Curtis Mayfield
Curtis Lee Mayfield (* 3. Juni 1942 in Chicago, Illinois; † 26. Dezember 1999 in Roswell, Georgia) war ein US-amerikanischer Soulmusiker. Er war mit der Band The Impressions und später als Solist erfolgreich. Seine größten Charterfolge sind People Get Ready, Move on Up, Freddie’s Dead und Superfly.
Werdegang
Mayfield begann sein musikalisches Schaffen früh – bereits mit sieben Jahren sang er zusammen mit Jerry Butler in einem Gospel-Chor. Bald darauf trat er der Band The Alfatones bei. Das Gitarrenspiel und Songwriting brachte er sich selbst bei. 1956 schloss sich Mayfield The Roosters an. Fortan spielte, sang und schrieb er Lieder in wechselnden R&B-Bands in Chicago und New York. Aus The Roosters wurde die Band The Impressions, mit der Mayfield einige seiner bekanntesten Hits hatte, darunter For Your Precious Love, das oft als erste Soulsingle bezeichnet wird, sowie It’s All Right, I’m so Proud, Keep on Pushing, People Get Ready, We’re a Winner und Mighty, Mighty.
Ab 1970 arbeitete Mayfield als Solokünstler sowie mit zahlreichen Soullegenden wie Gladys Knight & the Pips, Aretha Franklin und The Staple Singers. Mit Superfly veröffentlichte er 1972 einen der einflussreichsten Blaxploitation-Soundtracks. 1976 spielte er im Film Short Eyes mit, für den er auch den Soundtrack schrieb und dessen Produzent er war. In der ersten Hälfte der 1970er Jahre erzielte er seine größten Charterfolge mit Liedern wie (Don’t Worry) If There's a Hell Below We’re All Going to Go, Move On Up, Future Shock, Kung Fu sowie Freddie’s Dead und Superfly aus dem Soundtrack zum gleichnamigen Film, seine beiden einzigen Top-10-Erfolge in den USA als Solist.<ref>Curtis Mayfield Songs ••• Top Songs / Chart Singles Discography ••• Music VF, US & UK hits charts. Abgerufen am 8. Mai 2020.</ref> Beide Aufnahmen erhielten darüber hinaus Gold-Auszeichnungen. Ab 1975 war Mayfield nur mehr in den US-amerikanischen R&B-Charts vertreten.
In den 1980er Jahren sanken die Verkaufszahlen seiner neu veröffentlichten Alben. Er tourte jedoch weiterhin durch die ganze Welt. Am 13. August 1990, während eines Open-Air-Auftritts im New Yorker Stadtteil Brooklyn, traf ihn eine von einem Sturm losgerissene Lichttraverse. Er war danach vom Hals abwärts gelähmt, begab sich aber zumindest für kurze Zeitabschnitte noch ins Studio oder komponierte im Krankenbett.
1995 erhielt Mayfield den Grammy Lifetime Achievement Award. 1996 kam sein letztes Album, das 25. Soloalbum New World Order, heraus. Aufgrund seiner Lähmung konnte er nicht mehr Gitarre spielen, sondern nur noch singen. Im Februar 1998 musste sein rechtes Bein aufgrund einer Diabetes-Erkrankung amputiert werden. Am 15. März 1999 wurde er in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.<ref>Rock and Roll Hall of Fame Curtis Mayfield in der Rock and Roll Hall of Fame</ref> Aus gesundheitlichen Gründen konnte er an der Zeremonie nicht teilnehmen. Seine letzte Veröffentlichung war ein Gastauftritt bei der Gruppe Bran Van 3000 auf dem Song Astounded aus deren Album Discosis, das unmittelbar vor seinem Tod aufgenommen wurde und erst posthum 2001 erschien.
Curtis Mayfield starb am 26. Dezember 1999 im Alter von 57 Jahren im North Fulton Regional Hospital in Roswell, Georgia, an Diabetes. Seit seiner Lähmung hatte sich sein Gesundheitszustand kontinuierlich verschlechtert.<ref name="JetMagazine2000">Jet. Johnson Publishing Company, 17. Januar 2000, S. 55, abgerufen am 18. Januar 2011.</ref> Mayfield wurde eingeäschert.
Der Rolling Stone listete Mayfield auf Rang 98 der 100 größten Musiker, auf Rang 34 der 100 größten Gitarristen, auf Rang 40 der 100 größten Sänger und auf Platz 78 der 100 größten Songwriter aller Zeiten.<ref>100 Greatest Artists of All Time. Rolling Stone, 2. Dezember 2010, abgerufen am 8. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>100 Greatest Guitarists of All Time. Rolling Stone, 18. Dezember 2015, abgerufen am 7. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>100 Greatest Singers of All Time. Rolling Stone, 2. Dezember 2010, abgerufen am 7. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>The 100 Greatest Songwriters of All Time. Rolling Stone, August 2015, abgerufen am 7. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Diskografie
Vorlage:Eingebundene Diskografie
Literatur
- Stambler, Irwin: The Encyclopedia of Pop, Rock and Soul. 3. überarbeitete Auflage, New York City, New York: St. Martin’s Press, 1989, ISBN 0-312-02573-4, S. 448–450.
Weblinks
- Curtis Mayfield bei AllMusic (englisch)Vorlage:Abrufdatum
- Curtis Mayfield bei Discogs
- Curtis Mayfield bei laut.de
Nachruf
- Neil Strauss: Curtis Mayfield, Conscience-Driven Soul Singer, Dies at 57. In: The New York Times. 27. Dezember 1999 (englisch)
Musikbeispiele
- Curtis Mayfield: Move on Up (Extended Version) auf YouTube
- Curtis Mayfield: Tripping Out auf YouTube
- Curtis Mayfield: Right on for the Darkness auf YouTube
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mayfield, Curtis |
| ALTERNATIVNAMEN | Mayfield, Curtis Lee |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Soul-Musiker und Songwriter |
| GEBURTSDATUM | 3. Juni 1942 |
| GEBURTSORT | Chicago, Illinois |
| STERBEDATUM | 26. Dezember 1999 |
| STERBEORT | Roswell, Georgia |