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Rhapsodie

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Vorlage:Hinweisbaustein Eine Rhapsodie (von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) rhápto „zusammennähen“, übertragen „zusammensetzen“, und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) odē „Gesang“) war ursprünglich ein von griechischen Wandersängern, den Rhapsoden, vorgetragenes Gedicht oder Teil einer Dichtung.

Heute versteht man unter Rhapsodie ein Vokal- oder Instrumentalwerk, das an keine spezielle Form in der Musik gebunden ist. Die musikalischen Themen der Rhapsodie sind regelmäßig lose miteinander verbunden, sie können in flüchtigen, unzusammenhängenden musikalischen Gedanken gegeben sein, die nicht unbedingt aufeinander aufbauen oder Bezug nehmen. Insofern dient der Begriff des „Rhapsodischen“ mitunter als ein leicht abschätziges Werturteil, wo dieser auf den Mangel eines großen Formzusammenhangs in einem Satzganzen hinweisen soll. Oft kommen die Themen und Motive aus der Volksmusik.

Rhapsodien wurden u. a. veröffentlicht von:

Rachmaninow hat mit der 18. Variation – Rhapsodie über ein Thema von Paganini eine seinem Stil entsprechende Interpretation des Begriffs geliefert.

Die Rockband Queen greift in dem Stück Bohemian Rhapsody das rhapsodische Prinzip auf.

Der US-amerikanische Sänger & Songwriter Willy DeVille erhöhte die Rhapsody in himmlische Gefilde ("celestial rhapsody"), sein Markensong "Heaven Stood Still" steht für das Ewig-Träumerische.

Der Mediziner Johann Christian Reil verwendete das Wort Rhapsodie für seine berühmt gewordene Schrift Rhapsodien über die Anwendung der psychischen Curmethode auf Geisteszerrüttungen.<ref>Johann Christian Reil: Rhapsodieen über die Anwendung der psychischen Curmethode auf Geisteszerrüttungen. Curtsche Buchhandlung, Halle 1803, 1818 (Digitalisat, Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv, Titelblatt).</ref> Darin setzt er sich in zwanglos vortragender („rhapsodierender“<ref>Martin Schrenk: Über den Umgang mit Geisteskranken. Die Entwicklung der psychiatrischen Therapie vom „moralischen Regime“ in England und Frankreich zu den „psychischen Curmethoden“ in Deutschland. Berlin / Heidelberg / New York 1973 (= Monographien aus dem Gesamtgebiete der Psychiatrie. Band 10), S. 79.</ref>) Form (vgl. Rhapsode) mit dem gesamten Gebiet der Psychiatrie auseinander.<ref>Werner Leibbrand, Annemarie Wettley: Der Wahnsinn. Geschichte der abendländischen Psychopathologie. Alber, Freiburg im Breisgau und München 1961 (= Orbis Academicus. Band II, 12), S. 394 und 399.</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Rhapsodie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Rhapsodie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />

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