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Benedict Cumberbatch

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Benedict Cumberbatch auf der Berlinale 2025

Benedict Timothy Carlton Cumberbatch, CBE (* 19. Juli 1976 in London, England) ist ein britischer Schauspieler und Synchronsprecher. Bekannt wurde er vor allem durch seine Rolle als Detektiv Sherlock Holmes in der britischen Krimi-Serie Sherlock. Seit 2016 spielte er in sechs Filmen des Marvel Cinematic Universe die Figur des Doctor Strange. Für seine darstellerische Leistung in der Filmbiografie The Imitation Game (2014) sowie in The Power of the Dog (2021) erhielt er jeweils eine Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller.

Leben

Cumberbatch ist der Sohn der Schauspieler Timothy Carlton (Realname: Timothy Carlton Congdon Cumberbatch) und Wanda Ventham. Aus der ersten Ehe seiner Mutter hatte Cumberbatch eine um 17 Jahre ältere Halbschwester, die Künstlerin Tracy Peacock, die im Dezember 2021 im Alter von 62 Jahren an Krebs verstarb<ref>Benedict Cumberbatch: Todes-Schock! Er trauert um seine tote Schwester Tracy</ref>. Seine Cousine ist die Schauspielerin Hannah Taylor-Gordon.

Ahnenforscher fanden heraus, dass Cumberbatch ein Cousin 16. Grades von Arthur Conan Doyle ist, dem Schöpfer von Sherlock Holmes, für dessen Darstellung Benedict Cumberbatch weltweit bekannt ist. Cumberbatchs und Doyles gemeinsamer Vorfahre ist John of Gaunt, 1. Duke of Lancaster (1340–1399), der Sohn des englischen Königs Eduard III. John of Gaunt war Doyles Urgroßvater 15. Grades und gleichzeitig Cumberbatchs Urgroßvater 17. Grades.<ref>Benedict Cumberbatch und „Sherlock“-Autor Doyle – Alte Verwandte</ref>

Benedict Cumberbatch besuchte die Harrow School im Londoner Stadtbezirk Harrow und die Universität Manchester. Anschließend absolvierte er bis zu seinem Abschluss 2000 die London Academy of Music and Dramatic Art (LAMDA). Seit 2018 fungiert er als Präsident seiner ehemaligen Schauspielschule und folgte in diesem Amt Timothy West.<ref>Benedict Cumberbatch becomes president of Lamda drama school. In: BBC News. 16. Januar 2018 (bbc.com [abgerufen am 13. Mai 2023]).</ref>

Im November 2014 verlobte er sich mit der Schauspielregisseurin Sophie Hunter.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Sherlock“-Star Cumberbatch verlobt. (Memento vom 7. November 2014 im Internet Archive) stol.it. 5. November 2014, abgerufen am 23. Juni 2016.</ref> Die Hochzeit fand im Februar 2015 auf der Isle of Wight statt.<ref>Ryan Gajewsk: Benedict Cumberbatch Marries Sophie Hunter. HollywoodReporter.com. 14. Februar 2015, abgerufen am 23. Juni 2016.</ref> Im Juni 2015 kam das erste gemeinsame Kind, ein Sohn, zur Welt<ref>Benedict Cumberbatch + Sophie Hunter, Es ist ein Junge! 14. Juni 2015, abgerufen am 23. Juni 2016.</ref>, im März 2017 der zweite<ref>Benedict Cumberbatch: Er schwelgt wieder im Babyglück. In: vip.de. (vip.de [abgerufen am 26. März 2017]).</ref> und im Januar 2019 der dritte.<ref>Benedict Cumberbatch interview: ‘Joe Biden? I’m going to plead with the guy to shut Guantanamo’. 8. April 2021, abgerufen am 12. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Christopher Carlton „Kit“ & Hal Auden & Finn. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. April 2021; abgerufen am 12. April 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/christopherbatch.tumblr.com</ref>

Am 12. Juni 2015 wurde Cumberbatch von Elisabeth II. zum Commander of the British Empire ernannt.<ref>Gordon Rayner: Queen’s Birthday Honours: Van Morrison knighted. The Daily Telegraph. 12. Juni 2015, abgerufen am 23. Juni 2016.</ref>

Am 25. November 2017 wurde Cumberbatch Zeuge eines Überfalls von vier Männern auf einen Radfahrer. Zusammen mit einem Autofahrer trieb er die Männer in die Flucht.<ref>Die Welt, Schauspieler Cumberbatch verteidigt Fahrradfahrer bei Überfall, 2. Juni 2018</ref><ref>The Straits Times, [1], 30. Juni 2018</ref>

Karriere

Seine ersten Erfahrungen im Fernsehgeschäft sammelte er 2000 in einer Episode der britischen Fernsehserie Heartbeat. 2003 erhielt er eine Rolle in To Kill a King mit Tim Roth und Dougray Scott und spielte in Dr. Slippery den Sohn von Paul Slippery (gespielt von Hugh Laurie). Seinen Durchbruch feierte er 2004 mit Hawking – Die Suche nach dem Anfang der Zeit, eine Filmbiografie über den Wissenschaftler Stephen Hawking. Hierfür bekam Cumberbatch eine Nominierung als „Bester Schauspieler“ bei den BAFTA Awards. 2005 spielte er die Hauptrolle in der Miniserie To the Ends of the Earth, die auf der gleichnamigen Buchserie des Autors William Golding basiert. 2007 war er in der Rolle des William Pitt in dem Drama Amazing Grace zu sehen.

Datei:Martin Freeman + Benedict Cumberbatch.JPG
Martin Freeman und Cumberbatch bei den Dreharbeiten zu Sherlock

Von 2008 bis 2013 spielte er neben Stephanie Cole, Roger Allam und John Finnemore in der von Finnemore geschriebenen BBC-Radio-4-Sitcom Cabin Pressure die Rolle des ehrgeizigen, angespannten und mäßig erfolgreichen Piloten Martin Crieff. Von 2010 bis 2017 übernahm er die Titelrolle in Sherlock, einer auf Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes basierenden Serie.

In Peter Jacksons Verfilmung des Tolkien-Romans Der Hobbit stellte er den Drachen Smaug mittels Performance Capture dar und sprach den Nekromanten.<ref>Mike Fleming: Benedict Cumberbatch To Voice Smaug in ‘The Hobbit’. deadline.com, 16. Juni 2011, abgerufen am 19. November 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In der Fortsetzung von Star Trek, Star Trek Into Darkness, stellte er den Bösewicht John Harrison alias Khan dar.<ref>George Wales: Benedict Cumberbatch is Star Trek 2 Villain. totalfilm.com, 5. Januar 2012, abgerufen am 5. Januar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>„Star Trek 2“ wird zu „Star Trek Into Darkness“. moviejones.de. 26. September 2012, abgerufen am 23. Juni 2016.</ref> Im Jahr 2013 spielte er in Steve McQueens Filmdrama 12 Years a Slave, das mit einem Oscar für den besten Film ausgezeichnet wurde. Für seine Darbietung in der Sherlock-Episode Sein letzter Schwur gewann er 2014 einen Emmy als bester Hauptdarsteller in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm. In der Filmbiografie über Alan Turing The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben (2014) spielte er die Hauptrolle und war für einen Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. 2015 war er als William Bulger im Mafia-Drama Black Mass zu sehen. Im Oktober 2016 erschien Marvels Spielfilm Doctor Strange, in dem Cumberbatch die Titelrolle übernahm.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Benedict Cumberbatch Confirmed as Marvel’s ‘Doctor Strange’.] In: TheHollywoodReporter.com. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. Dezember 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Auch in den Filmen Thor: Tag der Entscheidung (2017), Avengers: Infinity War (2018), Avengers: Endgame (2019) und Spider-Man: No Way Home (2021) war er als Doctor Strange zu sehen. 2022 übernahm er die Hauptrolle in der Fortsetzung Doctor Strange in the Multiverse of Madness. Für seine Darstellung des Cowboys Phil Burbank in Jane Campions The Power of the Dog erhielt Cumberbatch 2022 eine zweite Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller.

In Danny Boyles Inszenierung von Frankenstein am Royal National Theatre in London spielte er die Hauptfiguren Victor Frankenstein oder Frankensteins Monster im abendlichen Wechsel mit Jonny Lee Miller. Beide wurden von den Kritikern gefeiert und erhielten gemeinsam den Evening Standard Theatre Award für das Jahr 2011 und den Olivier Award.<ref>Tim Masters: Frankenstein stars win Evening Standard Theatre Awards. BBC news, 21. November 2011, abgerufen am 5. März 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Synchronisation

Im Deutschen wird Benedict Cumberbatch meist von Sascha Rotermund synchronisiert. In einigen Filmen und den Serien Sherlock und Parade’s End – Der letzte Gentleman wird er jedoch von Tommy Morgenstern gesprochen. Im Jahr 2014 lieh er dem Agenten Geheimsache im Animationsfilm Die Pinguine aus Madagascar seine Stimme und wurde von Heino Ferch synchronisiert. 2018 war er die Stimme vom Grinch, im Deutschen gesprochen von Otto Waalkes.

Filmografie (Auswahl)

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Als Schauspieler

Als Produzent

Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl)

CBE

  • 2015: Auszeichnung für seine Verdienste im Bereich der darstellenden Künste mit dem CBE (Commander of the Order of the British Empire)

Oscar

  • 2015: Nominierung als Bester Hauptdarsteller für The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben
  • 2022: Nominierung als Bester Hauptdarsteller für The Power of the Dog

Golden Globe Award

BAFTA Film Award

  • 2015: Nominierung als Bester Hauptdarsteller für The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben
  • 2022: Nominierung als Bester Hauptdarsteller für The Power of the Dog

Emmy

  • 2012: Nominierung als bester Hauptdarsteller in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm in Sherlock: Ein Skandal in Belgravia
  • 2013: Nominierung als bester Hauptdarsteller in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm in Parade’s End – Der letzte Gentleman
  • 2014: Auszeichnung als bester Hauptdarsteller in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm in Sherlock: Sein letzter Schwur
  • 2016: Nominierung als bester Hauptdarsteller in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm in Sherlock: Die Braut des Grauens
  • 2017: Nominierung als bester Hauptdarsteller in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm in Sherlock: Der lügende Detektiv
  • 2018: Nominierung als bester Hauptdarsteller in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm in Patrick Melrose

BAFTA TV Award

  • 2005: Nominierung als bester Darsteller in Hawking
  • 2010: Nominierung als bester Nebendarsteller in Small Island
  • 2011: Nominierung als bester Hauptdarsteller in Sherlock
  • 2012: Nominierung als bester Hauptdarsteller in Sherlock
  • 2015: Nominierung als bester Hauptdarsteller in Sherlock
  • 2017: Nominierung als bester Hauptdarsteller in Richard III
  • 2019: Auszeichnung als bester Hauptdarsteller in Patrick Melrose

ALFS Award

  • 2008: Nominierung für Amazing Grace

Satellite Award

  • 2008: Nominierung als Bester Darsteller in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm für The Last Enemy
  • 2010: Nominierung als Bester Darsteller in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm für Sherlock
  • 2012: Auszeichnung als Bester Darsteller in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm für Sherlock<ref>2012 Nominees. International Press Academy, abgerufen am 7. Dezember 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • 2013: Nominierung als Bester Darsteller in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm für Parade’s End – Der letzte Gentleman
  • 2014: Nominierung als Bester Hauptdarsteller – Drama für The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben
  • 2018: Nominierung als Bester Darsteller in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm für Patrick Melrose

National Television Awards

  • 2011: Nominierung für „Outstanding Drama Performance“ in Sherlock
  • 2013: Nominierung für „Outstanding Drama Performance“ in Sherlock
  • 2014: Auszeichnung als „Best TV Detective“ in Sherlock
  • 2015: Nominierung für „Outstanding Drama Performance“ in Sherlock

Goldene Nymphe

Olivier Award

New York Film Critics Circle

BAFTA Los Angeles Britannia Award

  • 2013: Auszeichnung als Künstler des Jahres

Southbank Sky Arts Awards

  • 2018: Auszeichnung Outstanding Achievement Award

Zurich Film Festival

2022 Hollywood Hall of Fame Stern

Sonstiges

Im September 2025 trat Benedict Cumberbatch bei dem Konzert Together for Palestine in der Londoner OVO Arena Wembley auf, dessen Umsatz vollständig an palästinensische Hilfsorganisationen geflossen sei.<ref>Zahlreiche Stars bei "Together for Palestine". In: Stern. 18. September 2025, abgerufen am 8. Februar 2026.</ref><ref>Andreas Borcholte: (S+) »Together for Palestine«-Konzert in London: Ein Konflikt, den selbst Pop nicht vereinfachen kann. In: Der Spiegel. 18. September 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 8. Februar 2026]).</ref><ref>Michael Hann: Together for Palestine concert: Benedict Cumberbatch, Damon Albarn and Neneh Cherry take stage at galvanising and star-studded gig for Gaza. In: The Guardian. 18. September 2025, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 8. Februar 2026]).</ref>

Literatur

  • Marc Halupczok: Benedict Cumberbatch. Die Biografie. UBooks-Verlag, Mossatal 2013, ISBN 978-3-939239-43-7.
  • Christian Humberg, Christian Lukas: Benedict Cumberbatch – Die unautorisierte Biographie. St. Augustin: Rohde Verlag 2013.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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