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Fritz Poppenberg

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Fritz Poppenberg (* 1949; † 4. Oktober 2025<ref>Ingeborg Lüdtke: Geschichte der Wehrdienstverweigerung (2026). Radio-Übrigens, 16. Januar 2026, abgerufen am 11. April 2026.</ref>) war ein deutscher Autorenfilmer, Kameramann, Produzent und Regisseur. Er produzierte vor allem Dokumentationen über pro-christliche Themen und propagierte dabei unter anderem Kreationismus.

Leben

Poppenberg machte zunächst eine Lehre zum Lithographen, bevor er an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und später an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin studierte.

Fritz Poppenberg war Kameramann unter anderem bei Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Er produzierte als Autorenfilmer vorwiegend Dokumentationen über die Verfolgung von Zeugen Jehovas in der Zeit des Nationalsozialismus und ab August 1950 in der DDR sowie über die Verfolgung von Christen in der Gegenwart. Dabei „stellt er sich auf die Seite der Schwächeren und betrachtet die Situation aus deren Perspektive“.<ref>Johannes Wrobel: Die Verfolgung der Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus – Forschung, Rezeption und Erinnerung. Referat über die NS-Opfergruppe vor dem Beirat der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Berlin, 19. Juli 2001. PDF auf der Website jwhistory.net. Abgerufen am 1. Juni 2014.</ref> Außerdem drehte er Filme über Schöpfung im kreationistischen Sinne und über die Lebensrechtsbewegung.

Rezeption

Seine Filme Mein Vater (1982) und Die AIDS-Rebellen (1992) erhielten von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden das Prädikat „Besonders wertvoll“.

Der Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera führte Poppenbergs kreationistische Filme wie Hat die Bibel doch Recht? Der Evolutionstheorie fehlen die Beweise (1998) und ihre Fortsetzungen als Beispiel für „Kreationismus als florierendes Business“ in Deutschland an.<ref>Peter Carstens: „Der Kreationismus ist ein florierendes Business“ (Interview mit Ulrich Kutschera). In: GEO. Abgerufen am 1. Juni 2014.</ref> Der Christliche Medienverbund KEP zeichnete den Film aus.<ref>Ulrich Kutschera: Evolutionslehre: Die kruden Thesen deutscher Anti-Darwinisten. In: Spiegel Online, 15. Februar 2009. Abgerufen am 1. Juni 2014.</ref>

Filmografie

  • 1982: Mein Vater
  • 1982: Berliner Stadtbahnbilder
  • 1988: Unter Jehovas Schutz. Zwei Freundinnen erinnern sich an die Zeit im Konzentrationslager
  • 1992: Die AIDS-Rebellen
  • 1997: Fürchtet Euch nicht. Widerstand und Verfolgung der Zeugen Jehovas unter dem Nazi-Regime
  • 1998: Hat die Bibel doch recht? Der Evolutionstheorie fehlen die Beweise
  • 1999: Folget mir nach. Jehovas Zeugen unter dem DDR-Regime
  • 2000: Blut, auf Leben und Tod. Bluttransfusionen in der Kritik
  • 2001: Gott würfelt nicht. Über den erbitterten Kampf zwischen Wissenschaft und Ideologie
  • 2002: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers, und Gott, was Gottes ist. Stehen den Zeugen Jehovas die Körperschaftsrechte zu?
  • 2003: „Das Mädchen mit dem lila Winkel“ – Wie die 18-jährige Hermi das Konzentrationslager überlebte
  • 2004: Der Fall des Affenmenschen. Die Evolutionstheorie kann die Herkunft des Menschen nicht erklären
  • 2007: Der Maler Heinz Tetzner
  • 2007: Maria und ihre Kinder
  • 2009: Wie tolerant ist der Islam? – Der Angriff auf das Kloster Mor Gabriel
  • 2011: Programmauftrag Desinformation?
  • 2015 Der Name Gottes
  • 2019: Die unbequeme Wahrheit über den Islam
  • 2020: Infektion der Vernunft

Bücher

  • Die Seereise, Kinderbuch, 1994
  • Para Bellum, Thriller, 2019

Auszeichnungen

  • Prädikat: Wertvoll für Grohnde, Dokumentarfilm, 1977
  • Prädikat: Besonders wertvoll für Mein Vater, Dokumentarfilm, 1981
  • Prädikat: Wertvoll für Gestrandete auf hoher See, Dokumentarfilm, 1985
  • Prädikat: Besonders wertvoll für Die AIDS-Rebellen, Dokumentarfilm, 1991
  • Prädikat: Wertvoll für Fürchtet euch nicht, Dokumentarfilm 1997
  • Medienpreis Goldener Kompass für Hat die Bibel doch recht? Der Evolutionstheorie fehlen die Beweise, 1999
  • Erster Platz für Beste Gestaltung bei den 4th Golden Decade Awards, Chicago, USA, 2000 für Hat die Bibel doch recht? Der Evolutionstheorie fehlen die Beweise, 1999

Weblinks

Einzelnachweise

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