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Benk (Bindlach)

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Benk
Gemeinde Bindlach
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(588)&title=Benk 50° 1′ N, 11° 37′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(588) 50° 0′ 46″ N, 11° 37′ 24″ O
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Höhe: 435 m ü. NHN
Einwohner: 588 (2017)<ref name="Einwohner">Bindlach-Benk, Statistische Daten - Exklusiver Service. Abgerufen am 31. Oktober 2022.</ref>
Eingemeindung: 1. Januar 1978
Postleitzahl: 95463
Vorwahl: 09208
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Datei:Benk IMG 3052.jpg
Lanzendorfer Straße im oberen Ortsteil

Benk ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Bindlach im oberfränkischen Landkreis Bayreuth.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Benk hat eine Fläche von 10,514 km². Sie ist in 1433 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7336,78 m² haben.<ref>Gemarkung Benk (092373). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Bindlacher Berg, Deps, Friedrichshof, Katzeneichen und Schrot.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref>

Geographie

Datei:Benk IMG 3027.jpg
Turm und Torhaus der Kirche Sankt Walburga

Das Pfarrdorf Benk liegt bei Bad Berneck am Rand des Fichtelgebirges, oberhalb und im Tal des Benker Bachs. Der Ort wird von der Staatsstraße 2460 tangiert, die nach Neudorf (2,1 km nordöstlich) bzw. nach Röhrig verläuft (2,6 km südlich). Gemeindeverbindungsstraßen verlaufen nach Schrot (0,9 km nördlich), nach Deps (1 km südöstlich) und zur Kreisstraße BT 46 bei der Anschlussstelle 40b (Bindlacher Berg) der Bundesautobahn 9 (1,1 km westlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 30. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

Benk entwickelte sich vermutlich im 8. Jahrhundert aus verschiedenen slawischen Ansiedlungen, worauf verschiedene Ortsnamen hindeuten. Bis 1365 gehörte das Dorf zur Pfarrgemeinde Marktschorgast. 1749 wurde die heutige Kirche Sankt Walburga geweiht, die im Bereich des Turms aber älter ist. Sie gilt als ein Kleinod des Rokoko und ist vollständig von einer Friedhofsmauer mit einem Torhaus aus dem Jahr 1703 umgeben.<ref name="IGB28">Informationsbroschüre Gemeinde Bindlach - page 28: Benk</ref>

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Benk 27 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Bayreuth zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Hofkastenamt Bayreuth. Grundherren waren das Hofkastenamt Bayreuth (3 Höfe, 11 Halbhöfe, 8 Sölden, 1 Wirtshaus mit Bräu- und Mulzhaus, 1 Gemeindeschmiede, 1 Hirtenhaus) und die Pfarrei Benk (2 Söldengüter).<ref name="W343">R. Winkler: Bayreuth, S. 343.</ref>

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Bayreuth. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde Benk bayerisch. Infolge des Gemeindeedikts wurde 1812 der Steuerdistrikt Benk gebildet.<ref name="W464"/> Außer dem Hauptort gehörten hierzu Deps, Doebitsch, Dressendorf, Forthof und Katzeneichen.<ref>R. Winkler: Bayreuth, S. 489.</ref> Zugleich entstand die Ruralgemeinde Benk, zu der Doebitsch gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Bayreuth zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Bayreuth (1919 in Finanzamt Bayreuth umbenannt). Mit dem Gemeindeedikt von 1818 wurde Deps mit Katzeneichen eingemeindet. Etwas später wurde auf dem Gemeindegebiet Hermannsthal und Schrot gegründet. Ab 1862 gehörte Benk zum Bezirksamt Bayreuth (1939 in Landkreis Bayreuth umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Bayreuth (1879 in Amtsgericht Bayreuth umgewandelt).<ref name="W464">R. Winkler: Bayreuth, S. 464.</ref> Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 11,269 km².<ref name="OV 1961"/> In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde auf dem Gemeindegebiet Friedrichshof gegründet. Am 1. Juli 1976 wurde Doebitsch nach Bad Berneck umgemeindet.<ref> </ref> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Benk am 1. Januar 1978 nach Bindlach eingemeindet.<ref> </ref><ref>Bindlach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref>

Dem Bericht Zur Kriegschronik des Pfarramts Benk ist zu entnehmen, dass im Dezember 1944 die ersten Flüchtlinge aus dem Saargebiet in Benk eintrafen und bei örtlichen Bauernfamilien untergebracht wurden. Im Februar 1945 habe sich dann ein wahrer Flüchtlingsstrom aus den Ostgebieten über das Dorf ergossen. Anfang März wurden Soldaten der Wehrmacht in Benk einquartiert, russische Kriegsgefangene wurden in Scheunen untergebracht. Vom Bordwaffenbeschuss US-amerikanischer Tiefflieger auf den nahen Fliegerhorst Bindlach blieb Benk weitgehend verschont. Am 10. April verließen die deutschen Soldaten den Ort, auf dessen Kirchturm am Abend des 14. April eine weiße Fahne aufgezogen wurde. Tags darauf zogen Soldaten der US-Armee, ohne auf Widerstand zu stoßen, in Benk ein.<ref>Peter Engelbrecht: Ende und Neubeginn. Bayreuth: Im April 1945 herrscht Frieden. Späthling, Weißenstadt 2022, ISBN 978-3-942668-87-3, S. 190 ff.</ref>

Baudenkmäler

  • Hans-Raithel-Straße 23: Einhemmstelle<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Bindlach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
  • Hans-Raithel-Straße 45: Pfarrhaus<ref name="Denkmalliste"/>
  • Kirchenring 9: Pfarrkirche St. Walburga<ref name="Denkmalliste"/>
  • Steinkreuz<ref name="Denkmalliste"/>

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Ehemalige Baudenkmäler
  • Haus Nr. 29: erdgeschossiger Wohn- und Stallbau von „1816“ (Jahrzahl im Türschlussstein) aus Sandsteinquadern; verzahnte Eckquaderung, im zweigeschossigen Giebel geohrte Fensterrahmungen und sehr dekorative Fensterschürzen<ref name="G96">A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Bayreuth, S. 96. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung.</ref>
  • Haus Nr. 30: Gasthof zur Sonne. Zweigeschossiger verputzter Massivbau, Ende des 17./18. Jahrhunderts; drei zu fünf Achsen, Sandsteingewände von Fenster und Tür mit breiter Fase<ref name="G96"/>

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Benk

Jahr 1822 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 337 539 527 517 537 573 581 559 628 585 572 538 526 526 526 537 528 478 489 662 804 651 568 522
Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.</ref> 57 86 88 87 88 85 98 102
Quelle <ref name="W464"/> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 138, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV" /> <ref name="HGV" /> <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 842, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 129 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1011–1012, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 958 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1003 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1025 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 885 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 651–652 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 148 (Digitalisat).</ref>

Ort Benk

Jahr 001819 001822 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002017
Einwohner <templatestyles src="FN/styles.css" /> *221 207 320 325 325 296 279 374 335 304 301 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 588
Häuser<ref name="Häuser" /> 33 48 48 47 54 61 79
Quelle <ref>Vorlage:Ober-Mainkreis 1820</ref> <ref name="W464"/> <ref name="OV 1861" /> <ref name="OV 1875" /> <ref name="OV 1885" /> <ref name="OV 1900" /> <ref name="OV 1925" /> <ref name="OV 1950" /> <ref name="OV 1961" /> <ref name="OV 1970" /> <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 293 (Digitalisat).</ref> <ref name="Einwohner"/>

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* 
Angaben inklusive Doebitsch
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Gemarkung Benk ohne Doebitsch

Religion

Benk ist Sitz der Pfarrei St. Walburga, die seit der Reformation evangelisch-lutherisch ist.<ref name="W343"/><ref name="OV 1961"/>

Sonstiges

Der Ort ist Namenspate für die Benk-Formation (früher Benker Sandstein), eine lithostratigraphische Formation des Keupers in der Germanischen Trias.

Literatur

Weblinks

Commons: Benk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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