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Rocky Juarez

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Rocky Juarez Vorlage:SportPicto
Daten
Geburtsname Ricardo Juárez
Geburtstag 15. April 1980
Geburtsort Houston
Nationalität Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
Gewichtsklasse Federgewicht (zuletzt)
Stil Linksauslage
Größe 1,65 m
Reichweite 1,75 m
Kampfstatistik als Profiboxer
Kämpfe 42
Siege 30
K.-o.-Siege 21
Niederlagen 11
Unentschieden 1
Medaillenspiegel
Olympische Sommerspiele 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Weltmeisterschaften 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Spiele
Silber 2000 Sydney Federgewicht
 IBA-Weltmeisterschaften
Gold 1999 Houston Federgewicht

Ricardo „Rocky“ Juárez (* 15. April 1980 in Houston, Texas) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Boxer, dessen Karriere bis 2015 andauerte. Er war fünfmaliger WM-Herausforderer im Federgewicht und Superfedergewicht.

Bei den Amateuren wurde er unter anderem 1999 Weltmeister im Federgewicht und gewann die Silbermedaille dieser Gewichtsklasse bei den Olympischen Sommerspielen 2000.

Amateurkarriere

Juárez begann 1992 im Alter von 12 Jahren mit dem Boxsport, trainierte im Ray's Boxing Club Houston unter Ray Ontiveros und gewann 145 von 162 Amateurkämpfen.<ref>Grand Opening of Rocky Juarez's Gym in Houston</ref><ref>BoxingScene Exclusive, Rocky Juarez Interview</ref>

Er wurde 1997 US-Juniorenmeister im Bantamgewicht<ref>United States Junior U-19 National Championships 1997</ref> und nahm in dieser Gewichtsklasse an der Weltmeisterschaft desselben Jahres in Budapest teil, wo er im ersten Kampf gegen George Olteanu ausschied.<ref>World Championships 1997</ref>

1999 wurde er mit einem Finalsieg gegen Steven Luevano US-Meister im Federgewicht<ref>United States National Championships 1999</ref> und startete bei der in seiner Heimatstadt Houston ausgetragenen Weltmeisterschaft, wo er sich mit Siegen gegen Baqtïyar Tilegenov, Falk Huste, Alex Arthur, Ramaz Paliani sowie Toʻlqinboy Turgʻunov die Goldmedaille im Federgewicht sichern konnte.<ref>World Championships 1999</ref>

Als amtierender Weltmeister startete er in das Jahr 2000, wurde mit einem Finalsieg gegen Teaunce Shepherd erneut US-Meister im Federgewicht<ref>United States National Championships 2000</ref>, gewann mit einem Finalsieg gegen Steven Luevano die nationale Olympiaqualifikation (Olympic Trials)<ref>US Olympic Trials 2000</ref> und siegte in den nationalen Olympic Box-offs erneut gegen Steven Luevano.<ref>US Olympic Box-offs 2000</ref>

Er startete daraufhin bei der kontinentalen Qualifikation in Tampa und gewann das Turnier mit Siegen gegen Israel Galarza aus Puerto Rico, Andrés Ledesma aus Kolumbien und Jorge Martínez aus Mexiko.<ref>American Olympic Qualifications 2000</ref> Bei den anschließenden Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney setzte er sich jeweils gegen Bija Batmani, Falk Huste, Somluck Kamsing und Kamil Dschamaludinow durch, ehe er im Finale gegen Beksat Sattarchanow unterlag und dadurch die olympische Silbermedaille im Federgewicht gewann.<ref>Olympic Games 2000</ref> Die Niederlage im Finalkampf war jedoch äußerst umstritten, da nach Ansicht des US-Teams der Kasache vom russischen Ringrichter Stanislaw Kirsanow trotz mehrfacher Verwarnungen aufgrund von Haltens weder mit Punktabzug, noch mit Disqualifikation bestraft wurde. Der vom US-Boxverband eingebrachte Protest gegen die Entscheidung führte zu einer mehrjährigen Suspendierung von Kirsanow, während das Kampfurteil hingegen bestehen blieb.<ref>U.S. Boxers Lose in Finals</ref><ref>Gold Tradition Ends Controversially for U.S. Boxers</ref>

Profikarriere

Juárez bestritt sein Profidebüt im Januar 2001. Er war im Laufe seiner Karriere zeitweise Free Agent, stand jedoch auch bei den Promotern Main Events Boxing und Golden Boy Promotions unter Vertrag.<ref>Blanks getting Toney into shape for rematch</ref>

Bis Mitte 2005 gewann er jeden seiner 23 Kämpfe, davon 16 vorzeitig. Er erzielte dabei 2003 gegen Antonio Diaz den Ring Magazine Knockout des Jahres<ref>Rocky Juarez vs. Antonio Diaz</ref>, siegte 2004 einstimmig gegen den ungeschlagenen Zahir Raheem (Bilanz: 25-0)<ref>Zahir Raheem vs. Rocky Juarez</ref> sowie durch K. o. in der zweiten Runde gegen den ehemaligen WBC-Weltmeister Guty Espadas junior<ref>Rocky Juarez vs. Guty Espadas Jr.</ref> und konnte 2005 den dreifachen WM-Herausforderer Juan Carlos Ramírez durch TKO in der ersten Runde bezwingen.<ref>Rocky Juarez Destroys Juan Carlos Ramirez</ref>

Am 20. August 2005 boxte er gegen Humberto Soto (Nr. 2 der WBC-Rangliste) um die Interimsweltmeisterschaft der WBC im Federgewicht, verlor jedoch einstimmig nach Punkten. Der Kampf hatte sich aufgrund der ausgeglichenen Punktezettel erst in der letzten Runde entschieden, in welcher sich Soto durchgesetzt hatte. Der Interimstitel wurde ausgeboxt, da der reguläre WBC-Titelträger Chi In-jin verletzungsbedingt nicht zu einer Titelverteidigung gegen den von der WBC auf Platz 1 gesetzten Herausforderer Juárez antreten konnte.<ref>Rocky Juarez vs. Humberto Soto</ref>

Im Anschluss wechselte er in das Superfedergewicht und konnte nach zwei Aufbaukämpfen bereits am 20. Mai 2006 um den WBC-Weltmeistertitel dieser Gewichtsklasse antreten, verlor den Kampf jedoch in Los Angeles knapp per geteilter Mehrheitsentscheidung nach Punkten gegen den Titelträger Marco Antonio Barrera, der seine dritte Titelverteidigung bestritt. Im Ring war aufgrund einer fehlerhaften Auszählung der Punktezettel ursprünglich ein Unentschieden verkündet worden, die Revidierung des Urteils folgte erst rund 15 Minuten später.<ref>Marco Antonio Barrera vs. Rocky Juarez (1st meeting)</ref> Aufgrund des umstrittenen Urteils fand am 16. September 2006 in Las Vegas ein Rückkampf statt, in welchem Juárez diesmal einstimmig unterlag.<ref>Marco Antonio Barrera vs. Rocky Juarez (2nd meeting)</ref>

Nach zwei weiteren Aufbausiegen boxte er am 3. November 2007 in Tucson gegen den neuen WBC-Weltmeister Juan Manuel Márquez, der im März 2007 Barrera entthront hatte, verlor jedoch erneut einstimmig.<ref>Juan Manuel Marquez vs. Rocky Juarez</ref> Nach einem folgenden Sieg gegen Jorge Rodrigo Barrios<ref>Jorge Rodrigo Barrios vs. Rocky Juarez</ref> konnte er am 28. Februar 2009 in Houston um den regulären WBA-Weltmeistertitel im Federgewicht boxen, wobei er gegen den Titelträger Chris John ein Unentschieden erreichte.<ref>Chris John vs. Rocky Juarez (1st meeting)</ref> Den Rückkampf gegen den inzwischen zum WBA-Superweltmeister erklärten John, verlor er am 19. September 2009 in Las Vegas einstimmig nach Punkten.<ref>Chris John vs. Rocky Juarez (2nd meeting)</ref>

Im Anschluss bestritt er bis Januar 2015 noch acht Kämpfe, von denen er sechs verlor. Seine Niederlagen erlitt er unter anderem gegen Jorge Linares<ref>orge Linares wins wide decision over Rocky Juarez</ref> und Andrew Cancio.<ref>Andrew Cancio Likely Ends Rocky Juarez</ref>

Sonstiges

Juárez wurde als jüngstes von sechs Kindern geboren, wuchs im Stadtteil North Central Houston auf und besuchte dort die Jefferson Davis High School. Einer seiner Großväter war Boxer in Mexiko. Nach seiner Wettkampfkarriere wurde er Inhaber des Rocky's Boxing Gym in Houston. Er ist Vater von vier Kindern.<ref>Best I Faced: Rocky Juarez - The Ring</ref><ref>Juarez calls time on extended career</ref>

Weblinks

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1974: Howard Davis | 1978: Ángel Herrera | 1982: Adolfo Horta | 1986: Kelcie Banks | 1989: Airat Chamatow | 1991: Kirkor Kirkorow | 1993: Serafim Todorow | 1995: Serafim Todorow | 1997: István Kovács | 1999: Ricardo Juarez | 2001: Ramaz Paliani | 2003: Galib Schafarow | 2005: Alexei Tischtschenko | 2007: Albert Selimow | 2009: Wassyl Lomatschenko | 2019: Mirazizbek Mirzahalilov | 2021: Jahmal Harvey | 2023: Abdumalik Xaloqov | 2025: Orasbek Assylqulow Vorlage:Klappleiste/Ende

Einzelnachweise

<references />