Karl A. Lamers
Karl Alfred<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Active promoters of Lithuania strengthen public confidence in the state ( vom 13. August 2017 im Internet Archive), Website der Präsidentin der Republik Litauen, 6. Juli 2011, abgerufen am 29. Juli 2016.</ref> Lamers (* 12. Februar 1951 in Duisburg-Hamborn) ist ein deutscher Politiker (CDU) und Rechtsanwalt. Er war von 1994 bis 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages.<ref>Heidelberg: Für Karl Lamers enden 27 Jahre im Bundestag. Abgerufen am 2. Oktober 2021.</ref> Seit 2005 war er stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages und von 2010 bis 2012 Präsident der Parlamentarischen Versammlung der NATO.
Leben und Beruf
Nach dem Abitur 1969 absolvierte Lamers ein Studium der Rechtswissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, welches er mit dem ersten juristischen Staatsexamen beendete. 1976 wurde er in Münster zum Dr. jur. promoviert mit der Arbeit Repräsentation und Integration der Ausländer in der Bundesrepublik Deutschland unter besonderer Berücksichtigung des Wahlrechts – zugleich eine rechtsvergleichende Studie über das Kommunalwahlrecht in den Staaten der Europäischen Gemeinschaften. Nach dem Referendariat legte er auch das zweite Staatsexamen ab und war zunächst als wissenschaftlicher Referent am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg tätig. Später wechselte er als Ministerialrat zum Landtag von Baden-Württemberg und leitete dort das persönliche Büro des Landtagspräsidenten. Lamers ist als Rechtsanwalt zugelassen.
Politik
Lamers trat 1975 in die Junge Union (JU) und die CDU ein und war von 1981 bis 1986 stellvertretender Landesvorsitzender der JU in Baden-Württemberg. Von 1983 bis 1989 war er zudem stellvertretender Vorsitzender des Bezirksverbandes Nordbaden der Mittelstandsvereinigung der CDU. Als Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Heidelberg von 1985 bis 2003 gehörte er zu den frühen Förderern von Christoph Ahlhaus, dem späteren Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg.<ref>Der Mann, den sie schon mit elf Kanzler nannten. Hamburger Abendblatt, 31. Juli 2010</ref> Seit 2003 ist Lamers Ehrenvorsitzender des Kreisverbandes.
Von 1987 bis 1995 gehörte Lamers dem Gemeinderat der Stadt Heidelberg an. Seit 1994 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages, wo er ab 2002 Vorsitzender des Unterausschusses Weiterentwicklung der Inneren Führung war und seit 2006 als stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungsausschusses<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mitglieder des Verteidigungsausschusses ( vom 18. Mai 2015 im Internet Archive) bundestag.de, online, abgerufen am 18. September 2014</ref> amtiert. Er ist 1998 und 2002 über die Landesliste Baden-Württemberg und sonst als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Heidelberg in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2013 erreichte er 40,9 Prozent der Erststimmen.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Amtliches Ergebnis der Bundestagswahl 2013 für den Wahlkreis 274 - Heidelberg ( vom 3. April 2015 im Internet Archive). Bundeswahlleiter, 2013</ref>
Lamers gehörte von 1998 bis 2021 auch der Parlamentarischen Versammlung der NATO an und war dort Vorsitzender der Fraktion der Konservativen und Christdemokraten. Von 2004 bis 2008 war er Vorsitzender des Unterausschusses NATO-Partnerschaften. 2010 wurde Lamers in Warschau zum Präsidenten der Parlamentarischen Versammlung der NATO gewählt<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Präsidium der Parlamentarischen Versammlung der NATO ( vom 10. Januar 2015 im Internet Archive). Offizielle Internetpräsenz der NATO PV</ref> und nach zwei Jahren turnusgemäß vom Engländer Hugh Bayley abgelöst. Von 2006 bis 2008 sowie von 2012 bis 2012 war er zudem Vizepräsident der Versammlung und ist heute Mitglied des Präsidiums. Im 19. Deutschen Bundestag war Lamers ordentliches Mitglied im Verteidigungsausschuss. Zudem gehörte er als stellvertretendes Mitglied dem Auswärtigen Ausschuss an.<ref>Deutscher Bundestag - Abgeordnete. Abgerufen am 27. August 2020.</ref> Er ist Mitglied der überparteilichen Europa-Union.<ref>Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag A - Z. In: Webseite der Europa-Union Deutschland. Abgerufen am 23. November 2020.</ref>
Von 2008 bis 2014 war Lamers außerdem Präsident sowie von 2017 bis 2020 Vizepräsident der Atlantic Treaty Association (ATA), des Dachverbandes der Atlantischen Gesellschaften. In der Deutschen Atlantischen Gesellschaft bekleidet er das Amt des Vizepräsidenten.
Bei der Bundestagswahl 2021 kandidierte der 70-Jährige nicht mehr.<ref>CDU-Politiker Lamers will nicht mehr in den Bundestag. RNZ, 7. März 2020, abgerufen am selben Tage.</ref> Nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag wurde Lamers am 26. Oktober 2021 zum Honorarkonsul der Republik Estland für das Land Baden-Württemberg ernannt.<ref>https://berlin.mfa.ee/de/prof-h-c-dr-karl-a-lamers-ist-neuer-onorarkonsul-der-republik-estland-fuer-baden-wuerttemberg/</ref>
Ehrungen
- 2009: Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland
- 2011: Großkreuz des Ordens für Verdienste um Litauen<ref>Active promoters of Lithuania strengthen public confidence in the state (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2022. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot. Pressemitteilung der Präsidentin der Republik Litauen</ref><ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Dr. Lamers mit hohem Staatsorden in Litauen ausgezeichnet ( vom 3. Januar 2013 im Internet Archive). Website von Dr. Karl A. Lamers</ref>
- 2011: Ehrendoktorwürde der Mykolas-Romer-Universität, Vilnius<ref>Deutsche Botschaft Wilna: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters
archive-todaymuss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> - 2014: Orden der Ehre Georgiens<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Georgische Botschaft Berlin Verleihung des Ordens der Ehre (Order of Honor) der Republik Georgien an Herrn Dr. Karl Lamers, Mitglied des Deutschen Bundestages ( vom 28. Februar 2014 im Internet Archive)</ref>
- 2015: Mittelkreuz des Ungarischen Verdienstordens<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />MdB Dr. Karl A. Lamers erhielt ungarischen Verdienstorden ( vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref>
- 2016: Ehren-Professur der Mykolas-Romer-Universität<ref>Litauische Universität verleiht Karl Lamers Ehren-Professor-Titel. In: Internetseite rnz.de. 2. September 2016, abgerufen am 16. Mai 2019 (deutsch).</ref>
Weblinks
- Literatur von und über Karl A. Lamers im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Website von Karl A. Lamers
- Biografie beim Deutschen Bundestag
- Lebenslauf bei der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
- Karl A. Lamers auf abgeordnetenwatch.de
Einzelnachweise
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lamers, Karl A. |
| ALTERNATIVNAMEN | Lamers, Karl Alfred (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (CDU), MdB |
| GEBURTSDATUM | 12. Februar 1951 |
| GEBURTSORT | Duisburg-Hamborn |
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- Mitglied des Verteidigungsausschusses (Deutscher Bundestag)
- Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der NATO
- Person (Heidelberg)
- Politiker (21. Jahrhundert)
- Politiker (20. Jahrhundert)
- CDU-Mitglied
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- Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande
- Träger des Verdienstordens der Republik Ungarn (Komtur)
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- Honorarkonsul
- Deutscher
- Geboren 1951
- Mann