Lanzenneunforn
| Lanzenneunforn | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Staat: | Vorlage:CHE2 | |||||
| Kanton: | Datei:Wappen Thurgau matt.svg Thurgau (TG) | |||||
| Bezirk: | Frauenfeld | |||||
| Politische Gemeinde: | Herdern | |||||
| Postleitzahl: | 8506 | |||||
| frühere BFS-Nr.: | 4812 | |||||
| Koordinaten: | 712855 / 275894
{{#coordinates:47,624|8,94|primary
|
dim=5000 | globe= | name= | region=CH-TG | type=city
}} |
| Höhe: | 562 m ü. M. | |||||
| Fläche: | 7,97 km²<ref name="Areal" /> | |||||
| Einwohner: | 430 (31.12.2018)<ref name="Einwohner">Vorlage:Orte TG 2018</ref> | |||||
| Einwohnerdichte: | 54 Einw. pro km² | |||||
Ansicht von Süden
| ||||||
| Karte | ||||||
Lanzenneunforn, schweizerdeutsch Lanzenüüfere,<ref>Lanzenneunforn Auf ortsnamen.ch (Online-Datenbank), abgerufen am 15. Februar 2020</ref> ist eine ehemalige Ortsgemeinde und eine Ortschaft<ref name="Einwohner" /> der Gemeinde Herdern im Bezirk Frauenfeld des Kantons Thurgau in der Schweiz.
Lanzenneunforn gehörte von 1816 bis 1997 als Ortsgemeinde zur Munizipalgemeinde Herdern. Am 1. Januar 1998 fusionierte Lanzenneunforn im Rahmen der Thurgauer Gemeindereform zur politischen Gemeinde Herdern.
Geographie
Die Ortschaft Lanzenneunforn liegt auf 562 m ü. M. Die landwirtschaftlich geprägte Gegend erstreckt sich über den sanfthügeligen Seerücken zwischen Mammern und Dettighofen. Zur Ortsgemeinde gehörte das Dorf Lanzenneunforn mit den Weilern Ammenhausen, Kugelshofen, Schweikhof und Wilen.
Geschichte
Lanzenneunforn liegt an der Römerstrasse Pfyn–Eschenz. Der Ort wurde 1332 als Núforon erstmals erwähnt. Die Vogtei Lanzenneunforn gehörte zur Herrschaft Liebenfels, einem Lehen des Domkapitels Konstanz. Im 14. Jahrhundert war die Herrschaft im Besitz der konstanzischen Ministerialen von Liebenfels. 1395 kam sie an die Familien von Tettikofen, 1463 an Hans Lanz von Liebenfels und 1572 an die Familie von Gremmingen. Das Kloster St. Urban übernahm 1653 Liebenfels samt der niedergerichtlichen Appellation.<ref name="HLS" />
Lanzenneunforn war stets nach Pfyn kirchgenössig und blieb 1528 katholisch. Um 1740 wurde eine Kapelle erbaut.<ref name="HLS" />
Im Hochmittelalter wurde Viehzucht betrieben; hinzu kamen Wiesen, Acker-, Obst- und Rebbau. Unter den Gewerben fand sich um 1850 eine Seidenraupenzucht, 1862 eine Holzsohlenfabrik. Im 20. Jahrhundert kamen eine Käserei, eine Gärtnerei, eine Schreinerei, eine Bank und eine Autowerkstatt hinzu. 1986 erstellte die Schulgemeinde Dettighofen-Lanzenneunforn eine Mehrzweckhalle.<ref name="HLS" />
Wappen
Blasonierung: In Rot mit weissem Flügel (Adlerflug).<ref name="Staatsarchiv">Gemeindewappen. Auf der Webseite des Staatsarchivs des Kantons Thurgau, abgerufen am 8. Dezember 2019</ref>
Das Wappen entspricht dem Wappen der Lanzen von Liebenfels.<ref name="Staatsarchiv" />
Bevölkerung
| Jahr | 1850 | 1900 | 1950 | 1990 | 2000 | 2010 | 2018 | 2023 |
| Ortsgemeinde | 399 | 294 | 361 | 356 | ||||
| Ortschaft | 295 | 313 | 430<ref group="Anm." name=":0">mit Aussenhöfen</ref> | 459<ref name=":0" group="Anm." /> | ||||
| Quelle | <ref name="HLS" /> | <ref name="Statistik2005" /> | <ref name="Statistik2012" /> | <ref name="Einwohner" /> | <ref name=":0">Die Ortschaften des Kantons Thurgau und ihre Wohnbevölkerung. Kanton Thurgau, Dienststelle für Statistik, Frauenfeld, 2024, abgerufen am 7. August 2024.</ref> | |||
Von den insgesamt 459 Einwohnern der Ortschaft Lanzenneunforn am 31. Dezember 2023 waren 68 bzw. 14,8 % ausländische Staatsbürger. 142 (30,9 %) waren römisch-katholisch und 131 (28,5 %) evangelisch-reformiert.<ref name=":0" />
Sehenswürdigkeiten
Einen Kilometer nordwestlich von Lanzenneunforn bewacht Schloss Liebenfels die alte Verbindungsstrasse zum Bodensee entlang dem Schneizebach. Die abgebildeten drei Bauten sind in der Liste der Kulturgüter in Herdern aufgeführt:
-
Katholische Kapelle Lanzenneunforn
-
Schloss Liebenfels
-
Altes Schulhaus
Literatur
- Alfons Raimann, Peter Erni: Gemeindeteil Lanzenneunforn. In: dies.: Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau. Band VI: Der Bezirk Steckborn (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz, Band 98). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Bern 2001, ISBN 3-906131-02-5, S. 72–84. (Digitalisat).
Weblinks
Einzelnachweise
<references> <ref name="Areal"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schweizerische Arealstatstik. ( vom 12. April 2016 im Internet Archive; PDF) Abgeschlossen auf 1. Juli 1912. Herausgegeben vom Eidg. Statistischen Bureau. </ref> <ref name="HLS">Erich Trösch: Lanzenneunforn. In: Historisches Lexikon der Schweiz.Vorlage:HLS-Hinweis</ref> <ref name="Statistik2005">Vorlage:Orte TG 2000</ref> <ref name="Statistik2012">Vorlage:Orte TG 2010</ref> </references>
Anmerkungen
<references group="Anm." />
Basadingen-Schlattingen | Berlingen | Diessenhofen | Eschenz | Felben-Wellhausen | Frauenfeld | Gachnang | Herdern | Homburg | Hüttlingen | Hüttwilen | Mammern | Matzingen | Müllheim | Neunforn | Pfyn | Schlatt | Steckborn | Stettfurt | Thundorf | Uesslingen-Buch | Wagenhausen | Warth-Weiningen
Ehemalige Gemeinden: Basadingen | Buch bei Frauenfeld | Dettighofen | Eschikofen | Fahrhof | Felben | Gerlikon | Gündelhart-Hörhausen | Harenwilen | Herten | Horgenbach | Huben | Islikon | Kaltenbach | Kefikon | Kurzdorf | Langdorf | Langenhart | Lanzenneunforn | Lustdorf | Mett-Oberschlatt | Mettendorf | Niederneunforn | Niederwil | Nussbaumen | Oberneunforn | Oberwil | Rheinklingen | Salen-Reutenen | Schlattingen | Uerschhausen | Uesslingen | Unterschlatt | Warth | Weiningen | Wellhausen | Wetzikon | Wilen bei Neunforn | Willisdorf
Kanton Thurgau | Bezirke des Kantons Thurgau | Gemeinden des Kantons Thurgau