Bernhard Loibner
Bernhard Loibner (* 22. Juni 1965 in St. Veit an der Glan, Kärnten) ist ein österreichischer Komponist, Musiker elektronischer Musik und Medienkünstler.
Leben
Loibner begann Mitte der 1980er Jahre als E-Bassist mit seiner Band All Quiet on the Western Front ein Crossover aus Elektronik, Rockmusik und improvisierter Musik zu spielen. Er absolvierte 1987 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ein Tontechnik-Studium, 1990 an der 1990 Technischen Universität Wien ein Studium in Datentechnik. Von 2000 bis 2002 war er an der Universität für angewandte Kunst Wien als Universitäts-Assistent für visuelle Medien bzw. Digitale Kunst beschäftigt<ref>Takeover: who's doing the art of tomorrow = Wer macht die Kunst von morgen; [Ars Electronica 2001]. Springer, Wien New York 2001, ISBN 978-3-211-83629-3.</ref>. Dann war er Lehrer an der HTL Donaustadt.
Wirken
Zu Loibners künstlerischen Arbeit gehören, neben Livekonzerten elektronischer Musik, sowohl Kompositionen für zeitgenössischen Tanz und Theater als auch Video, Film und Radio. Neben den musikalischen Kompositionen hat er seine Arbeit in den audiovisuellen Bereich erweitert. Seine experimentelle elektronische Musik und audiovisuellen Stücke („visuelle Musik“) wurden bei Konzerten, Aufführungen und für Filmfestivals gespielt<ref>Christian Rösner: Sound-Surfer - Audiovisuelle Kompositionen und interpretierbare Assoziationsräume. 22. Januar 2005, abgerufen am 28. April 2026.</ref>. Vorlage:Hinweisbaustein Seine Arbeit wird geprägt durch die Verwendung von elektronischer Livemusik und den Einsatz digitaler und analoger elektronischer Instrumente. Die dabei entstehenden vielfältigen Klangstrukturen reichen von Stille bis Lärm. Ein weiterer Aspekt seines Schaffens ist die Kombination verschiedener medialer Ausdrucksformen. Er beschäftigt sich mit der Entwicklung eigener Software für Komposition und Tongestaltung<ref>Christian Rösner: Sound-Surfer - Eigene Signalnetzwerke als Kompositionsgrundlage. 7. Juni 2002, abgerufen am 28. April 2026.</ref>. Programmierung und Komposition bzw. Tongestaltung versteht er dabei als zwei Betrachtungsweisen desselben Vorgangs.
Zu seinen Gemeinschaftswerken gehören Arbeiten des Duos „Nerve Theory“, das mit dem US-amerikanischen Videokünstler Tom Sherman in den Bereichen Klang, Video und Stimme tätig ist<ref>InfoWar - Information. Macht. Krieg. Springer, Wien New York 1998, ISBN 978-3-211-83134-2.</ref>, sowie gemeinsame Konzerte mit Musikern wie Michael Fischer, Karlheinz Essl, Bernhard Gál, Didi Bruckmayr und dem Vienna Improvisers Orchestra u. a. Auftragsarbeiten umfassen Musik für mehrere Filme der Regisseurin Mara Mattuschka, Performances des austro-französischen Kollektivs Supermas und für den Österreichischen Rundfunk ORF.
Seine Musik und seine Videos wurden auf CD und DVD veröffentlicht. Teilnahme an zahlreichen Festivals u. a. Music Unlimited Wels, Moers Festival, Ars Electronica (Linz), Elektra (Montreal), Stuttgarter Filmwinter, Generator (Wien) und Unsound (Krakau).
Weblinks
- Website
- Interview in Music Austria
- Maria Reininger: Zeit-Ton Porträt. Bernhard Loibner. In: Oe 1. 26. August 2010.
- Basisinformationen (deutsch, englisch) mit einer Auflistung von Sendungen im ORF-Kunstradio
- Werkverzeichnis, Biographie (Music Information Center Austria)
- Künstlerische Beiträge (Soundcloud: Loibner)
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Loibner, Bernhard |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Komponist, Musiker elektronischer Musik und Medienkünstler |
| GEBURTSDATUM | 22. Juni 1965 |
| GEBURTSORT | St. Veit an der Glan, Kärnten |