Zum Inhalt springen

Andreas Friedrich Uhthoff

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 28. März 2023 um 20:15 Uhr durch imported>AxelHH (Änderung 232274761 von 80.152.141.210 rückgängig gemacht; bitte Seitenzahlen zu Andreas Friedrich Uhthoff nennen).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Andreas Friedrich Uhthoff.jpg
Andreas Friedrich Uhthoff

Andreas Friedrich Uhthoff (* 14. September 1780 in Bremen; † 16. März 1860 Vegesack) war ein Fabrikant und Unternehmer, der 1822 die Eisengießerei Uhthoff gründete. Nach ihm und seinem Unternehmen ist die Uhthoffstraße im Bremer Stadtteil Vegesack benannt.

Biografie

Andreas Friedrich stammt aus der weit verzweigten Bremer Familie Uhthoff.<ref>Margrit Schulte Beerbühl: The Forgotten Majority. In: Studies in British and Imperial History. Band 3. New York / Oxford 2014, ISBN 978-1-78238-448-9, S. 111, doi:10.1515/9781782384489.</ref> Er wurde als viertes von sechs Kindern in Bremen geboren. Sein Vater Helmerich Uhthoff (1737–1819) war Kaufmann und Diakon am Bremer Dom. Seine 1746 geborene Mutter stammte aus Höxter und starb 1805.<ref>Christian Tölken: Online-Stammbaum ; Geneanet. Abgerufen am 30. Januar 2023.</ref> Uhthoff erlernte den Beruf eines Kaufmanns. In den 1810er Jahren betrieb Andreas Friedrich Uhthoff, gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Franz Anton Egells in Gebäuden des ehemaligen Klosters Gravenhorst eine Maschinenbauanstalt und konstruierte unter anderem Dampfmaschinen. Den Gussstahl dazu bezogen die Unternehmer von Friedrich Krupp.<ref>(FAH 1/FAH 1 B 66) Eingegangene Geschäftsbriefe an Friedrich Krupp, Bd. 24 (St-T). In: Historisches Archiv Krupp. Abgerufen am 29. Januar 2023.</ref> Im Juli 1820 beschreibt Christian Karl André eine von Uhthoff verbessert und in Gravenhorst vorgestellte Dampfmaschine ausführlich:

„Diese von dem genannten Künstler sorgfältig ausgeführte, und von mehreren Kennern, welche dieselbe im Gang sahen, sehr günstig beurtheilte Maschine, verdient von Kunstfreunden gesehen zu werden; große Sorgfalt zeigt sich selbst bei den kleinsten Theilen, so daß z.B. jede Schraubenmutter, die sich auf irgend eine Art lossetzen könnte, durch geschickte Vorkehrungen festgehalten wird.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Christian Karl André: Hesperus: Encyclopädische Zeitschrift für gebildete Leser<ref>Christian Karl André: Neue Erfindung Uhthoffs. Dampfmaschine verbessert. In: Hesperus: Encyclopädische Zeitschrift für gebildete Leser. Band 26, Beilage Nr. 15. Cotta, 1820, ZDB-ID 974461-7, S. 119 ([1]).</ref>

1812 heiratete er in Recke Henrietta Christiana Mueser,<ref>Vielleicht verwandt mit der aus derselben Region stammenden Gründerfamilie des Bergbauunternehmens Harpen</ref> mit der er sieben Kinder hatte, darunter den 1814 geborene Firmenerbe Gustav.<ref>Andreas Friedrich Uhthoff auf geni.com. Abgerufen am 30. Januar 2023.</ref> 1822 stellte er beim Amt Vegesack ein Genehmigungsgesuch, zur Gründung einer Eisen- und Metallgießerei mit einem Walzwerk.<ref>StAB 2-P.13. 324. Abgerufen am 29. Januar 2023 (Enthält v. a.: Zulassung 1822; Niederlassungsrecht für Fabrikarbeiter).</ref> Dieses Unternehmen führte er bis zu seinem Tod im Jahre 1860. Sein Sohn Gustav Uhthoff verstarb am 26. April 1875, zwei Jahre nach dem Gründerkrach und im selben Jahr wurde auch der Betrieb der Eisengießerei Uhthoff eingestellt. An zahlreichen Gebäuden in Bremen und Umgebung haben sich bis heute Erzeugnisse Uhthoffs erhalten. Grundstückseinfriedungen, Brüstungsgitter, Geländer von Treppen und Balkonen sowie Gartenmöbel finden sich zahlreich.<ref>Rudolf Stein: Klassizismus und Romantik in der Baukunst Bremens. Die Vorstädte und die Stadt-Landgüter, Vegesack und Bremerhaven. Band 2. Hausschild, Bremen 1965, DNB 454853181, S. 490–496.</ref> Das von ihm 1842 erbaute Wohnhaus ist heute noch in Teilen in der nunmehr nach ihm benannten Uhthoffstraße 24 in Bremen-Vegesack erhalten.<ref>Denkmaldatenbank des LfD Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.</ref> Im Uhthoffzimmer im Erdgeschoss des Heimatmuseums im Schloss Schönebeck befinden sich mehrere Ausstellungsgegenstände aus dem Werk Uhthoffs.<ref>Kathrin Harm: Von gusseisernen Stühlen und Stövchen. In: Weser Report. 16. Januar 2019, abgerufen am 30. Januar 2023.</ref>

Literatur

  • Johann Focke: Die erste Eisengießerei im bremischen Staatsgebiet. In: Jahrbuch der bremischen Sammlungen. Nr. 1, 1908 ([2]).
  • Rudolf Stein: Klassizismus und Romantik in der Baukunst Bremens. Die Vorstädte und die Stadt-Landgüter, Vegesack und Bremerhaven. Band 2. Hausschild, Bremen 1965, DNB 454853181, S. 490–496.

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein