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Diana Rigg

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Datei:Diana Rigg 1968 revised.jpg
Diana Rigg bei Dreharbeiten zu James Bond 007 – Im Geheimdienst Ihrer Majestät auf dem Piz Gloria, 1968

Dame Enid Diana Elizabeth Rigg, DBE (* 20. Juli 1938 in Doncaster, England; † 10. September 2020 in London<ref>Hannah J. Davies: Diana Rigg, Avengers and Game of Thrones star, dies aged 82. In: The Guardian. Guardian News & Media Ltd., 10. September 2020, abgerufen am 10. September 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>), war eine britische Theater- und Filmschauspielerin. International bekannt wurde sie ab 1965 als Emma Peel in der Fernsehserie Mit Schirm, Charme und Melone und als Teresa di Vicenzo im Kinofilm James Bond 007 – Im Geheimdienst Ihrer Majestät sowie in der Spätphase ihrer Karriere in Game of Thrones in der Rolle der Olenna Tyrell. Sie feierte zahlreiche Erfolge auf Theaterbühnen im Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten.

Leben und Karriere

Kindheit, Schule und Ausbildung

Ihre Eltern waren der Eisenbahningenieur Louis Rigg und seine Ehefrau Beryl Hilda. Als Diana zwei Monate alt war, zog die Familie von Yorkshire nach Bikaner in Britisch-Indien, wo ihr Vater eine Stelle als leitender Angestellter bei der Bikaner-Staatsbahn angenommen hatte. Bis zu ihrem achten Lebensjahr wuchs Diana Rigg in Indien auf. Daher sprach sie auch ein wenig Hindi.

Von ihrem neunten Lebensjahr an besuchte sie bei Pudsey in Yorkshire die Fulneck School, ein Internat der Herrnhuter Brüdergemeine. Von 1955 bis 1957 studierte sie Schauspiel an der Royal Academy of Dramatic Art. Zu ihren Mitschülern gehörten dort Glenda Jackson und Siân Phillips. Ihr professionelles Theaterdebüt gab sie 1957 beim York Festival in der Rolle der Natella Abaschwili im Brecht-Stück Der kaukasische Kreidekreis.

Fernseh- und Kinorollen

Datei:On Her Majesty's Secret Service (8).jpg
Rigg mit George Lazenby beim Dreh von Im Geheimdienst Ihrer Majestät, 1968

Ein Großteil ihrer Filmkarriere bestand aus Fernsehproduktionen. Weltweit bekannt wurde Diana Rigg ab 1965 durch die britische Fernsehserie Mit Schirm, Charme und Melone. An der Seite von Patrick Macnee spielte sie darin die scharfzüngige, schlagkräftige, emanzipierte und oft in hautenge Lederanzüge gekleidete Agentin Emma Peel. Ihre Interpretation der Rolle war das Vorbild für zahlreiche Nachahmerinnen; so gelten die selbstbewussten Begleiterinnen in Doctor Who als vom Erfolg Emma Peels inspiriert.<ref name=Serienjunkies>Christian Junklewitz: Doctor Who: Diana Rigg kommt zu Besuch. Serienjunkies.de, 4. Januar 2012, abgerufen am 15. Juli 2012.</ref> Nach zwei Staffeln verließ Rigg die Serie, da sie ihre Gage für eine Hauptdarstellerin als zu niedrig empfand. Von nur 150 Pfund Sterling je Woche in der ersten Staffel waren ihre Bezüge in der zweiten Staffel auf 450 Pfund angehoben worden. Selbst ein Kameramann verdiente damals mehr. Im Jahr 2019, als die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern erneut ein wichtiges gesellschaftspolitisches Thema in der Medienberichterstattung wurde, sagte Rigg, es sei deprimierend, dass man immer noch über das Lohngefälle zwischen den Geschlechtern sprechen müsse. Seinerzeit habe niemand sie bei ihrer Forderung nach gerechter Bezahlung unterstützt, weder die Frauen am Filmset noch ihr Schauspielkollege Macnee.<ref>Ruth Huntman: Diana Rigg: ‘Becoming a sex symbol overnight shocked me’. „It’s so depressing that we are still talking about the gender pay gap.“ In: The Guardian. Guardian News & Media Ltd., 30. März 2019, abgerufen am 11. September 2020 (englisch).</ref>

Im Kino kam Riggs Talent kaum zur Geltung. Am bekanntesten ist ihre Rolle der Ehefrau von James Bond in Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1969), der anfangs das Publikum enttäuschte und erst Jahre später bei Kritikern und Bond-Fans Anerkennung fand. Sie ist das einzige „Bondgirl“, das James Bond heiratete. In dem Film Hospital (1971) geriet eine Szene zum Skandal, in der sie einen vermeintlich impotenten Chefarzt durch verbale Erniedrigung heilen sollte. Die Nackt- und Sexszene wurde zu einer jugendfreien Fassung umgeschnitten. 1982 spielte sie in der Agatha-Christie-Verfilmung Das Böse unter der Sonne an der Seite von Peter Ustinov einen divenhaften Bühnenstar, der bestohlen und ermordet wird.

In der britischen Fernsehserie Doctor Who war Rigg 2013 in einer von Mark Gatiss geschriebenen Folge erstmals neben ihrer Tochter Rachael Stirling zu sehen; sie spielten Mutter und Tochter.<ref> Dame Diana Rigg and Rachael Stirling to Star in New Series! In: bbc.co.uk. British Broadcasting Corporation, 2. Juli 2012, abgerufen am 15. Juli 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=Serienjunkies /> Ebenfalls ab 2013 trat sie in der mehrfach ausgezeichneten Fantasy-Serie Game of Thrones von der dritten Staffel an als Lady Olenna Tyrell auf.<ref>Bernd Michael Krannich: Game of Thrones: Startdatum und 14 neue Darsteller für Staffel 3. In: Serienjunkies.de. 14. Juli 2012, abgerufen am 15. Juli 2012.</ref> Sie wurde mehrmals für den Emmy als beste Gastdarstellerin nominiert. Rigg arbeitete bis kurz vor ihrem Tod als Schauspielerin; ihr letzter Film war Edgar Wrights Last Night in Soho, der im Jahr nach ihrem Tod bei den 78. Internationalen Filmfestspielen von Venedig Premiere hatte.

Theater

Diana Rigg hatte vor allem auf der Theaterbühne Erfolg – in klassischen wie in modernen Rollen, für die sie vielfach ausgezeichnet wurde. Von 1959 bis 1964 war sie Mitglied der Royal Shakespeare Company<ref>Charme für die Ewigkeit – Zum Tod der Filmschauspielerin Diana Rigg. In: Süddeutsche Zeitung. 10. September 2020, abgerufen am 11. September 2020.</ref>, seit 1967 freiberuflich tätig als assoziiertes Mitglied der Company. Von 1971 an war sie Mitglied des National Theatre of Great Britain. Sie zählt zu den ersten Schauspielerinnen, die nackt auf einer Bühne (in dem Stück Abelard and Heloise, 1970) auftraten. 1979 wurde sie in einer Titelstory der Zeitschrift Time als „Großbritanniens beste Schauspielerin“ gefeiert. 1982 veröffentlichte sie das Buch No Turn Unstoned, eine Sammlung der schlechtesten und am schlechtesten geschriebenen Theaterkritiken und zugleich eine Abrechnung mit Kritikern, die sie ablehnten.

Zu den Stücken, in denen sie eine Hauptrolle spielte, zählen:

Persönliches

Datei:Diana Rigg signing an autograph in 2011.jpg
Diana Rigg (2011)

Im Jahr 1987 wurde Diana Rigg als Commander in den Order of the British Empire aufgenommen und 1994 von Königin Elisabeth II. zur Dame Commander des Ordens erhoben. Sie war Vorstandsmitglied der Royal Academy of Dramatic Art und von 1998 bis 2008 Kanzlerin der University of Stirling. 1999 war sie Gastprofessorin für zeitgenössisches Theater an der University of Oxford. Sie erhielt die Ehrendoktorwürde mehrerer schottischer und englischer Universitäten (Stirling, Leeds, Nottingham, London South Bank).

Rigg lebte in Chelsea (London) und in ihren letzten 20 Lebensjahren auch in Mauvezin-d’Armagnac in Südwestfrankreich, wo sie ein Anwesen mit einer Villa im elsässischen Stil erworben hatte. Zuletzt hielt sie sich mehrmals längere Zeit in Australien auf.<ref>Renaud Biondi-Maugey: Mort de Diana Rigg: l’actrice de “Chapeau melon et bottes de cuir” était amoureuse des Landes. In: France Bleu. 10. September 2020, abgerufen am 11. September 2020 (französisch).</ref>

Der renommierte britische Fernsehmoderator Michael Parkinson, der sie erstmals 1972 interviewte, schrieb 2010, sie habe stets eine außergewöhnliche „glänzende Schönheit ausgestrahlt“.<ref>Michael Parkinson: Parky’s People. Hodder & Stoughton, London 2011, S. 31.</ref> Zudem war sie ein Leben lang mit Ausnahme ihrer allerletzten Jahre als passionierte Raucherin bekannt.<ref>My body & soul: Diana Rigg, actress, 70. 18. April 2009, abgerufen am 2. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

In den 1960er Jahren war Diana Rigg mit dem britischen Regisseur und Schauspieler Philip Saville liiert.<ref>Kathleen Tracy: Diana Rigg. The Biography. BenBella Books, Dallas 2004, S. 38.</ref> Später war sie zweimal verheiratet, mit dem israelischen Maler Menachem Gueffen (1973–1976) und dem schottischen Großgrundbesitzer Archibald Stirling (1982–1990). Aus der Beziehung mit Stirling stammt ihre Tochter, Rachael Stirling (* 1977),<ref>Eintrag bei filmreference.com</ref> die ebenfalls Schauspielerin wurde.

Rigg starb am 10. September 2020 im Alter von 82 Jahren an Lungenkrebs,<ref name="telegraph">Craig Simpson: Cancer-stricken Diana Rigg wanted someone to help her die. In: The Telegraph vom 10. Dezember 2023, abgerufen am 15. Juni 2025</ref> der im März des Jahres diagnostiziert worden war.<ref>Jessica Carpani: Dame Diana Rigg has died at the age of 82. In: The Telegraph. 10. September 2020, abgerufen am 10. September 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Schauspielerin Diana Rigg gestorben. In: FAZ.net. 10. September 2020, abgerufen am 10. September 2020.</ref> Nach Berichten ihrer Tochter Rachael wollte Diana Rigg ihr Leben selbst beenden, als sie an Lungenkrebs im Endstadium litt.<ref name="telegraph" /><ref>Mario Ledwith: ‘It’s gone on too long’: Diana Rigg’s plea for assisted dying. In: thetimes.com. 10. Dezember 2023, abgerufen am 15. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In den letzten Wochen ihres Lebens nahm sie Tonbänder auf, auf denen sie Abgeordnete anflehte, Sterbehilfe zu legalisieren.<ref>Jenni Murray: I pray that Diana Rigg's last words will change law on dying. In: dailymail.co.uk. 13. Dezember 2023, abgerufen am 15. Juni 2025.</ref><ref>James Moore: Diana Rigg’s plea for assisted dying was heartfelt, but wrong. In: independent.co.uk. 13. Dezember 2023, abgerufen am 15. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Lucy Rock: ‘Nobody speaks about this’: Diana Rigg made impassioned plea for assisted dying law before death. In: theguardian.com. 9. Dezember 2023, abgerufen am 15. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Filmografie (Auswahl)

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Auszeichnungen

Literatur

  • Kathleen Tracy: Diana Rigg: The Biography. BenBella Books, Dallas (Texas), 2004, ISBN 1-932100-27-X.
  • Franziska Fischer: „Mrs. Peel, wir werden gebraucht!“ Mit Schirm, Charme und Melone – Das Buch zur Serie. Bertz + Fischer Verlag, 2009, ISBN 978-3-86505-159-2.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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