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Grotta Gigante

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Grotta Gigante

Blick über die Haupthalle der Höhle vom unteren Ende der hinab führenden Treppen
Blick über die Haupthalle der Höhle vom unteren Ende der hinab führenden Treppen
Blick über die Haupthalle der Höhle vom unteren Ende der hinab führenden Treppen
Lage: Triestiner Karst, Italien
Geographische
Lage:
45° 42′ 33,2″ N, 13° 45′ 49,8″ OKoordinaten: 45° 42′ 33,2″ N, 13° 45′ 49,8″ O
 {{#coordinates:45,709215895846|13,763831|primary
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Katasternummer 2<ref>Divulgando Srl: Catasto Storico delle grotte - Commissione Grotte Eugenio Boegan. In: catastogrotte.it. Abgerufen am 30. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Typ Tropfsteinhöhle
Entdeckung 1840
Schauhöhle seit 1908
Beleuchtung elektrisch
Gesamtlänge 719 m
Niveaudifferenz −252 m
Länge des Schau-
höhlenbereichs
850 m
Mittlere jährliche Besucherzahl 100,000<ref>Claudia Norbedo: Il flusso turistico in grotta gigante. Commissione Grotte E. Boegan, 12. Februar 2016, abgerufen am 7. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Fulvio Forti: Il flusso turistico in Grotta Gigante nel 2017. Commissione Grotte E. Boegan, 29. Mai 2018, abgerufen am 7. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Website www.grottagigante.it

Die Grotta Gigante (slowenisch Briška jama) ist eine Schauhöhle in der Nähe der italienischen Ortschaft Sgonico, rund 15 km von Triest entfernt.

Erforschungsgeschichte

Zwischen 1839 und 1841 bereiste Friedrich Anton Lindner den gesamten Karst von Škocjan bis zur Mündung des Timavo auf der Suche nach Wasserressourcen für die Versorgung von Triest.<ref>Lindner, Anton Friedrich. In: Österreichische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Österreichisches Biographisches Lexikon 1815-1950. Band 5, 1971, S. 222, doi:10.1553/0x00282ef6 (Scan [PDF; abgerufen am 5. Februar 2026]).</ref><ref name="Finocchiaro">Carlo Finocchiaro: Die höhlenkundlichen Vereinigungen in Triest bis zum Jahr 1918 (= Landesverein für Höhlenkunde in Wien und Niederösterreich [Hrsg.]: Die Höhle. Band 31). Wien 1984, S. 24 (zobodat.at [PDF; abgerufen am 5. Februar 2026]).</ref><ref></ref> Die Annahme, er habe die Grotta Gigante bereits 1840 entdeckt, stützt sich lediglich auf spätere, nicht belegte Überlieferungen.<ref>Rudolf Pirker: Anton Friedrich Lindner – ein Bahnbrecher moderner Höhlenforschung (= Die Höhle. Band 22). Verband Österreichischer Höhlenforscher, Wien 1971, S. 7–15 (Scan [PDF; abgerufen am 5. Februar 2026]).</ref> In den 1850er Jahren wurde die Erkundung von Giovanni Sigon und Ingenieuren der k.k. Südlichen Staatsbahn fortgesetzt, jedoch ohne präzise Dokumentation.<ref name="RSC1">Regional Speleological Cadastre. Grotto Gigante. In: Central Directorate for Environmental Protection, Energy and Sustainable Development – Geological Service. Regione Autonoma Friuli Venezia Giulia, abgerufen am 3. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach der Wiederentdeckung des oberen Eingangs im Jahr 1887 wurden ab 1890 wurden die Forschungen vom „Club Turisti Triestini“ erneut aufgenommen, wobei ein zweiter, leichter zugänglicher Schacht genutzt wurde. Bis 1890 wurde die Höhle vollständig befahren und vermessen. Eine erste gesicherte Veröffentlichung erschien 1891 durch den Direktor der Höhlenkommission der Alpinen Gesellschaft der Julischen Alpen Eduardo Taucer, der die Erforschung mehrerer Höhlen dokumentierte und ihre Lage auf einer topografischen Karte mit insgesamt 22 Höhlen verzeichnete, darunter auch die der Grotta Gigante.<ref name="Finocchiaro" /> 1892 entstand daraus die Idee eines systematischen Höhlenkatasters, als Taucer eine detaillierte Karte, Beschreibungen ausgewählter Höhlen und Vermessungsdaten veröffentlichte.<ref></ref> 1897 konnte von Andreas Perko ein kompletter Plan erstellt werden.

Am 5. Juli 1908 wurde der Führungsbetrieb aufgenommen, zunächst mit Kerzen und bengalischer Beleuchtung. Der Tourismus setzte jedoch erst nach 1957 ein, nachdem eine elektrische Beleuchtung installiert worden war.

Beschreibung

Datei:Grotta Gigante interno 1 aligned.jpg
Blick vom Ausgangsbereich zurück auf zwei Horizontalpendel, im Hintergrund die Treppenanlage des Eingangs

Die maximale Tiefe der Grotta Gigante beträgt 252 m, die berühmte große Halle ist 98,5 m hoch, 76,3 m breit und 167,6 m lang; die konstant vorherrschenden 11 °C entsprechen dem lokalen Jahresmittel.<ref name=":0">Besuch der Grotta Gigante. In: grottagigante.it. Abgerufen am 23. November 2025.</ref> Von 1995 bis 2010 stand die Grotta Gigante im Guinness-Buch der Rekorde als „Größte Schauhöhle der Welt“. Dann öffnete in Frankreich Grotte de La Verna, eine Schauhöhle mit noch größerer Halle.<ref>Grotte de La Verna. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Januar 2021; abgerufen am 10. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das ganze ist zweifelhaft,<ref name="Duckeck1">Jochen Duckeck: La Salle de La Verna. 2023, abgerufen am 2. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> weil La Verna nur rudimentär als Schauhöhle ausgebaut wurde, und Grotta Gigante ist nach wie vor der größte Hohlraum, den man komfortabel besichtigen kann. Die übliche Besichtigung der Grotta Gigante erfolgt ausschließlich im Rahmen geführter Touren, die etwa eine Stunde dauern. Die Besucher werden in einem Einbahnsystem durch die Höhle geleitet, Ein- und Ausgang sind nicht ident. Ein- und Ausstiegt erfolgen über Treppenanlagen mit je rund 500 Stufen.<ref name=":0" /> Endpunkt dieser „Standardtour“ ist ein Saal, der wegen eines Stalagmiten, der an eine Madonnenstatue erinnert, Sala dell'Altare genannt wird.

Datei:Palm Trunk Stalagmite.jpg
Palmenstammstalagmit

Typisch für nahe an der Oberfläche gelegene Hallen mit großer Fallhöhe das Wassers und zyklisch wechselnder Lösungszufuhr sind sogenannte Palmenstammstalagmiten,<ref>Speläologisches Fachwörterbuch. Stalagmit. C. Landesverein für Höhlenkunde in Wien und Niederösterreich, Wien 1965, S. 92–93 (Scan [PDF; 5,9 MB; abgerufen am 7. Februar 2026]).</ref> die in der Grotta Gigante bis zu 12 m hoch werden.<ref>Alexandra Stahl: Zu Besuch bei Rüdiger, dem Tropfstein. Saarbrücker Zeitung, 2. November 2018, abgerufen am 2. Februar 2026.</ref>

Ab dem Sala dell'Altare fällt die Höhle in mehreren Steilstufen ab. Dieser hintere Bereich kann im Rahmen einer anspruchsvolleren Tour mittels Leitern und Kletterausrüstung besucht werden.<ref>Speläo-Erfahrung. In: grottagigante.it. Abgerufen am 23. November 2025.</ref> Die Halle wurde mittels 15 cm aufgelöster Laserabtastung vermessen und ein interaktives 3D-Modell erstellt.<ref>Grotta Gigante - TLS, Cross-sectional view. In: Sketchfab. Aerial remote sensing facility (AiRS) infrastructure groups - National Institute of Oceanography and Applied Geophysics - OG, 23. Januar 2025, abgerufen am 3. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

In der Höhle befinden sich zwei 94 m lange geodätische Pendel zur Erforschung der Erdgezeiten. Vor dem Eingang befindet sich ein speleologisches Museum mit höhlenkundlichen, geologischen und paläontologischen Exponaten.

Weblinks

Commons: Grotta Gigante – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Website der Höhle. (mehrsprachig)
  • Franz Lindenmayr: Die Grotta Gigante im Triester Karst. In: Mensch und Höhle. 14. Juni 2003, abgerufen am 3. Februar 2026.
  • Regional Speleological Cadastre. Grotto Gigante. In: Central Directorate for Environmental Protection, Energy and Sustainable Development – Geological Service. Regione Autonoma Friuli Venezia Giulia, abgerufen am 3. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Entdeckungsgeschichte, detaillierte Beschreibung, Vermessungspläne und 3D-Visualisierung“

Einzelnachweise

<references />