélestat–Saverne und ist mit TER-Zügen an Strasbourg und Sélestat angebunden.

Persönlichkeiten

Partnerstädte

Literatur

  • Vorlage:MerianTopo
  • Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Band 1, Flohic Editions, Charenton-le-Pont 1999, ISBN 2-84234-055-8, S. 53–59.

Weblinks

Commons: Dambach-la-Ville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Albé | Andlau | Artolsheim | Baldenheim | Barr | Bassemberg | Benfeld | Bernardswiller | Bernardvillé | Bindernheim | Blienschwiller | Bœsenbiesen | Bolsenheim | Boofzheim | Bootzheim | Bourgheim | Breitenau | Breitenbach | Châtenois | Dambach-la-Ville | Daubensand | Diebolsheim | Dieffenbach-au-Val | Dieffenthal | Ebersheim | Ebersmunster | Eichhoffen | Elsenheim | Epfig | Erstein | Fouchy | Friesenheim | Gerstheim | Gertwiller | Goxwiller | Heidolsheim | Heiligenstein | Herbsheim | Hessenheim | Hilsenheim | Hindisheim | Hipsheim | Huttenheim | Ichtratzheim | Innenheim | Itterswiller | Kertzfeld | Kintzheim | Kogenheim | Krautergersheim | Lalaye | La Vancelle | Le Hohwald | Limersheim | Mackenheim | Maisonsgoutte | Marckolsheim | Matzenheim | Meistratzheim | Mittelbergheim | Mussig | Muttersholtz | Neubois | Neuve-Église | Niedernai | Nordhouse | Nothalten | Obenheim | Obernai | Ohnenheim | Orschwiller | Osthouse | Reichsfeld | Rhinau | Richtolsheim | Rossfeld | Saasenheim | Saint-Martin | Saint-Maurice | Saint-Pierre | Saint-Pierre-Bois | Sand | Schaeffersheim | Scherwiller | Schœnau | Schwobsheim | Sélestat | Sermersheim | Steige | Stotzheim | Sundhouse | Thanvillé | Triembach-au-Val | Urbeis | Uttenheim | Valff | Villé | Westhouse | Witternheim | Wittisheim | Zellwiller Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein