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Walter Kolbow

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Datei:2015-12 Walter Kolbow SPD Bundesparteitag by Olaf Kosinsky-141.jpg
Walter Kolbow, 2015

Walter Kolbow (* 27. April 1944 in Spittal an der Drau;<ref>Kolbow, Walter (geb. 1944). In: bundesarchiv.de. Abgerufen am 13. Juni 2023.</ref> † 28. April 2024 in Ochsenfurt<ref>Würzburg: SPD-Politiker Walter Kolbow ist verstorben. In: Mainpost. Abgerufen am 30. April 2024.</ref>) war ein deutscher Politiker (SPD).

Er war von 2005 bis 2009 stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und von 1998 bis 2005 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung.

Leben und Beruf

Nach der Volksschule in Ingolstadt und Ochsenfurt, dem Röntgen-Gymnasium Würzburg<ref name="Munzinger">Walter Kolbow im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)</ref> leistete Kolbow von 1964 bis 1966 seinen Wehrdienst bei der Luftwaffe ab; er war Hauptmann d. R. Danach studierte er Rechtswissenschaft in Würzburg und absolvierte ein Ergänzungsstudium an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer. 1970 bestand er das erste und 1974 das zweite juristische Staatsexamen.

Er trat 1975 als Magistratsrat in den Dienst der Stadt Frankfurt am Main. Von 1978 bis 1980 war er für einen Forschungsauftrag bei der Friedrich-Ebert-Stiftung beschäftigt.<ref name="Munzinger" />

Privates

Walter Kolbow war verwitwet und hatte zwei Kinder, darunter den Würzburger Stadtrat Alexander Kolbow (SPD).<ref>Das Parlament, Nr. 11 2009, 09.3.2009 – Der Grenzgänger: Walter Kolbow. In: webarchiv.bundestag.de. 9. März 2009, abgerufen am 13. Juni 2023.</ref> Er starb einen Tag nach seinem 80. Geburtstag in Ochsenfurt.

Partei

Seit 1967 war er Mitglied der SPD.<ref>Kandidatenstammblatt zur Wahl in den 54. Landesvorstand am 24.04.2021. In: bayernspd.de. Abgerufen am 13. Juni 2023.</ref> Er war bis 2008 Vorsitzender des SPD-Bezirks Unterfranken, danach Ehrenvorsitzender.<ref>Generationentag mit Walter Kolbow. In: main-echo.de. 16. September 2011, abgerufen am 13. Juni 2023.</ref><ref>Das ist unser Abgeordneter, einer von uns. In: kolitzheim.de. 7. November 2013, abgerufen am 13. Juni 2023.</ref>

Abgeordneter

Von 1972 bis 1976 war er Mitglied im Stadtrat von Ochsenfurt und von 1978 bis 1981 im Stadtrat von Würzburg.<ref>Walter Kolbow. In: spd-unterfranken.de. Abgerufen am 13. Juni 2023.</ref>

Ab 1980 war er Mitglied des Deutschen Bundestages.<ref>Deutscher Bundestag – Walter Kolbow, Parlamentarischer Staatssekretär a. D. Abgerufen am 13. Juni 2023.</ref> Hier war er von 1994 bis 1998 verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.

Ab dem 28. November 2005 war Kolbow stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion<ref>„Ohne Sicherheit keine Entwicklung“. In: deutschlandfunk.de. 9. März 2007, abgerufen am 13. Juni 2023.</ref> für die Bereiche Außenpolitik, Entwicklungspolitik, Verteidigung und Menschenrechte.

Walter Kolbow zog stets über die Landesliste Bayern in den Deutschen Bundestag ein. 2009 zog er sich aus der Politik zurück<ref>ddp Deutscher Depeschendienst GmbH: Kolbow zieht sich 2009 aus der Politik zurück, vom 26. Mai 2008</ref> und kandidierte nicht mehr.

Öffentliche Ämter

Nach der Bundestagswahl 1998 wurde Kolbow am 27. Oktober 1998 als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung berufen.<ref>Deutscher Bundestag: Kolbow, Walter. In: webarchiv.bundestag.de. Abgerufen am 13. Juni 2023.</ref> In dieser Funktion war er vom 6. April 1999 bis zum 31. Dezember 1999 Beauftragter der Bundesregierung für die Koordination von deutschen Hilfsmaßnahmen in Mazedonien.<ref>Walter Kolbow. In: Der Spiegel. 1. August 1999, abgerufen am 13. Juni 2023.</ref><ref>Besteht die Gefahr einer Ausweitung des Krieges auf Albanien und Mazedonien? In: Deutschlandfunk. 21. April 1999, abgerufen am 13. Juni 2023.</ref> Nach der Bundestagswahl 2005 schied er am 22. November 2005 aus dem Amt.

Kolbow war Ehrenmitglied im Beirat der Bundesakademie für Sicherheitspolitik.<ref>Beirat für die BAKS konstituiert sich neu. Bundesministerium der Verteidigung, 8. Juni 2023, abgerufen am 13. Juni 2023.</ref>

Ferner war Kolbow für verschiedene Vereine und Stiftungen in ehrenamtlicher Funktion tätig:<ref>Walter Kolbow. In: webarchiv.bundestag.de. Abgerufen am 13. Juni 2023.</ref>

  • Bundeswehr hilft Kindern in der Dritten Welt e. V., Bonn
  • Deutsch-mazedonische Gesellschaft e. V., Berlin
  • Gesellschaft für politische Bildung e. V., Würzburg
  • Jugendstiftung Hans-Georg Noack e. V., Eisingen

Ehrungen und Auszeichnungen

Kabinette

Werke

  • Walter Kolbow, Heinrich Quaden (Hrsg.): Krieg und Frieden auf dem Balkan – Mazedonien am Scheideweg? Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2001, ISBN 3-7890-7561-2.

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

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