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Kennedy McKinney

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Kennedy McKinney Vorlage:SportPicto
Daten
Geburtsname Kennedy McKinney
Geburtstag 10. Januar 1966
Geburtsort Hernando (Mississippi)
Nationalität Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
Kampfname(n) The King
Gewichtsklasse Superbantamgewicht
Stil Linksauslage
Größe 1,70 m
Reichweite 1,73 m
Kampfstatistik als Profiboxer
Kämpfe 43
Siege 36
K.-o.-Siege 19
Niederlagen 6
Unentschieden 1
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Olympische Ringe Olympische Spiele
Gold Seoul 1988 Bantamgewicht

Kennedy McKinney (* 10. Januar 1966 in Hernando, Mississippi) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Profiboxer. Er war Weltmeister der Verbände IBF (1992–1994) und WBO (1997–1998) im Superbantamgewicht.

Als Amateur gewann er unter anderem die Goldmedaille im Bantamgewicht bei den Olympischen Sommerspielen 1988 in Seoul.

Amateurkarriere

McKinney wurde 1985<ref>United States National Championships 1985</ref> und 1986<ref>United States National Championships 1986</ref> jeweils US-Vizemeister im Fliegengewicht, nachdem er in den Finalkämpfen jeweils gegen Arthur Johnson unterlegen war. 1987 gewann er nach einer Niederlage im Halbfinale gegen Michael Collins eine Bronzemedaille und wurde 1988, nach einer Niederlage mit 2:3 im Finale gegen Jemal Hinton, US-Vizemeister im Bantamgewicht.<ref>United States National Championships 1987</ref><ref>United States National Championships 1988</ref>

Im Juli 1988 gewann er dann die nationale Olympiaqualifikation mit Siegen gegen Sergio Reyes, Michael Collins und Jemal Hinton<ref>US National Olympic Trials 1988</ref>, sowie mit einem erneuten Sieg gegen Collins auch die Box-offs eine Woche später.<ref>US Olympic Box-offs 1988</ref>

Er nahm daraufhin im Bantamgewicht an den Olympischen Sommerspielen 1988 in Seoul teil und erreichte mit Siegen gegen Giovanni Pérez, Shahuraj Birajdar, Stephen Mwema und Phajol Moolsan das Finale, wo er beim Kampf um die Goldmedaille Aleksandar Christow besiegen konnte.<ref>Olympic Games 1988</ref>

Profikarriere

Betreut von seinem Amateurtrainer Kenny Adams wechselte er nach den Olympischen Spielen in das Profilager und wurde von Top Rank des Promoters Bob Arum unter Vertrag genommen. Später waren seine Promoter auch Akbar Muhammad und Cedric Kushner. Ab 1989 gewann er 22 Kämpfe in Folge, darunter gegen Sugar Baby Rojas und Paul Banke.

Am 2. Dezember 1992 boxte er im italienischen Tortolì gegen den ebenfalls ungeschlagenen Südafrikaner Welcome Ncita um dessen IBF-Weltmeisterschaft im Superbantamgewicht und siegte überraschend durch K. o. in der elften Runde, nachdem er zuvor selbst vor dem Kampfabbruch stand und nach Punkten im Rückstand lag. Der Niederschlag wurde später zum Ring Magazine Knockout des Jahres gewählt.<ref>Welcome Ncita vs. Kennedy McKinney (1st meeting)</ref>

In den folgenden 16 Monaten verteidigte er den Titel jeweils gegen Richard Duran, Rudy Zavala, Jesus Salud, José Rincones und in einem Rückkampf gegen Welcome Ncita<ref>Kennedy McKinney vs. Welcome Ncita (2nd meeting)</ref>, ehe er den Gürtel in der sechsten Titelverteidigung am 20. August 1994 einstimmig nach Punkten an den Südafrikaner Vuyani Bungu verlor. Der Kampf wurde vom Ring Magazine zur Überraschung des Jahres gewählt.<ref>Vuyani Bungu vs. Kennedy McKinney (1st meeting)</ref>

Nach einem Sieg gegen den Briten John Lowey, Olympiateilnehmer 1988 und späterer WM-Herausforderer von Erik Morales, boxte er am 3. Februar 1996 in Inglewood um die WBO-Weltmeisterschaft im Superbantamgewicht, verlor jedoch durch TKO in der zwölften Runde gegen den Titelträger Marco Antonio Barrera.<ref>Marco Antonio Barrera vs. Kennedy McKinney</ref>

Nach zwei folgenden Siegen, darunter gegen Johnny Lewus, einem Herausforderer von Vuyani Bungu, konnte McKinney am 5. April 1997 selbst in einem Rückkampf gegen den südafrikanischen IBF-Titelträger antreten, verlor jedoch knapp durch Split Decision nach Punkten.<ref>Vuyani Bungu vs. Kennedy McKinney (2nd meeting)</ref>

Durch Siege gegen Héctor Acero Sánchez und Luigi Camputaro konnte er am 19. Dezember 1997 im New Yorker Madison Square Garden gegen Junior Jones um den WBO-Weltmeistertitel im Superbantamgewicht antreten und schlug den Titelträger durch TKO in der vierten Runde, nachdem er zuvor selbst einen Niederschlag erlitten hatte.<ref>Junior Jones vs. Kennedy McKinney</ref>

Da er den Titel nicht verteidigte, sondern in das Federgewicht aufstieg, um dort gegen Luisito Espinosa um die WBC-Weltmeisterschaft zu boxen, wurde ihm der WBO-Titel 1998 entzogen. Den Kampf gegen Espinosa verlor er zudem am 28. November 1998 in Indio durch TKO in der zweiten Runde.<ref>Luisito Espinosa vs. Kennedy McKinney</ref>

Nach fünf weiteren Kämpfen, von denen er zwei verlor, beendete er 2003 seine Karriere.

Sonstiges

Er lebt in Olive Branch, ist geschieden und Vater zweier Söhne (Stand: 2020).<ref>Kennedy McKinney: The Greatest Hits</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1904: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Oliver Kirk | 1908: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Henry Thomas | 1920: Sudafrika 1912Datei:Red Ensign of South Africa (1912-1928).svg Clarence Walker | 1924: Sudafrika 1912Datei:Red Ensign of South Africa (1912-1928).svg William Smith | 1928: Italien 1861Datei:Flag of Italy (1861-1946).svg Vittorio Tamagnini | 1932: Kanada 1921Datei:Canadian Red Ensign (1921-1957).svg Horace Gwynne | 1936: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Ulderico Sergo | 1948: Ungarn 1946Datei:Flag of Hungary (1946-1949, 1956-1957).svg Tibor Csík | 1952: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Pentti Hämäläinen | 1956: Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch 1956Datei:Flag of Germany.svg Wolfgang Behrendt | 1960: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Oleg Grigorjew | 1964: Japan 1870Japan Takao Sakurai | 1968: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Walerian Sokolow | 1972: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Orlando Martínez | 1976: Korea NordDatei:Flag of North Korea.svg Gu Yong-ju | 1980: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Juan Hernández | 1984: Vorlage:ITA-1946 Maurizio Stecca | 1988: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kennedy McKinney | 1992: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Joel Casamayor | 1996: UngarnDatei:Flag of Hungary.svg István Kovács | 2000: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Guillermo Rigondeaux | 2004: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Guillermo Rigondeaux | 2008: MongoleiDatei:Flag of Mongolia.svg Enchbatyn Badar-Uugan | 2012: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Luke Campbell | 2016: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Robeisy Ramírez

Liste der Olympiasieger im Boxen Vorlage:Klappleiste/Ende