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Democratas

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Vorlage:Infobox Politische Partei Democratas (DEM) war eine konservative und wirtschaftsliberale Partei in Brasilien. Die sich einfach Demokraten nennende Partei ging 2007 aus dem Partido da Frente Liberal (Partei der liberalen Front) hervor. Am 8. Februar 2022 fusionierte die Partei mit dem Partido Social Liberal (PSL) und bildet seitdem die União Brasil.<ref> TSE aprova criação da União Brasil, fusão entre DEM e PSL. Agencia Brasil, abgerufen am 3. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschichte und Personen

Sie wurde im Parteienspektrum rechts der Mitte verortet<ref>John J. Crocitti, Monique M. Vallance: Brazil Today. An Encyclopedia of Life in the Republic. Band 1, ABC-CLIO, Santa Barbara CA 2012, S. 187. Eintrag Democrats (Democratas).</ref> und gehörte, obwohl sie sich früher als „liberal“ bezeichnete, der Christlich Demokratischen Internationale (CDI) und der konservativen Internationalen Demokratischen Union (IDU) an.

Die PFL ihrerseits ging aus dem Flügel der Partido Democrático Social (PDS) – der herrschenden Partei während der Militärdiktatur – hervor, der 1985 nicht den offiziellen Regierungskandidaten Paulo Maluf folgen wollte und stattdessen den siegreichen Oppositionskandidaten Tancredo Neves vom PMDB unterstützte. In den Folgejahren hatte die Partei ihre Machtbasis vor allem im Nordosten des Landes. Von 1995 bis 2002 stellte sie unter Präsident Fernando Henrique Cardoso (PSDB) den Vizepräsidenten Marco Maciel.

Parteienstammbaum

Stammbaum der Democratas und Progressistas aus der PFL: Vorlage:Stammbaum Progressistas Democratas stellte zusammen mit dem PSDB und kleineren Parteien die Opposition zur brasilianischen Regierung unter Präsidentin Dilma Rousseff, wie zuvor schon zu Präsident Lula da Silva.

Bei den Wahlen in Brasilien 2010 unterstützte die Partei bei der Präsidentschaftswahl den unterlegenen Kandidaten der PSDB, José Serra und stellte dabei mit Indio da Costa den Kandidaten für den Vizepräsidenten.<ref>vgl. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Tribunal Superior Eleitoral: Eleições 2010: Divulgação de Resultados (Memento vom 4. Oktober 2010 im Internet Archive)</ref><ref>vgl. DEMOCRATAS - Candidatos Eleições 2010. wayback.archive.org, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. November 2010; abgerufen am 22. August 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei der Wahl zum Senat verlor die Partei fast die Hälfte, bei der Wahl der Abgeordnetenkammer fast ein Drittel ihrer Abgeordneten.<ref>vgl. Seite zu den Wahlen in Brasilien 2010</ref>

Bei den Parlamentswahlen 2014 musste sie abermals eine Niederlage hinnehmen: Sie kam nur noch auf 22 der 513 Sitze in der Abgeordnetenkammer (21 weniger als zuvor) und 5 der 81 Senatoren (Verlust von einem Sitz).

Seit 2019 ist sie in der rechten Koalition um Jair Bolsonaro beteiligt. Im Kabinett Bolsonaro waren die Parteimitglieder Onyx Lorenzoni als Kabinettschef und danach bis März 2022 in weiteren Funktionen, Luiz Henrique Mandetta bis April 2020 als Gesundheitsminister und Tereza Cristina bis März 2022 als Landwirtschaftsministerin.

Wichtige Persönlichkeiten in der Partei sind bzw. waren die Senatoren Antonio Carlos Magalhães und Jorge Bornhausen, der Abgeordnete José Carlos Aleluia und der langjährige Bürgermeister von Rio de Janeiro, César Maia. Der Politiker Rodrigo Maia ist seit 14. Juli 2016 bis zum Ende der 55. Legislaturperiode sowie nach erneuter Wiederwahl für die erste Amtszeit 2019 bis 2020 der 56. Legislaturperiode Präsident der Abgeordnetenkammer im Nationalkongress.

Einer Aufstellung der Nichtregierungsorganisation Movimento de Combate à Corrupção Eleitoral (MCCE) zufolge, waren die Democratas die Partei mit den meisten Korruptionsfällen zwischen 2000 und 2010. In dieser Zeit verloren landesweit 69 Politiker der Partei ihr Mandat wegen Korruptionsvorwürfen.<ref>O ranking da cassação – Desde 2000, 623 políticos foram cassados. DEM lidera ranking. 13. Mai 2010.</ref>

Ergebnisse der Parlamentswahlen

Abgeordnetenkammer<ref>Bancada na Eleição Portal da Câmara dos Deputados. Abruf am 19. April 2016.</ref>
Legislatur-
periode
gewählt % ±
1986 48. (1987–1991)
118/487
23,00 Vorlage:AccessibleTooltip 0
1990 49. (1991–1995)
83/503
16,18 Vorlage:AccessibleTooltip 35
1994 50. (1995–1999)
89/513
17,35 Vorlage:AccessibleTooltip 6
1998 51. (1999–2003)
105/513
20,47 Vorlage:AccessibleTooltip 16
2002 52. (2003–2007)
84/513
16,37 Vorlage:AccessibleTooltip 21
2006 53. (2007–2011)
65/513
12,67 Vorlage:AccessibleTooltip 19
2010 54. (2011–2015)
43/513
8,38 Vorlage:AccessibleTooltip 18
2014 55. (2015–2019)
21/513
4,09 Vorlage:AccessibleTooltip 22
2018 56. (2019–2023)
29/513
5,65 Vorlage:AccessibleTooltip 8
Bundessenat<ref>Senadores Portal do Senado Federal. Abruf am 19. April de 2016.</ref>
Legislatur-
periode
gewählt % ±
1986 48. (1987–1991)
13/75
17,33 Vorlage:AccessibleTooltip 0
1990 49. (1991–1995)
13/81
16,04 Vorlage:AccessibleTooltip 0
1994 50. (1995–1999)
19/81
23,46 Vorlage:AccessibleTooltip 6
1998 51. (1999–2003)
16/81
19,75 Vorlage:AccessibleTooltip 3
2002 52. (2003–2007)
15/81
18,52 Vorlage:AccessibleTooltip 1
2006 53. (2007–2011)
12/81
14,81 Vorlage:AccessibleTooltip 1
2010 54. (2011–2015)
6/81
7,41 Vorlage:AccessibleTooltip 6
2014 55. (2015–2019)
4/81
4,94 Vorlage:AccessibleTooltip 2
2018 56. (2019–2023)
6/81
7,41 Vorlage:AccessibleTooltip 2

Abgeordnete aus den Bundesstaaten

Legislatur-
periode
gewählt AC AL AM AP BA CE DF ES GO MA MG MS MT PA PB PE PI PR RJ RN RO RR RS SC SE SP TO
56.
(2019–2023)
29 1 0 0 0 4 0 1 1 2 1 1 0 0 2 1 1 0 1 4 0 0 0 1 0 0 5 2

Mitgliederentwicklung

Jahr Zahl<ref name="TSE-Filiados" />
2016, April 1.095.712
2017, April 1.094.968
2018, April 1.094.365
2019, April 1.095.666
2020, April 1.024.980

Weblinks

Einzelnachweise

<references />