Zum Inhalt springen

Auressio

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 21. April 2026 um 12:32 Uhr durch imported>Freigut (Literatur: HBLS korr.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Auressio
Datei:CHE Auressio COA.png
Wappen von Auressio
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton TessinDatei:CHE Ticino COA.svg Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Locarnow
Kreis: Kreis Onsernone
Gemeinde: Onsernonei2
Postleitzahl: 6661
Koordinaten: 696136 / 117416Koordinaten: 46° 12′ 5″ N, 8° 41′ 3″ O; CH1903: 696136 / 117416
 {{#coordinates:46,20134|8,68416|primary
dim=5000 globe= name= region=CH-TI type=city
  }}
Höhe: 631 m ü. M.
Fläche: 2,99 km²
Einwohner: 71 (31. Dezember 2000)<ref name="Einwohner">Historisches Lexikon der Schweiz https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/002087/2017-01-18/</ref>
Einwohnerdichte: 24 Einw. pro km²
Website: www.onsernone.ch
Datei:Auressio.jpg
Auressio
Auressio
Karte
w{w
Datei:Karte Gemeinde Auressio 2001.png
Gemeindestand vor der Fusion am 13. April 2001
Datei:Auressio TI.jpg
Auressio mit Pizzo Peloso im Hintergrund
Datei:Onsernone - frazione Auressio - villa Edera.jpg
Villa Edera in Auressio, erbaut 1888
Datei:ETH-BIB-Onsernone, Brücke von Auressio-Dia 247-12465.tif
Brücke Ponte Oscuro (kolorierte Schwarzweiss-Foto von 1940)

Auressio ist eine Ortschaft in der Gemeinde Onsernone im Schweizer Kanton Tessin. Bis nach der Jahrtausendwende bildete Auressio eine eigene politische Gemeinde.

Geographie

Das Dorf liegt auf 631 m ü. M. im Valle Onsernone, 12 km westlich von Locarno. Als unterstes Dorf im Onsernonetal liegt es an der Strasse von Cavigliano nach Vergeletto und Spruga.

Geschichte

1233 findet sich Auressio als Oraxio erstmals erwähnt.<ref>Vasco Gamboni: Auressio. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 18. Januar 2017.</ref> Die Kirche S. Antonio Abate wurde 1526 fertiggestellt und bildete eine Pfarrei mit Loco. Erst 1792 wurden die Pfarreien getrennt.

Bis zum 19. Jahrhundert war das Dorf stärker als das übrige Onsernonetal mit dem Pedemonte verbunden. Erst durch die neue Kantonsstrasse wurde die Verbindung zu den anderen Taldörfern erleichtert.

Im September 1800 ging von Auressio das Zeichen zur Erhebung des Onsernonetals gegen das helvetische Regiment und die französischen Besatzungstruppen im Tessin aus. Der Präfekt von Lugano befahl die militärische Besetzung von Auressio und die Auslieferung von acht Bürgern. Eine Abteilung, die zur Ausführung dieses Befehls ausgezogen war, wurde mit einem Hagel von schweren Steinen empfangen, welche die Bauern vom Berg herunterrollen liessen. Eine zweite Expedition konnte infolge des starken Regens nicht ausgeführt werden, und als die dritte das Dorf endlich besetzte, hatten sich die Urheber des Aufstandes in Sicherheit gebracht.<ref>Celestino Trezzini: Auressio In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 1: Ardutius – Basel- Neuenburg 1921, S. 483–484 (Digitalisat), (abgerufen am 15. Juni 2017).</ref>

Von 2001 bis 2015 bildete Auressio zusammen mit Berzona und Loco die Gemeinde Isorno. 2016 schloss sich Isorno der Gemeinde Onsernone an. Auressio bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.<ref>Patriziato di Auressio (mit Fotos) (italienisch) auf pgpedemonteauressio.ch/</ref>

Bevölkerung

Vorlage:SäulendiagrammNach dem Zweiten Weltkrieg wurden Ackerbau und Weidewirtschaft fast vollständig aufgegeben. Die früher kurzzeitigen, periodischen Auswanderungen nahmen allmählich endgültigen Charakter an. Später stieg die Attraktivität der Gegend infolge verbesserter Verkehrsverbindungen an und führte Ende des 20. Jahrhunderts zu einem erneuten Anwachsen der Bevölkerung. Die meisten Bewohner leben in Auressio und arbeiten in und um Locarno.<ref>Vasco Gamboni: Auressio. In: Historisches Lexikon der Schweiz HLS. 18. Januar 2017, abgerufen am 21. Januar 2025.</ref>

Sehenswürdigkeiten

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.<ref>Auressio (Isorno). In: ISOS - Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung. Bundesamt für Kultur BAK, 2009, abgerufen am 21. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

  • Pfarrkirche Sant’Antonio Abate, geweiht 1526<ref name="Martinoli">Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 222.</ref>
  • Villa Edera (1887/1888), Architekt Paolo Antonio Calzonio, heute Jugendherberge<ref name="Martinoli" />
  • Romanische Steinbrücken südlich des Dorfes Richtung Collo und ca. 4 km davon entfernt in Cavigliano (Ponte di Cràtolo) am früheren Saumpfad (mulattiera) zwischen Cavigliano und Auressio über Cresmino Case, Cràtolo di Sotto und Giardino<ref name="Martinoli" />
  • heute verlassene Trassee der ältesten Kantonsstrasse (carozzabile) ins Onsernone von 1849 mit steinernen Bogenbrücken<ref name="Martinoli" />

Persönlichkeiten

(Sortierung nach Geburtsjahr)

Literatur

  • Vasco Gamboni: Auressio. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 18. Januar 2017.
  • Virgilio Gilardoni: Auressio. In: Il Romanico. Catalogo dei monumenti nella Repubblica e Cantone del Ticino. La Vesconta, Casagrande, Bellinzona 1967, S. 197.
  • Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 222.
  • Elfi Rüsch: Auressio. In: I monumenti d’arte e di storia del Canton Ticino. Distretto di Locarno IV: La Verzasca, il Pedemonte, le Centovalli e l’Onsernone (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 123). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte SKG. Bern 2013, ISBN 978-3-03797-084-3, S. 291–321.
  • Celestino Trezzini: Auressio In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 1: A – Basel. Neuenburg 1921, S. 483–484 (Digitalisat), (abgerufen am 15. Juni 2017).

Weblinks

Commons: Auressio – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein