Ilse Baseler
Ilse Baseler (* 8. April 1930 in Hamburg als Ilse Buchholz; † 11. Januar 2022 ebenda)<ref>Traueranzeigen von Ilse Baseler | HamburgerTRAUER.de. Abgerufen am 30. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> war eine deutsche Politikerin (CDU) und Mitglied der Hamburger Bürgerschaft.
Leben
Ilse Baseler arbeitete zunächst als kaufmännische Angestellte und machte später die Buchführung für ihren Mann, der als freiberuflicher Ingenieur tätig war. Seit 1968 war sie Elternratsvorsitzende des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Ohlsdorf.<ref>„Der Sieg kam mit der Frau auf Platz 56“, in Hamburger Abendblatt vom 8. Juni 1982, abgerufen am 20. Juni 2020.</ref>
Baseler trat 1970 in die CDU ein und war ab 1972 im CDU-Ortsvorstand in Alsterdorf tätig. Dort war sie langjährige stellvertretende Vorsitzende und von 1984 bis 1992 als Nachfolgerin von Rolf Kruse Ortsvorsitzende.<ref>Festschrift 65 Jahre CDU-Kreisverband Hamburg-Nord. Soeth-Verlag, Glinde 2015, S. 11.</ref> Bei der Jahreshauptversammlung 2007 stellte sich Baseler nicht mehr zur Wahl in den Ortsvorstand. Sie wechselte später in den Ortsverband Langenhorn, wo sie auch Mitglied des Ortsvorstandes wurde.<ref>Vorstand, auf www.cdulangenhorn.de, abgerufen am 20. Juni 2020.</ref> Ab 1992 war sie Beisitzerin im Landesvorstand der CDU Hamburg.<ref>„Die Wahlergebnisse für die Nachfolger an der Spitze“, in Hamburger Abendblatt vom 2. März 1992, abgerufen am 21. Juni 2020.</ref>
Baseler war von 1974 bis 1986 Mitglied der Bezirksversammlung im Bezirk Hamburg-Nord gewesen. Von 1982 bis 1986 war sie dort die Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion. Während dieser Zeit sprach sie sich erfolgreich für einen Erhalt des Torhauses der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel am Suhrenkamp aus, das die Justizbehörde zugunsten eines Neubaus abbrechen wollte.<ref>„Streit um das alte Torhaus von ‚Santa Fu‘“, in Hamburger Abendblatt vom 1. November 1982, abgerufen am 11. Januar 2023.</ref> Einen Vorschlag der DKP, vor dem früheren Wohnhaus Ernst Thälmanns an der Tarpenbekstraße in Eppendorf eine zwölf Meter hohe geballte Steinfaust aufzustellen, lehnte sie als „Schlag ins Gesicht aller Demokraten“ ab.<ref>„Thälmanndenkmal“ auf www.chupfriemert.de, abgerufen am 12. Januar 2023.</ref> 1986 wurde sie zwar erneut in die Bezirksversammlung gewählt, nahm das Mandat wegen der gleichzeitigen Wahl in die Hamburgische Bürgerschaft nicht an. Von 1978 bis 1982 war sie Deputierte der Schulbehörde. Sie wandte sich in dieser Eigenschaft gegen die Einstellung von Kommunisten (unter anderem Mitglieder der DKP und des KB) in den Hamburger Schuldienst und warf der SPD Hamburg vor, immer mehr Verfassungsgegnern den Weg in die Schulen zu ebnen.<ref>„CDU protestiert gegen Anstellung einer Lehrerin“, in Hamburger Abendblatt vom 14. Mai 1981, abgerufen am 20. Juni 2020.</ref> Von Juni bis Dezember 1982 war sie erstmals Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. Von 1986 bis 1993 war sie dann wieder Mitglied des Parlaments. Schließlich rückte sie am 21. Juni 1995 für die verstorbene Helga Mack noch einmal bis zum Ende der Wahlperiode 1997 in die Bürgerschaft nach. Für ihre Fraktion saß sie im Stadtentwicklungsausschuss, Eingabenausschuss und Bauausschuss. In der Bürgerschaft sprach sie sich gegen einen Verkauf stadteigener Wohnungen aus und bezeichnete die geplante Abgabe von Wohnungen der ehemaligen Neuen Heimat an neu zu gründende Mietergenossenschaften als „Burgfrieden“ der damaligen sozialliberalen Koalition in Hamburg.<ref>„Burgfrieden?“, in Hamburger Abendblatt vom 10. Mai 1990, abgerufen am 11. Januar 2023.</ref>
In den 1980er und 1990er Jahren war sie Landesvorsitzende der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU Hamburg (KPV). Als solche sprach sie sich gegen das kommunale Wahlrecht für Ausländer aus, weil das die innenpolitischen Konflikte aus deren Heimatländern in die Stadt trage.<ref>„Gegen Wahlrecht für Ausländer“, in Hamburger Abendblatt vom 23. Juli 1987, abgerufen am 21. Juni 2020.</ref> 1989 wurde sie als erste Frau in den engeren fünfköpfigen Bundesvorstand der KPV gewählt.<ref>Union in Deutschland, CDU-Informationsdienst, Ausgabe vom 7. September 1989, S. 23.</ref> Sie war Vizepräsidentin der Vereinigung ehemaliger Abgeordneter<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Seite der Hamburgischen Bürgerschaft ( vom 14. März 2007 im Internet Archive)</ref> Zudem war sie Beisitzerin der Senioren-Union Hamburg.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Senioren Union Hamburg ( vom 27. September 2007 im Internet Archive)</ref> Von 1976 bis 1982 gehörte Baseler dem Präsidium des Deutschen Frauenrings an.<ref>Cordlua Koepcke, Frauen zeigen Flagge. Gesellschaftspolitische Arbeit in Deutschland, Leske + Budrich, Opladen 1984, ISBN 978-3-322-97167-8, S. 169.</ref>
Ilse Baseler wurde neben ihrem Mann auf dem Friedhof Ohlsdorf beigesetzt. Die Grabstätte im Planquadrat O 25 liegt unweit des Gartens der Frauen.
Literatur
- Bürgerhandbuch der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg, 14. Wahlperiode, Redaktion Hinnerk Fock, Hamburg 1992.
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Baseler, Ilse |
| ALTERNATIVNAMEN | Buchholz, Ilse (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Politikerin (CDU), MdHB |
| GEBURTSDATUM | 8. April 1930 |
| GEBURTSORT | Hamburg |
| STERBEDATUM | 11. Januar 2022 |
| STERBEORT | Hamburg |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:GND fehlt 2022-09
- Wikipedia:GND in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:VIAF in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft
- CDU-Mitglied
- Deutscher
- Geboren 1930
- Gestorben 2022
- Frau