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Lorsbach

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Lorsbach
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2872)&title=Lorsbach 50° 7′ N, 8° 25′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2872) 50° 6′ 59″ N, 8° 25′ 10″ O
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Höhe: 160 m ü. NHN
Fläche: 7,5 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 2872 (30. Juni 2021) HW<ref name="DF"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zahlen, Daten, Fakten. Statistikzahlen Hofheims auf einen Blick: (HW) (Memento vom 15. Februar 2022 im Internet Archive)</ref>
Bevölkerungsdichte: 383 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 65719
Vorwahl: 06192
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Lorsbach ist seit dem 1. Juli 1972 ein Ortsteil der heutigen Kreisstadt des südhessischen Main-Taunus-Kreises Hofheim am Taunus und hat rund 2800 Einwohner.

Geografische Lage

Datei:DSC04900 Judenkopf (Lorsbach) vom Kaisertempel gesehen.jpg
Der Berg Judenkopf (410 m ü. NN) auf Lorsbacher Gemarkung ist die höchste Erhebung des Hofheimer Stadtgebiets.
Datei:DSC04409 Lorsbach Judenkopf Blick vom Aussichtspunkt Skyline-View.jpg
Blick vom Aussichtspunkt Skyline-View (unterhalb des Judenkopf-Gipfels) hinweg über den südöstlichen Ausläufer des Berges Staufen und den Pass an der Gundelhard zur Frankfurter Skyline
Datei:Blick auf Lorsbach IMG 5618.JPG
Blick auf Lorsbach aus südwestlicher Richtung, entlang der Landstraße 3368 aus Langenhain. Im Hintergrund links der Berg Staufen (410 m ü. NN), mittig daneben dessen Nebenkuppe Hahnenkopf (361 m ü. NN); nach rechts steigt der Lorsbacher Kopf an

Lorsbach liegt in den südlichen Ausläufern des Taunus, nördlich von Hofheim am Taunus. Es befindet sich im engen Lorsbachtal, das Eppstein mit Hofheim verbindet. Durch das Lorsbachtal fließt der Schwarzbach, der früher auch Goldbach bzw. Kriftel hieß. Daran erinnert der Straßenname Goldbachweg.

Zur Lorsbacher Gemarkung zählt auch die Gehöftgruppe Gundelhard, die 2 km nordöstlich des Ortes am Lorsbacher Kopf liegt.<ref>Gundelhard. Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 15. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Institut für Landesgeschichte, abgerufen am 19. Juli 2025.</ref>

Im Westen der Lorsbacher Gemarkung steht der Berg Judenkopf (410 m ü. NN), die höchste Erhebung des Hofheimer Stadtgebiets. Im Norden und Osten Lorsbachs erheben sich die Berge Staufen (451 m ü. NN) und Lorsbacher Kopf (308 m ü. NN). Dazwischen liegt die Passhöhe Gundelhard sowie die gleichnamige Gehöftgruppe an der Grenze zum Kelkheimer Stadtteil Münster. Im Südosten des Ortes befindet sich der Kapellenberg (292 m ü. NN).

Geschichte

Lorsbach wurde urkundlich zuerst in dem Lehnsverzeichnis der Stadt Eppstein im Taunus aus dem Jahre 1280 erwähnt. Dort wird Lorsbach als Ansiedlung mehrerer Gehöfte beschrieben.

Wahrscheinlich gab es jedoch schon vorher eine Ansiedlung im Lorsbachtal, wovon die Alteburg zeugt, ein Ringwallsystem aus dem frühen Mittelalter.

Die Ansiedlung vergrößerte sich vor allem, als in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Eisenbahnstrecke zwischen Frankfurt am Main und Limburg an der Lahn durch Lorsbach gebaut wurde. Mit der Gründung der ersten Lederfabrik Lorsbachs 1881 wurde dann der Grundstein für den Hauptindustriezweig der nächsten hundert Jahre gelegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl Lorsbachs erstmals über 2000.

Zum 1. Juli 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Stadt Hofheim am Taunus als Stadtteil eingegliedert.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen von Gemeinden vom 21. Juni 1972. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 28, S. 1197, Punkt 851 Abs. 2. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 4,4 MB]).</ref><ref></ref> Für Lorsbach wurde, wie für die übrigen Stadtteile und die Kernstadt, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher gebildet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 20 kB) §; 3. In: Webauftritt. Stadt Hofheim am Taunus, abgerufen im Februar 2019.</ref>

Territorialgeschichte und Verwaltung

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Staaten, in denen Lorsbach lag, und deren Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Lorsbach 2637 Einwohner. Darunter waren 186 (7,0 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 468 Einwohner unter 18 Jahren, 1098 zwischen 18 und 49, 588 zwischen 50 und 64 und 483 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 1188 Haushalten. Davon waren 360 Singlehaushalte, 378 Paare ohne Kinder und 339 Paare mit Kindern, sowie 90 Alleinerziehende und 21 Wohngemeinschaften. In 237 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 831 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerzahlen

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1543: 34 Hausgesesse
• 1592: 40 Familien
• 1610: 56 Haushaltungen
• 1630: 39 Haushaltungen, 3 Witwen und 3 Vormundschaften
• 1637: 8 Haushaltungen, 7 Witwen und 12 Kinder
• 1656: 20 Haushaltungen
• 1699: 29 Familien mit 108 Personen
• 1778: 47 Familien
• 1791: 217 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD" />
• 1800: 261 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD-1800" />
• 1805: 261 Gemeindemitglieder und 10 Witwen
Lorsbach: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2021
Jahr  Einwohner
1791
  
217
1800
  
261
1834
  
353
1840
  
367
1846
  
379
1852
  
430
1858
  
414
1864
  
444
1871
  
462
1875
  
572
1885
  
585
1895
  
674
1905
  
969
1910
  
1.162
1925
  
1.333
1939
  
1.444
1946
  
1.894
1950
  
2.064
1956
  
2.090
1961
  
2.251
1967
  
2.575
1970
  
2.499
1980
  
?
1987
  
2.459
2000
  
?
2011
  
2.637
2021
  
2.839
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS;<ref name="lagis" />; Stadt Hofheim am Taunus<ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Religion

Neben der evangelischen Kirche und der katholischen Herz-Jesu-Kirche, gibt es auch eine evangelisch-methodistische Gemeinde.

Historische Religionszugehörigkeit

• 1885: 0535 evangelische (= 91,45 %), 50 katholische (= 8,55 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: 1593 evangelische (= 70,77 %), 562 katholische (= 24,97 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Politik

Ortsbeirat

Im Ortsbeirat Hofheim-Lorsbach sind nach den Kommunalwahlen in Hessen 2021 die neun Sitze wie folgt verteilt:<ref>Ortsbeiratswahl - Kommunalwahlen und Ausländerbeiratswahl 2021 in Hofheim am Taunus - Ortsbezirk Lorsbach. Abgerufen am 4. November 2021.</ref>

Partei Sitze Ergebnis
CDU 3 31,3 %
Grüne 2 21,7 %
BfH 1 13,2 %
FWG 1 10,2 %
Die Linke 1 9,5 %
SPD 1 8,4 %

Ortsvorsteher ist Dieter Kugelmann (CDU)<ref>Ortsbeirat Hofheim-Lorsbach. Abgerufen am 4. November 2021.</ref>

Wappen

Das Wappen von Lorsbach, eigentlich nur ein Gerichtssiegel,<ref>Heimat - und Geschichtsverein Lorsbach: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Das Lorsbacher Gerichtssiegel (Memento vom 25. November 2015 im Internet Archive) </ref> ist ein blaues Rebmesser (keine Sichel) auf goldenem Grund. Vom Mittelalter bis Anfang des 19. Jahrhunderts wurde in Lorsbach noch Wein angebaut.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Lorsbach Altes Rathaus 20100422.jpg
Ehemaliges Lorsbacher Rathaus

Kulturdenkmale

Für die Kulturdenkmäler des Ortes siehe die Liste der Kulturdenkmäler in Lorsbach.

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

Nach der Schließung der großen Lederfabriken in Lorsbach sind die Hauptarbeitgeber kleine und mittelständische Handwerksbetriebe.

Verkehr

Lorsbach liegt an der Main-Lahn-Bahn und ist an das Netz der S-Bahn Rhein-Main angeschlossen. Vom in der Mitte des Ortes gelegenen Bahnhof fahren Züge der Linie S2 in Richtung Niedernhausen, bzw. Frankfurt (Main) und Offenbach (Main) nach Dietzenbach. Die Fahrzeit zum Frankfurter Hauptbahnhof beträgt 23 Minuten. Die S2 fährt in der Hauptverkehrszeit im 15-Minuten-Takt.

Linie Verlauf Takt
Vorlage:ÖPNV Frankfurt Linie Niedernhausen (Taunus) – Niederjosbach – Bremthal – Eppstein – Lorsbach – Hofheim (Taunus) – Kriftel – Frankfurt-Zeilsheim – Frankfurt-Höchst Farbwerke – Frankfurt-Höchst – Frankfurt-Nied – Frankfurt-Griesheim – Frankfurt (Main) Hbf tief – Frankfurt (Main) Taunusanlage – Frankfurt (Main) Hauptwache – Frankfurt (Main) Konstablerwache – Frankfurt (Main) Ostendstraße – Frankfurt (Main) Mühlberg – Offenbach-Kaiserlei – Offenbach Ledermuseum – Offenbach Marktplatz – Offenbach (Main) Ost – Offenbach-Bieber – Heusenstamm – Dietzenbach-Steinberg – Dietzenbach Mitte – Dietzenbach Bhf 30 min
15 min (zur HVZ)

Durch Lorsbach führen zwei Landesstraßen aufeinander. Die L3011 führt von Hattersheim im Süden mit Anschluss an A66 über die Kernstadt Hofheim weiter nach Norden in Richtung Eppstein. In der Ortsdurchfahrt von Lorsbach zweigt die L3368 hiervon zu den westlich gelegenen Stadtteilen Langenhain und Wallau ab mit Anschluss an die Bundesautobahn 66 und die Bundesautobahn 3.

Datei:Ev. Kirche Lorsbach IMG 4423.JPG
Ev. Kirche und ehemalige Dorflinde von Lorsbach

Schulen

In Lorsbach befindet sich eine Grundschule, welche in den 90er Jahren um einen Anbau erweitert wurde.

2012 zog die private staatlich anerkannte Berufsfachschule Schule für Clowns von Mainz nach Lorsbach um und befindet sich seitdem in dem Gebäudekomplex eines ehemaligen Gasthofs.

Kindergarten

Der Ort verfügt über einen Kindergarten, der von der ev. Kirche getragen wird.

Sport & Freizeiteinrichtungen

Lorsbach besitzt einen Sportplatz, eine Turnhalle, ein städtisches Gemeindezentrum, ein Gemeindezentrum der evangelischen Kirche, mehrere Spielplätze und einen Modellflugplatz.

Die Turnhalle wurde vor einigen Jahren komplett neu errichtet. Lorsbach verfügt über mehrere Vereine:

Lorsbach ist Ausgangspunkt für Wanderungen in die Nassauische Schweiz.

Weblinks

Commons: Lorsbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="lagis"> Lorsbach, Main-Taunus-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 6. Oktober 2021). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Adr-LG-HD"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 135 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1800"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1800. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1800, S. 141 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 32 und 86, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021;.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/statistik.hessen.de</ref> </references>

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