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Spanische Stabschrecke

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Spanische Stabschrecke
Datei:Le Caylar fg01.JPG

Pijnackeria hispanica, weibliche Nymphe

Systematik
Ordnung: Gespenstschrecken (Phasmatodea)
Unterordnung: Euphasmatodea
Familie: Diapheromeridae
Unterfamilie: Pachymorphinae
Gattung: Leptynia
Art: Spanische Stabschrecke
Wissenschaftlicher Name
Pijnackeria hispanica
(Bolivar, 1878)

Die Spanische Stabschrecke (Pijnackeria hispanica, Syn.: Leptynia hispanica) ist eine Stabschrecken-Art aus der Familie Diapheromeridae.

Merkmale

Unter den westeuropäischen Arten ist die Spanische Stabschrecke mit maximal 50 mm die kleinste. Die Tiere sind sehr schmal gebaut. Die elfgliedrigen Antennen sind kurz, haben unterschiedlich lange Segmente und sind rötlich gefärbt, also deutlich anders gefärbt als der Körper. Das dorsale Endsegment des Abdomens der ausgewachsenen Weibchen läuft spitz aus und die Körperseiten tragen deutliche weiße Streifen, die bei der Gallischen Mittelmeerstabschrecke viel schmaler sind.

Verbreitung

Im Gegensatz zur Gallischen Mittelmeerstabschrecke (Clonopsis gallica), die auch den Westen Frankreichs bis in die Normandie hinauf bewohnt, kommt die Spanische Stabschrecke in Frankreich nur im Süden vor (ebenso wie die Mittelmeerstabschrecke). Vertikal ist die Art in Spanien bis in Höhen von 1800 Metern nachgewiesen.

Lebensraum, Ernährung und Verhalten

Wie die anderen Arten der Region findet man die Spanische Stabschrecke bevorzugt in offenem, unbeschattetem Gelände. Die Populationsdichte schwankt ganz außerordentlich und hängt von kleinklimatischen Bedingungen und der Verbreitung der Nährpflanzen zusammen. Die Tiere ernähren sich in Frankreich überwiegend vom Backenklee Dorycnium pentaphyllum (<templatestyles src="Person/styles.css" />Scopoli, 1763) aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae), der in Europa und Mittelasien verbreitet ist. Allerdings sind die Tiere gelegentlich auf der Hundsrose (Rosa canina L., 1753), auf dem Stacheligen Dornginster Calycotome spinosa (L.) oder dem Aschgrauen Ginster Genista cinerea (<templatestyles src="Person/styles.css" />Vill.) anzutreffen. Dank ihres Aussehens und dem Mangel an Bewegung am Tage sind die Stabschrecken kaum zu erkennen. Ihre eigentlich Aktivitätsphase beschränkt sich auf die Nacht.

Ähnliche Arten

Bis zur Errichtung der Gattung Pijnackeria durch Scali im Jahr 2009, wurde die Art der Gattung Leptynia zugeordnet. Drei der vier in Europa vorkommenden Arten dieser Gattung nämlich Leptynia attenuata <templatestyles src="Person/styles.css" />Pantel, 1890, Leptynia caprai <templatestyles src="Person/styles.css" />Scali, 1996 und Leptynia montana <templatestyles src="Person/styles.css" />Scali, 1996 sind nur von der Iberischen Halbinsel bekannt. In Frankreich sind noch die Gallische Mittelmeerstabschrecke und die Mittelmeerstabschrecke (Bacillus rossius) verbreitet. Beide gehören zur Familie Bacillidae und besitzen nicht den markanten weißen Seitenstreifen der Spanischen Stabschrecke.<ref name="Phasmida Species File Online">Paul D. Brock: Phasmida Species File Online. Version 5.0/5.0 (abgerufen am 18. November 2018)</ref><ref name="Fauna">Phasmatodea in der <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Fauna Europaea (Memento des Vorlage:IconExternal vom 8. Juni 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.faunaeur.org, Stand 19. März 2015.</ref>

Entwicklung und Feinde

Datei:Le Caylar fg03.JPG
Pijnackeria hispanica

Aus Frankreich sind von allen drei bekannten Arten nur Weibchen bekannt. Meist schlüpfen die ersten Nymphenstadien im April. Erwachsene Tiere sind dann von Ende Juni bis Ende September anzutreffen und leben durchschnittlich zwei Monate. Die Eier werden meist im Boden abgelegt. Ein Weibchen legt bis zu 60 Eier in kleinen Paketen über einige Wochen hinweg ab. Die Tiere haben trotz ihrer guten Tarnung zahlreiche Feinde, besonders sei hier eine Raupenfliege (Tachinidae) Thrixion halidayanum (<templatestyles src="Person/styles.css" />Rondani, 1872) erwähnt, die bereits auf den Nymphen ihre Eier platziert, aus denen dann die den Wirt parasitierenden Larven schlüpfen. Das letzte Larvenstadium der Fliege verlässt dann die Stabschrecke und verpuppt sich.
Die Art wird von der Phasmid Study Group unter der PSG-Nummer 123 geführt.<ref name="Phasmid Study Group Liste">www.phasmid-study-group.org - Phasmid Study Group Liste</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Spanische Stabschrecke (Leptynia hispanica) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien