Bergen (Bochum)
Stadtteil von Bochum | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten | 51° 31′ 0″ N, 7° 14′ 38″ O
{{#coordinates:51,516755|7,243938|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Bergen, Stadtteil | region=DE-NW | type=city
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| Höhe | 110 m ü. NHN | |||||
| Fläche | 1,38 km² | |||||
| Eingemeindung | 1. Apr. 1926 | |||||
| Postleitzahl | 44807 | |||||
| Bezirk | Nord | |||||
| Quelle: <ref>Statistisches Jahrbuch der Stadt Bochum 2006 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />pdf ( des Vorlage:IconExternal vom 19. September 2021 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref><ref>Die Einwohnerzahlen sind nach statistischen Bezirken und nicht nach den Gemarkungen angegeben, die Zahlen hierfür sind im Artikel Einwohnerentwicklung von Bochum</ref> | ||||||
Bergen ist einer der kleinsten Stadtteile von Bochum, im Norden an der Grenze nach Herne gelegen. Aufgrund der Agrarflächen, Naherholungsgebiete, Reiterhöfe, der Nähe zum Naturschutzgebiet Tippelsberg-Berger Mühle und dem „Zillertal“ hat der Stadtteil einen schon fast ländlichen Charakter. Mit der Berger Mühle in der Schlucht des Zillertals (der Begriff ging auf den Teil Bochum von dem ehemaligen Ausflugslokal über)<ref>Ansichten von historischen Postkarten</ref> sowie dem Schultenhof finden sich typische, selten gewordene landwirtschaftliche Bauten des frühen 19. Jahrhunderts.<ref>Denkmaleintrag Berger Mühle, A 621. (PDF) In: Denkmalliste der Stadt Bochum. 20. September 2006, abgerufen am 10. Oktober 2023.</ref><ref>Denkmaleintrag Schultenhof, Nr. A 189. (PDF) In: Denkmalliste der Stadt Bochum. 1991, abgerufen am 10. Oktober 2023.</ref>
Geschichte
Bergen gehörte im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit zum Oberamt Bochum (historisch) zur Grafschaft Mark. Ab 1817 war es eine Gemeinde im Kreis Bochum in der preußischen Provinz Westfalen.
1388 zog unter den Dienstleuten des Grafen von der Mark aus dem Amt Bochum mit gegen Dortmund aus, es waren wohl die Besitzer des (späteren) Schulzenhofes. Mit Herne und Hiltrop war Bergen zu einer Marktgenossenschaft vereinigt, zu den Aufsehern gehörte wohl auch der Schulte zu Berge. Die Gemeinde gehörte kirchlich zu Herne und folgte auch diesen in Annahme des lutherischen Bekenntnisses, welches bis in das 19. Jh. in Bergen dominierte. Die nach der Anhöhe benannte kleine Gemeinde, auf und an welcher sie liegt, zählte 1871 nur 64 Einwohner, 1904 364 (207 evangelische, 148 katholische) Bewohner. Zu dieser Zeit hatten die Bewohner, welche früher nur Ackerbau und Viehzucht betrieben, ihr Auskommen in Bergarbeit und Ziegelei.<ref name=":2">Albert Ludorff: Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Bochum-Land. Ferdinand Schöningh, Münster i. W. 1907, S. 17 (uni-muenster.de [abgerufen am 2. Juli 2024]).</ref> In Bergen selbst gab es keine Zeche, der Ortsteil ist, soweit bekannt, wohl der einzige Stadtteil in Bochum, in dem es keine Zeche gegeben hat.
Die Eingemeindung nach Bochum erfolgte am 1. April 1926 durch das Gesetz über die Neuregelung der kommunalen Grenzen im rheinisch-westfälischen Industriebezirke.<ref></ref>
In dem Bereich der Bergener Straße 116 befand sich in der Zeit des Nationalsozialismus das Zwangsarbeiterlager Bergener Straße. Die Lagerbaracken stehen noch heute. Auf den Feldern zwischen der Bergener Straße und Stembergsbusch befand sich im Zweiten Weltkrieg eine größere Flakbatterie.<ref>Die baulichen Reste erkennt man noch 1952 auf Luftbildern, siehe Stadtgeschichtliches Themenportal des Amts für Geoinformationen</ref>
Mit der Gemeindereform 1975 und der Einführung von Stadtbezirken und Bezirksvertretungen wurde Bergen dem Bezirk Bochum-Nord zugeordnet.
Sport
Bergen verfügt über vier Sportvereine, die DJK Hiltrop-Bergen, die im Fußball Frank Heinemann als Bundesliga-Spieler (VfL Bochum 1986–1996) hervorbrachte, den SC Union Bergen und die American Football Mannschaften Bochum Cadets e. V., Bochum Miners e. V. und die Bochum Rebels e. V.
Des Weiteren gibt es in Bochum-Bergen die Bochumer Reiterschaft, die Reitsportgemeinschaft Schultenhof sowie den Allgemeinen Deutschen Rottweiler-Klub (ADRK BG Bochum).
Literatur
- Hans-Christian Zehnter, Uwe Peters, Frauke Bezold: Natur und Geschichte: Tippelsberg und Berger Mühle (= Kortum-Gesellschaft Bochum [Hrsg.]: Bochumer Zeitpunkte. Heft 1). Bochum Januar 1991, S. 3–8 (kortumgesellschaft.de [PDF; 2,3 MB]).
Weblinks
- Regional bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich 306 Bäuerlicher Kulturlandschaftsbereich Bergen (Herne, Bochum) bei LWL-GeodatenKultur des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
Einzelnachweise
<references />
Altenbochum mit Goy | Bergen | Dahlhausen mit Oberdahlhausen | Eppendorf | Gerthe | Grumme | Günnigfeld | Hamme mit Goldhamme (mit Maarbrücke und Hundhamme) | Harpen mit Kornharpen und Rosenberg (und Kirchharpen) | Hiltrop | Hofstede mit Marmelshagen | Höntrop | Hordel | Innenstadt mit Griesenbruch (und Stahlhausen) | Laer | Langendreer mit Kaltehardt, Langendreerholz (und Ümmingen) | Leithe | Linden | Munscheid | Querenburg mit Hustadt und Steinkuhl | Riemke | Sevinghausen | Stiepel | Wattenscheid-Mitte mit Südfeldmark | Weitmar mit Bärendorf, Mark, Mitte und Sundern (sowie mit Engelsburg und Neuling) | Werne | Westenfeld | Wiemelhausen mit Brenschede, (sowie Kirchviertel und Ehrenfeld)