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Karsamstag

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Datei:St.AlbansPsalterHarrowingofHell.jpg
Der Abstieg Christi in die Unterwelt im Albani-Psalter (Buchmalerei, England 12. Jh.)
Datei:5276-20080123-jerusalem-stone-of-anointing.jpg
Der Salbungsstein in der Grabeskirche von Jerusalem. Hier wurde der Überlieferung nach der Leichnam Jesu für die Bestattung vorbereitet.

Der Karsamstag oder Karsonnabend (althochdeutsch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ‚Klage‘, ‚Kummer‘, ‚Trauer‘; {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist der letzte Tag der Karwoche und der zweite Tag des österlichen Triduums. Auf ihn folgt der Ostersonntag. Der Karsamstag wird regional auch als stiller Samstag bezeichnet.<ref name=":0">Oliver Marquart: Karsamstag oder Ostersamstag: Warum so viele den Tag vor Ostern falsch benennen | Sonntags. Sonntagsblatt, 360 Grad evangelisch, abgerufen am 4. April 2026.</ref> Die Christen gedenken am Karsamstag, dem Tag der Grabesruhe Jesu Christi,<ref name=":0" /> seines Abstiegs in die Unterwelt, bei dem er nach seiner Kreuzigung die Seelen der Gerechten seit Adam aus dem Limbus patrum befreit habe (Vorlage:Bibel/Link).<ref name=":1">Was ist Karsamstag? Bedeutung & Brauchtum. St. Benno Verlag, 2026, abgerufen am 4. April 2026.</ref> Die vorkommende umgangssprachliche Bezeichnung des Karsamstags als „Ostersamstag“ oder „Ostersonnabend“ weicht von der kirchlichen Tradition ab.<ref>Warum heute nicht Ostersamstag ist. Was ist der Karsamstag?, domradio.de, 30. April 2024.</ref> Der Ostersamstag ist im christlichen Sprachgebrauch der Samstag der Osteroktav und damit der Tag vor dem Weißen Sonntag, eine Woche nach Ostern.<ref name=":0" />

Kirchliche Traditionen

Der Karsamstag ist der Tag, an dem die Kirche der Grabesruhe Christi gedenkt und mit Fasten und Gebet seine Auferstehung erwartet, die an Ostern gefeiert wird.<ref name=":0" /> Es werden am Karsamstag keine Sakramente gespendet, die mit Festfreude verbunden sind, insbesondere findet keine Eucharistiefeier statt,<ref name=":0" /> die heilige Kommunion wird nur als Wegzehrung (Sterbekommunion) gereicht.

Die liturgische Farbe der Protestanten ist für diesen Tag die Farbe Schwarz.<ref name=":0" />

Vor allem an Kathedralkirchen und in Abteikirchen werden am Morgen des Gründonnerstags, des Karfreitags und des Karsamstags feierliche Karmetten mit der Gemeinde gesungen.<ref name=":1" />

Der Altar der Kirche ist nicht mit Altartuch, Kerzen oder Blumen geschmückt, sondern zeigt den nackten Stein, Zeichen des „Ecksteins“<ref>Vorlage:Bibel/Link, Vorlage:Bibel/Link Vorlage:Bibel/Link, Vorlage:Bibel/Link</ref> Christus. Zur Verehrung durch die Gläubigen ist in den Kirchen immer das Kreuz aufgestellt, häufig auch eine Ikone des Abstiegs Christi in die Unterwelt oder eine Pietà (Vesperbild). Von der Enthüllung des Kreuzes in der Feier vom Leiden und Sterben Christi bis zur Osternacht wird das Kreuz beim Vorüberschreiten durch eine doppelte oder einfache Kniebeuge geehrt, wie sonst das ausgesetzte Allerheiligste.

In vielen Kirchen wird am Karfreitag nach der Feier vom Leiden und Sterben Christi ein „Heiliges Grab“ mit einem niedergelegten Kreuz, dem Bild des im Grab ruhenden Christus, errichtet. Es wird am Abend des Karfreitags und am Karsamstag, dem Tag der Grabesruhe des Herrn, von den Gläubigen aufgesucht.

Der Karsamstag endet bei Katholiken mit dem Beginn der Feier der Osternacht,<ref name=":0" /> die als Nachtwache bereits zur Liturgie des Ostersonntags gehört. Da die Feier der Osternacht eine Vigil ist,<ref>Katrin Jokic: Karsamstag und Ostersamstag: Kennen Sie den Unterschied? Stuttgarter Zeitung, 30. März 2026, abgerufen am 4. April 2026.</ref> die zur Gänze im Dunkeln abgehalten werden soll, kann sie frühestens in den Abendstunden des Karsamstags nach Einbruch der Dunkelheit beginnen.

Literatur

  • Joseph Ratzinger: Karsamstag. Erste Meditation. In: Joseph Ratzinger: Meditationen zur Karwoche. (= Meitinger Kleinschriften, Nr. 5) Kyrios, Meitingen, Freising, 7. Aufl. 1980, S. 17–21 (geistliche Deutung des Karsamstags).
  • Hans-Ulrich Wiese: Karsamstagsexistenz: Auseinandersetzung mit dem Karsamstag in der Liturgie und moderner Kunst (= Bild – Raum – Feier. Studien zu Kirche und Kunst, Band 1) Schnell und Steiner, Regensburg 2002, ISBN 3-7954-1515-2 (Dissertation Universität Bonn 2001, 292, [15] Seiten mit Illustrationen).
  • Ingrid Fischer: Die Tagzeitenliturgie an den drei Tagen vor Ostern: Feier – Theologie – Spiritualität (= Pietas liturgica – Studia, Band 22), Francke, Tübingen/Basel 2013, ISBN 3-7720-8493-1 (Dissertation Universität Wien 2012, VIII, 423 Seiten, 24 cm, Inhaltsverzeichnis, Inhaltstext).
  • John Ortberg: Weltbeweger. Jesus – wer ist dieser Mensch? Gerth Medien, Asslar, 2013, ISBN 978-3-86591-877-2 (Kapitel 14, S. 274–291 befasst sich mit dem Karsamstag).

Weblinks

Commons: Karsamstag – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Karsamstag – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />

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Weihnachtsfestkreis:
Advent: Adventssonntage

Weihnachtszeit: Heiliger Abend Weihnachten Weihnachtsoktav (mit Stephanustag, Unschuldige Kinder, Heilige Familie und Beschneidung des Herrn bzw. Hochfest der Gottesmutter) Erscheinung des Herrn Taufe des Herrn

ev: Epiphaniaszeit und Vorpassionszeit / rk: Zeit im Jahreskreis:
Sonntage (nach Epiphaniasvor der Passionszeit / im Jahreskreis) Darstellung des Herrn Verkündigung des Herrn

Osterfestkreis:
Fastenzeit/Passionszeit: Aschermittwoch Fastensonntage Palmsonntag Karwoche

Triduum Sacrum: Gründonnerstag Karfreitag Karsamstag Osternacht

Osterzeit: Ostern Osteroktav (mit Ostermontag und Weißem Sonntag) Sonntage Christi Himmelfahrt Pfingsten

ev: Trinitatiszeit / rk: Zeit im Jahreskreis:
Pfingstoktav (mit Pfingstmontag und Trinitatis) Sonntage (nach Trinitatis / im Jahreskreis) Fronleichnam Herz-Jesu-Fest Verklärung des Herrn Kreuzerhöhung Erntedankfest Kirchweihfest Reformationstag Allerheiligen Allerseelen Buß- und Bettag Totensonntag Christkönigsfest

Weitere Feste:
Marienfeste Apostelfeste Markustag Lukastag Josefstag Johannistag Michaelistag

Die farbigen Kästchen kennzeichnen die bevorzugte liturgische Farbe für das entsprechende Fest. Zum Ablauf des Kirchenjahres siehe beispielsweise die Perikopenordnung der evangelischen Kirche in Deutschland bzw. das Calendarium Romanum Generale für die römisch-katholische Kirche.

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