Salam Fayyad
Salam Fayyad (arabisch سلام فياض, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), auch Faiyad; * April 1952 in Dair al-Ghussun) ist ein palästinensischer Wirtschaftswissenschaftler und Politiker (Partei des „Dritten Weges“). Er war 2007 bis 2013 Ministerpräsident der Palästinensischen Autonomiegebiete. Zuvor war er von 2002 bis 2005 und erneut ab März 2007 Finanzminister.
Leben
Fayyad wurde 1952 in Dair al-Ghassun bei Tulkarm im damals von Jordanien annektierten Westjordanland geboren. Nach seiner Promotion in Wirtschaftswissenschaften in Austin in Texas arbeitete er zunächst als Dozent an der Yarmuk-Universität in Jordanien. Daneben erwarb er ein Ingenieurdiplom der Amerikanischen Universität in Beirut. 1987 trat er eine Stelle bei dem Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington an. Von 1995 bis 2001 arbeitete er in Jerusalem als ansässiger Vertreter des Internationalen Währungsfonds in Palästina und überwachte die Finanzreformen der Autonomiebehörde.<ref>Salam Fayyad. Brookings Institution, abgerufen am 30. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>William A. Orme Jr.: The I.M.F. Representative to Palestine. In: The New York Times. 13. Juli 2001, abgerufen am 5. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im Jahr 2002 wurde er von der damals regierenden Fatah als parteiloser Ökonom zum Finanzminister berufen. Unter seiner Führung wurden grundlegende Reformen des Finanzwesens initiiert, sowie wichtige Maßnahmen in einer Anti-Korruptions-Kampagne vollzogen, für die er internationale Anerkennung erntete. Er schied im Jahr 2005 aus dem Amt aus und gründete mit Hanan Aschrawi und anderen die Partei „Dritter Weg“.<ref name=":0" /> Diese erreichte bei den Wahlen zum Palästinensischen Legislativrat 2006 jedoch weniger als 3 % der Wählerstimmen.
Am 18. März 2007 wurde er zum Finanzminister der geplanten Einheitsregierung aus den rivalisierenden Palästinensergruppen Fatah und Hamas ernannt. Am 15. Juni 2007 gab der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas bekannt, er werde Salam Fayyad mit der Führung einer Notstandsregierung beauftragen. Diese war zunächst für 30 Tage vorgesehen.<ref name=":0"></ref> Zuvor hatte er den bisherigen Ministerpräsidenten Ismail Haniyya vor dem Hintergrund des bewaffneten Konflikts zwischen Fatah und Hamas für abgesetzt erklärt.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: Spiegel Online, 15. Juni 2007. Abgerufen am 4. April 2026Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Am 7. März 2009 trat die von Fayyad geführte Regierung zurück, um den Weg für eine Einheitsregierung unter Beteiligung von Fatah und Hamas freizumachen.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: Focus, 7. März 2009Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2(Seite nicht abrufbar).</ref> Präsident Mahmud Abbas forderte Fayyad zum Verbleib im Amt während dieser Verhandlungen auf.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, Reuters, 7. März 2009Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Nachdem fünf Runden solcher von Ägypten vermittelten Verhandlungen gescheitert waren, wurde Fayyad am 19. Mai von Abbas erneut mit dem Amt des Ministerpräsidenten betraut.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: The New York Times, 19. Mai 2009. Abgerufen am 14. Februar 2010 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Am 14. Februar 2011 trat die palästinensische Regierung um Ministerpräsident Salam Fayyad zurück. Damit sollte eine Neubesetzung mehrerer Ministerposten ermöglicht werden. Präsident Abbas hatte zu diesem Schritt gedrängt. Beobachter werteten dies unter anderem als eine Reaktion auf die Unruhen und politischen Umwälzungen in Ägypten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Palästinensische Regierung ist zurückgetreten ( vom 16. September 2011 im Internet Archive) bei tagesschau.de, 14. Februar 2011. Aufgerufen am 6. September 2014.</ref> Fayyad selbst blieb bei der Regierungsumbildung im Amt.
Am 16. Mai 2012 wurde ein aus Fatah-nahen Fachleuten bestehendes Übergangskabinett von Abbas vereidigt. Laut Abbas sollte es die Verwaltung sicherstellen, bis die Hamas in die Regierung eingebunden werden könnte. Fayyad blieb Ministerpräsident, gab aber das bis dahin von ihm betreute Finanzministerium an Nabil Kassis ab.<ref name="Munzinger"/> Als Abbas den Rücktritt von Kassis im März 2013 annahm, wurden Differenzen zwischen Präsident und Ministerpräsident bekannt – Fayyad hatte sich gegen einen Rücktritt von Kassis ausgesprochen.<ref name="fr">Palästina: Regierungschef reicht Rücktritt ein. In: fr-online.de. 13. April 2013, abgerufen am 19. Dezember 2014.</ref>
Im April 2013 wurde bekannt, dass Fayyad seinen Rücktritt als Ministerpräsident bei Mahmud Abbas eingereicht hatte. Zuvor hatte der Revolutionsrat der Fatah erstmals öffentlich die Amtsführung von Fayyad kritisiert. Fayyad gilt bei vielen Palästinensern als zu USA- und Israel-freundlich.<ref name="fr"/>
Dem Vorhaben einer einseitigen Ausrufung des Staates Palästina stand er skeptisch gegenüber. Zur Erlangung staatlicher Souveränität für das palästinensische Volk setzte er darauf, diese zuerst durch Konsolidierung von Zivilgesellschaft und Wirtschaft unausweichlich zu machen.<ref>Associated Press: Palestinian PM: UN Recognition of State Will Just Be Symbolic Victory. In: Haaretz. 28. Juni 2011, abgerufen am 4. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Fayyad rejects bi-national state idea. In: The Jerusalem Post. Abgerufen am 4. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Seite nicht abrufbar).</ref>
Unter Fayyads Reformen erreichte das Wirtschaftswachstum im Westjordanland 2009 mit 8,5 % fast die Geschwindigkeit Chinas.<ref name="zeit-2010-09-01">Philip Faigle: Nahost: Der fragile Boom der Westbank. In: zeit.de. 1. September 2010, abgerufen am 19. Dezember 2014.</ref>
Privates
Fayyad ist Sunnit, verheiratet und hat drei Söhne. Er lebt in Ostjerusalem. Fayyad verfügt auch über die amerikanische Staatsbürgerschaft.<ref name="Munzinger">Salam Fayyad. In: Internationales Biographisches Archiv 44/2012 vom 30. Oktober 2012 (abgerufen via Munzinger Online).</ref>
Weblinks
- Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Profile: Salam Fayyad.] bbc.co.uk, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 8. März 2020 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung
Einzelnachweise
<references />
Mahmud Abbas | Ahmad Qurai | Ismail Haniyya | Salam Fayyad | Rami Hamdallah | Mohammed Schtajjeh | Mohammad Mustafa
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fayyad, Salam |
| ALTERNATIVNAMEN | Fajjad, Salam |
| KURZBESCHREIBUNG | palästinensischer Politiker und Wirtschaftswissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | April 1952 |
| GEBURTSORT | Dair al-Ghussun |