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Taraneh Alidoosti

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Datei:Taraneh Alidoosti, The Salesman news conference (13950311005850217).jpg
Taraneh Alidoosti (2016)

Taraneh Alidoosti (<phonos file="Fa-ترانه علی دوستی.ogg">anhören</phonos>/? persisch ترانه عليدوستی, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); * 12. Januar 1984 in Teheran) ist eine iranische Schauspielerin.

Leben

Bekannt wurde Alidoosti 2002 mit der Hauptrolle in Man, Taraneh, panzdah sal daram. Im gleichen Jahr gewann sie als beste Schauspielerin den Bronzenen Leoparden beim Internationalen Filmfestival von Locarno sowie den Crystal Simorgh beim iranischen Fajr-Filmfestival.

Ihr Vater ist der ehemalige iranische Fußballnationalspieler Hamid Alidoosti, der in den 1980er Jahren in Deutschland beim FSV Salmrohr aktiv war. Ihr Bruder Pouyan starb im März 2005 im Alter von 16 Jahren beim jährlichen persischen Feuerfestival Tschahar Schanbe Suri an den Folgen einer Explosion. Zu dieser Zeit arbeitete sie an dem Film Fireworks Wednesday, der vor dem Hintergrund ebendieses Brauches spielt.

Alidoosti ist verheiratet und hat eine Tochter.<ref>Afp: Iranian actress Taraneh Alidoosti’s tattoo drags her to social media storm. In: emirates247.com. 1. Juni 2016, abgerufen am 5. Juni 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Politische Positionierung

Feministin

Datei:Woman-power emblem.svg
Women-power-Emblem

Bei einer Pressekonferenz in Teheran 2016 wurde durch einen hochgerutschten Ärmel eine Women-power-Tätowierung auf ihrem Unterarm sichtbar. Das löste eine Kontroverse in der Islamischen Republik aus, ihr wurde vorgeworfen, eine Feministin zu sein. Alidoosti bestätigte dies schließlich: „Beruhigt euch! Ja, ich bin eine Feministin.“<ref>Thomas Erdbrink: In Iran, an Actress, a Bared Arm and a ‘Woman Power’ Tattoo. In: The New York Times, 31. Mai 2016 (englisch).</ref> Und ergänzte: „Eine Feministin ist eine Person, die an die soziale, politische und wirtschaftliche Gleichheit der Geschlechter glaubt.“<ref name="derstandard-2000038087546">Tattoo einer Schauspielerin löst im Iran Feminismusdebatte aus. In: Der Standard. 2. Juni 2016, abgerufen am 5. Juni 2016.</ref>

Aus Protest gegen die Abschottungspolitik der neuen US-Regierung unter Donald Trump kam sie nicht zur Oscarverleihung 2017, bei der The Salesman als bester fremdsprachiger Film nominiert war. Auf Twitter äußerte sie: „Trumps Visa-Ankündigung ist rassistisch. Egal ob es sich dabei um eine kulturelle Veranstaltung handelt, aus Protest werde ich nicht zu den Academy Awards 2017 kommen.“ Trump hatte zuvor einen vorläufigen Aufnahmestopp für Flüchtlinge sowie ein temporäres Einreiseverbot unter anderem für iranische Staatsbürger (neben solchen aus Syrien, dem Irak, Sudan, Libyen, Somalia und Jemen) verkündet.<ref name="dw-289711">Reaktion auf Trump: Irans Nominierte boykottieren Oscars. In: Deutsche Welle. 25. Januar 2017, abgerufen am 26. Januar 2017.</ref>

Proteste im Iran ab September 2022

Von Beginn an solidarisierte sich die Schauspielerin öffentlich mit den Protesten im Iran seit September 2022.<ref>[1], abgerufen am 24. Oktober 2022.</ref><ref>Berühmte Schauspielerin Alidoosti positioniert sich gegen Irans Regime en. In: Der Spiegel. 10. November 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 10. November 2022]).</ref> So kritisierte sie z. B. die Hinrichtung von Menschen, die gegen das iranische Regime demonstriert hatten, und zeigte auf ihrer Instagram-Seite ein Bild von sich ohne Hidschāb und mit einem Papier, auf dem der Hauptslogan „Frauen, Leben, Freiheit“ der Proteste stand.<ref>mdr.de: Proteste im Iran: Wie eine junge Iranerin in Thüringen die Revolution unterstützt | MDR.DE. Abgerufen am 18. Dezember 2022.</ref> Daraufhin wurde sie am 17. Dezember 2022 festgenommen.<ref>Iran: Schauspielerin Taraneh Alidoosti festgenommen. In: Der Spiegel. 18. Dezember 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 18. Dezember 2022]).</ref><ref>Iranian actor Taraneh Alidoosti arrested after criticism of death penalty. 17. Dezember 2022, abgerufen am 18. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 4. Januar 2023 wurde sie auf Kaution freigelassen. Mehr als 600 Künstler und Filmschaffende hatten in einem offenen Brief Alidoostis Freilassung gefordert.<ref>Schauspielerin Alidoosti im Iran auf Kaution freigelassen, ORF, 4. Januar 2023.</ref>

Aufgabe der Schauspielerei wegen Kopftuchzwang

In einem Interview mit der Dokumentarfilmerin Pegah Ahangarani kündigte Taraneh Alidoosti an, nicht mehr schauspielern zu wollen, solange sie dabei ein Kopftuch tragen müsse. Sie geht davon aus, dass die große Mehrheit der Iraner gegen den Kopftuchzwang für Frauen sei. Schauspielerinnen mit Kopftuch wären deshalb eine „Farce“, an der sie nicht länger mitwirken wolle.<ref>Protest gegen Kopftuchzwang – iranischer Filmstar beendet Karriere. In: Spiegel Ausland, 26. Dezember 2025, abgerufen am 27. Dezember 2025.</ref>

Filmografie (Auswahl)

  • 2002: Taraneh, 15 Jahre alt (Man, Taraneh, panzdah sal daram)
  • 2004: Beautiful City (Shahr-e ziba)
  • 2006: Feuerzauber (Fireworks Wednesday, Tschahar Schanbe Suri)
  • 2009: Alles über Elly (Darbareye Elly)
  • 2012: Die Macht des Geldes (Modest Reception, Paziraie sadeh)
  • 2016: The Salesman (Forushande)
  • 2022: Leilas Brüder (Leila’s Brothers, Baradarane Leila)
  • 2024: Orca

Weblinks

Einzelnachweise

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