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Yuriorkis Gamboa

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Yuriorkis Gamboa Vorlage:SportPicto
Datei:Yuriorkis Gamboa.jpg
Yuriorkis Gamboa (2011)
Daten
Geburtsname Yuriorkis Gamboa Toledano
Geburtstag 23. Dezember 1981
Geburtsort Guantánamo
Nationalität KubaDatei:Flag of Cuba.svg Kubanisch
Kampfname(n) El Ciclón
Gewichtsklasse Federgewicht
Stil Linksauslage
Größe 1,68 m
Reichweite 165 cm
Kampfstatistik als Profiboxer
Kämpfe 35
Siege 30
K.-o.-Siege 18
Niederlagen 5
Profil in der BoxRec-Datenbank
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Weltmeisterschaften 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Olympische Spiele
Gold Athen 2004 Fliegengewicht
Weltmeisterschaften
Bronze Mianyang 2005 Federgewicht

Yuriorkis Gamboa Toledano (* 23. Dezember 1981 in Guantánamo, Kuba) ist ein kubanischer Profiboxer und ehemaliger IBF und WBA-Weltmeister im Federgewicht.

Amateur

2003 gewann Yuriorkis Gamboa die Panamerikanischen Spiele, bei der Amateurweltmeisterschaft in Bangkok (Thailand) verlor er gegen den Lokalmatadoren und späteren Sieger Somjit Jongjohor knapp im Viertelfinale.

Im Jahr 2004 wurde Gamboa bei den Olympischen Spielen in Athen Olympiasieger im Fliegengewicht. Er schlug dabei den Moldauer Igori Samoilenco, nahm am thailändischen Weltmeister Jongjohor Revanche, besiegte den Russen Georgi Balakschin, den für Deutschland startenden Rustam Rahimov und im Finale Vizeweltmeister Jérôme Thomas aus Frankreich. Im gleichen Jahr gewann er auch den Chemiepokal in Halle. Nach eigenem Bekunden war seine wirtschaftliche Lage aber so angespannt, dass er sogar seine Goldmedaille verkaufte, um eine Geburtstagsfeier für seine zweijährige Tochter auszurichten.

Bei den Amateurweltmeisterschaften 2005 in Mianyang erreichte er im Federgewicht einen dritten Platz. Er unterlag dort im Halbfinale gegen den für Bulgarien angetretenen Alexei Schaidulin, da er, nach Punkten zum Zeitpunkt des Kampfabbruches in Führung liegend, wegen einer Platzwunde aus dem Kampf genommen wurde.

Amateurerfolge

  • 2000: Kubanischer Meister im Halbfliegengewicht
  • 2003: Kubanischer Meister im Fliegengewicht
  • 2003: 1. Platz Amerikanische Spiele im Fliegengewicht
  • 2004: Kubanischer Meister im Fliegengewicht
  • 2004: Olympiasieger im Fliegengewicht
  • 2005: 3. Platz Weltmeisterschaft im Federgewicht
  • 2006: Kubanischer Meister im Federgewicht

Profikarriere

Zum Jahreswechsel 2006/2007 setzte sich Yuriorkis Gamboa mit seinen Kollegen Odlanier Solís und Yan Barthelemí bei einem Trainingslager in Venezuela von der kubanischen Mannschaft ab und unterschrieb beim Hamburger Boxstall Arena Box-Promotion einen Profivertrag. Im April 2007 gab er in Hamburg sein erfolgreiches Profidebüt und überzeugte durch gute Boxtechnik und schnelle Reflexe. Seine ersten Profikämpfe bestritt er in Deutschland, bevor er nach Florida, einer Hochburg von Exilkubanern, umzog und seitdem auch vornehmlich in den USA boxte.

In seinem 15 Profikampf und weniger als zwei Jahre nach seinem Profidebüt gewann Gamboa die Interimsweltmeisterschaft der WBA im Federgewicht. Er besiegte den 37-jährigen Venezolaner José Rojas durch technischen K. o. in der zehnten Runde.

Am 10. Oktober 2009 besiegte er Whyber Garcia durch technischen K. o. in der 4. Runde und wurde damit offizieller WBA-Weltmeister. Am 11. September 2010 gewann er durch einstimmigen Punktesieg gegen Orlando Salido, zusätzlich den IBF-Weltmeistertitel. Daraufhin wurde sein WBA-Titel zum Super-WM-Titel aufgewertet.

Am 26. März 2011 wurde ihm der IBF-WM-Titel wieder entzogen, da er bei seiner Titelverteidigung gegen Jorge Solís nicht zum zweiten Wiegen erschienen war und man ihm eine Überschreitung des Gewichtslimits angelastet hatte. Am 11. Juni 2011 wurde ihm auch der WBA-SuperWM-Gürtel entzogen, da er durch den Verlust des IBF-Titels nicht mehr die Auflagen des WBA-Verbandes zum Besitz des Super-WM-Titels erfüllte.

Nach einer Pause von fast sechs Monaten, gewann er am 10. September 2011 in Atlantic City gegen Ex-Weltmeister Daniel Ponce de León (41-3). Schon von der ersten Runde an bestimmte der Kubaner das Kampfgeschehen und traf Ponce de Leon nach Belieben. In der achten Runde knallten die beiden Boxer mit den Köpfen zusammen, was zur Folge hatte, dass der Mexikaner über dem linken Auge eine stark blutende Platzwunde hatte, die nach 1:24 in der 8. Runde zum Abbruch des Kampfes führte. Nach Auswertung der Scorecards war Gamboa der klare Sieger des Kampfes. Im selben Jahr schlug er im Dezember den Philippinen Michael Farenas.

Im Juni 2013 gewann er einstimmig gegen Darleys Pérez (28-0). Ende Juni 2014 verlor er durch K. o. gegen Terence Crawford (23-0).

Weblinks

VorgängerAmtNachfolger
Orlando SalidoBoxweltmeister im Federgewicht (IBF)
11. September 2010 – 26. März 2011
Chris JohnBoxweltmeister im Federgewicht (WBA)
17. April 2009 – 11. September 2010
Jonathan Victor Barros
Chris JohnBox-Superweltmeister im Federgewicht (WBA)
11. September 2010 – 11. Juni 2011
Chris John

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1904: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg George Finnegan | 1920: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Frankie Genaro | 1924: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Fidel LaBarba | 1928: Ungarn 1918Datei:Flag of Hungary (1915-1918, 1919-1946).svg Antal Kocsis | 1932: Ungarn 1918Datei:Flag of Hungary (1915-1918, 1919-1946).svg István Énekes | 1936: Deutsches Reich NSDatei:Flag of the German Reich (1935–1945).svg Willy Kaiser | 1948: ArgentinienDatei:Flag of Argentina.svg Pascual Pérez | 1952: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Nathan Brooks | 1956: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Terry Spinks | 1960: Ungarn 1957Datei:Civil Ensign of Hungary.svg Gyula Török | 1964: Vorlage:ITA-1946 Fernando Atzori | 1968: MexikoDatei:Flag of Mexico.svg Ricardo Delgado | 1972: Bulgarien 1971Datei:Flag of Bulgaria (1971-1990).svg Georgi Kostadinow | 1976: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Leo Randolph | 1980: Bulgarien 1971Datei:Flag of Bulgaria (1971-1990).svg Petar Lessow | 1984: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Steve McCrory | 1988: Vorlage:KOR-1984 Kim Kwang-sun | 1992: Korea NordDatei:Flag of North Korea.svg Choi Chol-su | 1996: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Maikro Romero | 2000: ThailandDatei:Flag of Thailand.svg Wijan Ponlid | 2004: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Yuriorkis Gamboa | 2008: ThailandDatei:Flag of Thailand.svg Somjit Jongjohor | 2012: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Robeisy Ramírez | 2016: UsbekistanDatei:Flag of Uzbekistan.svg Shahobiddin Zoirov | 2020: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Galal Yafai | 2024: UsbekistanDatei:Flag of Uzbekistan.svg Hasanboy Doʻsmatov

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