Peter-Weiss-Preis
Der Peter-Weiss-Preis ist ein Kulturpreis zum Gedenken an den Schriftsteller, Maler, Grafiker und Experimentalfilmer Peter Weiss. Er wird von der Stadt Bochum alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Fritz-Wortelmann-Preis verliehen. Der Preis soll „Ansporn und Förderung für die Kunstschaffenden der verschiedenen Sparten sein, ihre Arbeit im Sinne eines humanistischen Engagements fortzusetzen, für welches das Gesamtwerk von Peter Weiss beispielhaft steht“.<ref name="Bochum">Stadt Bochum: Städtische Kulturpreise | Stadt Bochum. Abgerufen am 29. November 2023.</ref>
Er wird seit 1990 im Wechsel in den Sparten Theater, Literatur, Film oder Bildende Kunst vergeben und ist mit 15.000 Euro dotiert (Stand 2023).<ref name="Bochum" />
Am 27. November 2023 gab die Stadt Bochum bekannt, den Peter-Weiss-Preis 2023 an Sharon Dodua Otoo zu vergeben. Am nächsten Tag kündigte sie jedoch an, die Preisvergabe auszusetzen und den Sachverhalt zu prüfen.<ref>Stadt Bochum: Vergabe des Peter-Weiss-Preises ausgesetzt | Stadt Bochum. 28. November 2023, abgerufen am 30. November 2023.</ref> Zuvor waren Vorwürfe laut geworden, Otoo unterstütze die BDS-Bewegung, die auch von der Stadt Bochum als antisemitisch eingestuft wird.<ref>Meldung: Update: Stadt Bochum zieht Peter Weiss Preis für Sharon Dodua Otoo nach BDS-Vorwürfen zurück. 28. November 2023, abgerufen am 29. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Otoo schrieb in einem Statement, sie würde einen Aufruf zum kulturellen Israel-Boykott heute nicht mehr unterschreiben und werde auf den Preis verzichten.<ref>dpa: Autorin Otoo distanziert sich von Israel-Boykott. Süddeutsche Zeitung, 29. November 2023, abgerufen am 30. November 2023.</ref> Die Jury stimmte Otoos Vorschlag zu, das Preisgeld an eine gemeinnützige Initiative zu stiften.<ref>https://taz.de/Peter-Weiss-Preis-einigt-sich-mit-Otoo/!5978804/</ref>
Preisträger
- 1990 – George Tabori
- 1992 – Marcel Ophüls
- 1994 – Elfriede Jelinek
- 1996 – Jochen Gerz
- 1998 – Christoph Hein
- 2000 – Kurt Hübner
- 2002 – Harun Farocki
- 2004 – Hans Haacke
- 2006 – Ingo Schulze
- 2008 – Dimiter Gotscheff<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Freiheitsgedanke der Kunst. Dimiter Gotscheff erhält „Peter-Weiss-Preis“ ( vom 19. Mai 2009 im Internet Archive), 14. April 2008</ref>
- 2010 – Rosemarie Trockel
- 2012 – Fatih Akın
- 2014/15 – Ulrich Peltzer<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stadt Bochum verleiht 2016 zwei Peter-Weiss-Preise ( des Vorlage:IconExternal vom 21. August 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 10. Juni 2016</ref>
- 2017 – Milo Rau
- 2019 – Otobong Nkanga
- 2021 – Ute Adamczewski<ref>Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum geht an Ute Adamczewski, bochum.de, veröffentlicht und abgerufen am 14. Januar 2022.</ref>
- 2023 – nicht vergeben
- 2025 – Yael Ronen<ref>Stadt Bochum: Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum geht an Yael Ronen | Stadt Bochum. Abgerufen am 30. Oktober 2025.</ref>
Weblinks
- Peter-Weiss-Preis, Bilder der Preisträger und Verleihungen im Flickr-Album der Stadt Bochum, aufgerufen am 14. Februar 2023
Einzelnachweise
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