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Mons Argenteus

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Albedo feature auf dem Mars
Mons Argenteus
Position 70° 0′ S, 30° 0′ WKoordinaten: 70° 0′ 0″ S, 30° 0′ 0″ W

Mons Argenteus (wörtlich Silberner Berg), auch Mons Argentus oder Montes Argenteus, ist eine helle Albedostruktur im Südpolargebiet des Planeten Mars. Die Bezeichnung wurde 1930 vom griechischen Astronomen Eugène Michel Antoniadi eingeführt.<ref name="Antoniadi, 1930">E. M. Antoniadi: La Planète Mars, 1659 – 1929. Librairie Scientifique Hermann et Cie., Paris, 1930. (englische Übersetzung von 1975)</ref> Der Name ist nicht offizieller Teil der Nomenklatur von Albedomerkmalen des Planeten, wird aber häufig in der Amateurastronomie<ref name="Grego, 2012">P. Grego: Mars and How to Observe It. 238 S., Springer Science & Business Media, 2012, ISBN 978-1-4614-2301-0 (Leseprobe)</ref> und zuweilen auch informell in Fachpublikationen<ref name="Veverka & Goguen, 1973" /><ref name="James et al., 2001" /> verwendet.

Die Region bildet insbesondere im Südfrühling regelmäßig eine auffällige Albedostruktur, da hier beim jahreszeitlich bedingten Zurückweichen der Südlichen Polkappe über längere Zeit ein eis- und frostbedecktes Gebiet übrig bleibt.<ref name="Veverka & Goguen, 1973">J. Veverka & J. Goguen: The Nonuniform Recession of the South Polar Cap of Mars. In: The Journal of the Royal Astronomical Society of Canada, Vol. 67, No. 6, S. 273–290, 1973. (Digitalisat)</ref> Antoniadi hatte deshalb die Struktur ursprünglich als Gebirgszug oder Hochplateau interpretiert.<ref name="Antoniadi, 1930" /> Moderne Aufnahmen und Messdaten durch Raumsonden zeigen in diesem Gebiet jedoch keine Oberflächenstrukturen, die sich wesentlich über das Niveau der restlichen Südlichen Hochländer erheben. Mit dem Mars Orbiter Laser Altimeter (MOLA) des Mars Global Surveyor konnte allerdings festgestellt werden, dass das Gebiet nicht nur stark von Einschlagkratern zerklüftet ist, sondern zudem auch noch generell steil nach Süden hin abfällt. Beide Eigenschaften sind geeignet, die Auswirkung der Sonneneinstrahlung während des Südfrühlings zu reduzieren und Reste der Südlichen Polkappe lokal länger zu erhalten.<ref name="James et al., 2001">Ph. B. James, B. A. Cantor & S. Davis: Mars Orbiter Camera observations of the Martian south polar cap in 1999-2000. In: Journal of Geophysical Research, Vol. 106, No. E10, S. 23,635–23,652, 2001. (Digitalisat)</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks