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Lanzenneunforn

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Lanzenneunforn
Datei:Lanzenne.jpg
Wappen von Lanzenneunforn
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton ThurgauDatei:Wappen Thurgau matt.svg Thurgau (TG)
Bezirk: Frauenfeld
Politische Gemeinde: Herderni2
Postleitzahl: 8506
frühere BFS-Nr.: 4812
Koordinaten: 712855 / 275894Koordinaten: 47° 37′ 26″ N, 8° 56′ 24″ O; CH1903: 712855 / 275894
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  }}
Höhe: 562 m ü. M.
Fläche: 7,97 km²<ref name="Areal" />
Einwohner: 430 (31.12.2018)<ref name="Einwohner">Vorlage:Orte TG 2018</ref>
Einwohnerdichte: 54 Einw. pro km²
Datei:Lanzenneunforn2.jpg
Ansicht von Süden
Ansicht von Süden
Karte
w{w

Lanzenneunforn, schweizerdeutsch Lanzenüüfere,<ref>Lanzenneunforn Auf ortsnamen.ch (Online-Datenbank), abgerufen am 15. Februar 2020</ref> ist eine ehemalige Ortsgemeinde und eine Ortschaft<ref name="Einwohner" /> der Gemeinde Herdern im Bezirk Frauenfeld des Kantons Thurgau in der Schweiz.

Lanzenneunforn gehörte von 1816 bis 1997 als Ortsgemeinde zur Munizipalgemeinde Herdern. Am 1. Januar 1998 fusionierte Lanzenneunforn im Rahmen der Thurgauer Gemeindereform zur politischen Gemeinde Herdern.

Geographie

Die Ortschaft Lanzenneunforn liegt auf 562 m ü. M. Die landwirtschaftlich geprägte Gegend erstreckt sich über den sanfthügeligen Seerücken zwischen Mammern und Dettighofen. Zur Ortsgemeinde gehörte das Dorf Lanzenneunforn mit den Weilern Ammenhausen, Kugelshofen, Schweikhof und Wilen.

Geschichte

Datei:ETH-BIB-Lanzenneunforn-LBS H1-021947.tif
Lanzenneunforn im Jahr 1959
Datei:Karte Gemeinde Lanzenneunforn 1997.png
Gemeindestand vor der Fusion im Jahr 1998

Lanzenneunforn liegt an der Römerstrasse PfynEschenz. Der Ort wurde 1332 als Núforon erstmals erwähnt. Die Vogtei Lanzenneunforn gehörte zur Herrschaft Liebenfels, einem Lehen des Domkapitels Konstanz. Im 14. Jahrhundert war die Herrschaft im Besitz der konstanzischen Ministerialen von Liebenfels. 1395 kam sie an die Familien von Tettikofen, 1463 an Hans Lanz von Liebenfels und 1572 an die Familie von Gremmingen. Das Kloster St. Urban übernahm 1653 Liebenfels samt der niedergerichtlichen Appellation.<ref name="HLS" />

Lanzenneunforn war stets nach Pfyn kirchgenössig und blieb 1528 katholisch. Um 1740 wurde eine Kapelle erbaut.<ref name="HLS" />

Im Hochmittelalter wurde Viehzucht betrieben; hinzu kamen Wiesen, Acker-, Obst- und Rebbau. Unter den Gewerben fand sich um 1850 eine Seidenraupenzucht, 1862 eine Holzsohlenfabrik. Im 20. Jahrhundert kamen eine Käserei, eine Gärtnerei, eine Schreinerei, eine Bank und eine Autowerkstatt hinzu. 1986 erstellte die Schulgemeinde Dettighofen-Lanzenneunforn eine Mehrzweckhalle.<ref name="HLS" />

Wappen

Datei:Lanzenne.jpg

Blasonierung: In Rot mit weissem Flügel (Adlerflug).<ref name="Staatsarchiv">Gemeindewappen. Auf der Webseite des Staatsarchivs des Kantons Thurgau, abgerufen am 8. Dezember 2019</ref>

Das Wappen entspricht dem Wappen der Lanzen von Liebenfels.<ref name="Staatsarchiv" />

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung von Lanzenneunforn
Jahr 1850 1900 1950 1990 2000 2010 2018 2023
Ortsgemeinde 399 294 361 356
Ortschaft 295 313 430<ref group="Anm." name=":0">mit Aussenhöfen</ref> 459<ref name=":0" group="Anm." />
Quelle <ref name="HLS" /> <ref name="Statistik2005" /> <ref name="Statistik2012" /> <ref name="Einwohner" /> <ref name=":0">Die Ortschaften des Kantons Thurgau und ihre Wohnbevölkerung. Kanton Thurgau, Dienststelle für Statistik, Frauenfeld, 2024, abgerufen am 7. August 2024.</ref>

Von den insgesamt 459 Einwohnern der Ortschaft Lanzenneunforn am 31. Dezember 2023 waren 68 bzw. 14,8 % ausländische Staatsbürger. 142 (30,9 %) waren römisch-katholisch und 131 (28,5 %) evangelisch-reformiert.<ref name=":0" />

Sehenswürdigkeiten

Einen Kilometer nordwestlich von Lanzenneunforn bewacht Schloss Liebenfels die alte Verbindungsstrasse zum Bodensee entlang dem Schneizebach. Die abgebildeten drei Bauten sind in der Liste der Kulturgüter in Herdern aufgeführt:

Literatur

  • Alfons Raimann, Peter Erni: Gemeindeteil Lanzenneunforn. In: dies.: Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau. Band VI: Der Bezirk Steckborn (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz, Band 98). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Bern 2001, ISBN 3-906131-02-5, S. 72–84. (Digitalisat).

Weblinks

Commons: Lanzenneunforn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Areal"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schweizerische Arealstatstik. (Memento vom 12. April 2016 im Internet Archive; PDF) Abgeschlossen auf 1. Juli 1912. Herausgegeben vom Eidg. Statistischen Bureau. </ref> <ref name="HLS">Erich Trösch: Lanzenneunforn. In: Historisches Lexikon der Schweiz.Vorlage:HLS-Hinweis</ref> <ref name="Statistik2005">Vorlage:Orte TG 2000</ref> <ref name="Statistik2012">Vorlage:Orte TG 2010</ref> </references>

Anmerkungen

<references group="Anm." />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende