Zum Inhalt springen

Adventure Master

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 10. Oktober 2025 um 22:07 Uhr durch imported>Grueslayer (vl.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Adventure Master

[[Datei:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|150px]]
Basisdaten

Maintainer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Entwickler CBS Software
Erscheinungsjahr 1984
Aktuelle Version Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
(Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Aktuelle Vorabversion Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
(Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Betriebssystem Apple II, Atari 8-bit, Commodore 64, DOS
Programmier­sprache Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Kategorie Spiel-Engine, Integrierte Entwicklungsumgebung
Lizenz proprietär
deutschsprachig ja
Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)

Adventure Master ist ein 1984 veröffentlichtes Computerprogramm, mit dem ohne Programmierkenntnisse Textadventures mit einfachen Grafiken erstellt werden konnten. Das Programm wurde von Cristopher Chance entwickelt und von der US-amerikanischen Firma CBS Software für die Heimcomputer Apple II+/IIe/IIc, Atari und Commodore 64 sowie Computer mit dem Betriebssystem MS-DOS herausgebracht.

Umfang

Verglichen mit dem bereits 1983 erschienenen, eher in Großbritannien populären The Quill hat Adventure Master einen eher geringen Funktionsumfang, und der Parser der erstellten Spiele war wenig leistungsfähig. Der Nutzer konnte eine Spielwelt aus miteinander verbundenen Räumen erstellen, diese mit Objekten befüllen und einfache Bedingungen für die Bewegung zwischen den Räumen erstellen, beispielsweise, dass der Spieler das Objekt „Schlüssel“ bei sich tragen muss, um von Raum 1 in den durch eine Tür versperrten Raum 2 zu gelangen. Der Parser konnte dabei nur Zwei-Wort-Kommandos im Format Verb–Objekt verarbeiten und ließ den Anwender zusätzlich sogenannte „Schlüsselsätze“ definieren, die vom Spieler in exakter Schreibweise eingegeben werden mussten.

Der Nutzer konnte mit dem Adventure Master ca. zehn einfache Bilder erstellen, um ausgewählte Räume der Spielwelt zu illustrieren. Dazu standen einfache Zeichenfunktionen zur Verfügung, die mit dem Joystick bedient werden mussten. Die maximale Auflösung betrug 160 × 96 Pixel, es konnten bis zu drei Farben benutzt werden.

Die mit dem Adventure Master erstellten Spiele waren ohne das Hauptprogramm lauffähig. Der Editor wurde mit drei Beispielspielen ausgeliefert: Dem kompletten Spiel Clever Catacombs (von Christopher Chance) sowie den Spielen Becca in Outlaw Cave und Wild Trails vom Jugendbuchautor Jean Craighead George, bei denen die Enden fehlten und vom Anwender selbst ergänzt werden mussten.<ref>CBS Software: Adventure Master Program Guide. 1984 (gamesdatabase.org [PDF]).</ref>

Rezeption

Adventure Master wurde im Jahr 1984 von der amerikanischen PC-Zeitschrift PC World besprochen. Es wird darauf hingewiesen, dass bereits drei Adventures im Lieferumfang enthalten seien, davon ein spielbares, das mit Aventure Master entwickelt worden sei. Außerdem verfüge Adventure Master über eingebaute Grafiken, mit denen man Illustrationen kreieren könne.<ref name="CBS Adventure Master" /> Teaching and Computers bescheinigt dem Programm, dass es die Erstellung von Adventures sehr erleichtere.<ref>Teaching and computers, Bände 1–2, Scholastic, 1983, S. 175 Online</ref> Newsweek stellte das Programm 1985 sehr enthusiastisch vor: „Mit Adventure Master von CBS Software kann ihre Familie sich Spaß erträumen, es ist ein Spiel, mit dem man seine eigenen, exotischen Adventures kreieren und spielen kann.“<ref name="CBS Adventure Master"> Newsweek: Band 105, Ausgaben 1–8, 1985, S. 114, The CBS software family: Dreams of adventure</ref>

Der US-amerikanische Pädagoge und Sachbuchautor Stephen Marcus erläuterte das Programm 1993 aus linguistischer Sicht dahingehend, dass Autoren mit Hilfe des Adventure Master „Problemsituationen mit multiplen möglichen Folgeszenarien“ gestalteten, dabei „Informations-Mosaiksteinchen“ zu „Informationsknotenpunkten“ zusammenfügten und dabei letztendlich Hypertext-Umgebungen erschüfen.<ref>Stephen Marcus: Multimedia, hypermedia and the teaching of English. In: Moira Monteith (Hrsg.): Computers and Language. Intellect Books, Oxford 1993, ISBN 1-871516-27-7, S. 28.</ref> Der britische Mathematiker und Inform-Entwickler Graham Nelson hielt in seinem Buch The Inform Designer's Manual fest, dass Adventure Master im Hinblick auf die Entwicklung kommerzieller Adventurespiele weniger erfolgreich gewesen sei als The Quill von Graeme Yeandle oder der Graphic Adventure Creator von Sean Ellis.<ref>Graham Nelson: The Inform Designer's Manual. 4. Auflage. The Interactive Fiction Library, St. Charles 2001, ISBN 0-9713119-0-0, S. 358.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />